Afrika-Cup Wetten: Was AFCON-Tippern zwischen den Turnieren bleibt
Wer nach „Afrika-Cup Wetten 2026“ sucht, sucht meist nach Tipps für ein Turnier, das im Veröffentlichungsjahr gar nicht stattfindet. Die letzte Austragung lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, das Senegal im Finale nach Verlängerung mit 1:0 gegen den Gastgeber entschied. Die nächste Ausgabe ist für 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant, 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet. Wer also 2026 auf das Turnier wetten will, wetter auf eine Ausgabe, die noch gar nicht begonnen hat — oder auf ein Turnier mit Länderspielen, das parallel laufen wird. Genau das macht die Frage nach dem „passenden Wettanbieter“ für viele zur Frage nach dem Mindestmaß: Wer hat in Deutschland überhaupt eine Erlaubnis, und was kostet das Wetten dort?

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich
Wer in Deutschland auf den Afrika-Cup wetten will, hat nur dort die Wahl, wo die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder eine Sportwetten-Erlaubnis verzeichnet. Die Tabelle mit den zehn Anbietern ordnet die zehn Anbieter danach ein, wann ihre Erlaubnis erteilt wurde und wer auf der Whitelist hinter dem jeweiligen Auftritt steht. Es ist keine Empfehlung und keine Rangfolge nach Quotenqualität — es ist die amtliche Seite, gegen die jeder Anbieter seine Adresse prüfen muss. Die Erlaubnisstichtage sind ein Maßstab dafür, wer als Sportwettenveranstalter in Deutschland schon seit Jahren unter Aufsicht arbeitet und wer erst später dazugekommen ist. Die Liste zeigt, wer die Erlaubnis trägt — nicht, wer die meisten Märkte, die höchste Quote oder den breitesten Bonus hat.

| Marke | Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Erlaubnis Sportwetten seit |
|---|---|---|---|
| bet365 | Whitelist GGL, Sportwetten | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Whitelist GGL, Sportwetten | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Whitelist GGL, Sportwetten | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Whitelist GGL, Sportwetten | Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) | 02.11.2020 |
| ODDSET | Whitelist GGL, Sportwetten | ODDSET Sportwetten GmbH (Bescheid Regierungspräsidium Darmstadt 15.12.2022) | 18.11.2020 |
| Betway | Whitelist GGL, Sportwetten | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tiptorro | Whitelist GGL, Sportwetten | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| 888sport | Whitelist GGL, Sportwetten | 888 Germany Limited (Konzern: 888 Holdings, Gibraltar) | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | Whitelist GGL, Sportwetten | DZBT Operations Limited, Zebbug (Malta) | 22.08.2023 |
| VBet | Whitelist GGL, Sportwetten | SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) | 05.12.2023 |
Die Erlaubnisstichtage bündeln sich um zwei Wellen: eine erste große Welle im Oktober und November 2020 nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags, eine zweite Welle in der ersten Jahreshälfte 2021, in der Folge einzelne Nachzügler bis Ende 2023. Das Datum sagt nicht, wie gut ein Anbieter ist. Es zeigt nur, wie lange ein Anbieter unter deutscher Aufsicht arbeitet — und damit, wer die erste Erlaubniswelle überstanden hat und wer sie erst in der dritten oder vierten Folge erhalten hat.
Was die Whitelist verschweigt und die Tabelle darum nicht zeigt: Quoten-Niveau, Märkte-Tiefe, Live-Angebot und Bonusbedingungen. Diese Kategorien schneidet jeder Anbieter anders, und die Tabelle ist nur das Eingangsraster. Wer wissen will, was ein Anbieter leistet, muss seinen Wettschein öffnen oder seine Seite besuchen — die Whitelist prüft nicht die Quote, sondern nur die Erlaubnis.
Was die Erlaubnis konkret bedeutet
„Erlaubt“ heißt in Deutschland seit 1. Juli 2021: Der Anbieter hat eine Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV und steht auf der amtlichen Whitelist nach § 9 Abs. 8. Er unterliegt der Aufsicht der GGL, führt Spielerkonten mit vollständiger Verifizierung ab dem ersten Tag (spätestens nach 72 Stunden) und ist an die Limitdatei LUGAS, die Aktivitätsdatei und die Sperrdatei OASIS angeschlossen. Er darf nur Wetten auf das vom GGL genehmigte Wettprogramm annehmen. Er muss Wettgewinne nach offiziellem Spielende auszahlen, Spielerguthaben auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto halten und bei Kontoschließung das Restguthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühr überweisen. Das alles gilt für jeden Anbieter in der Tabelle gleichermaßen.
Was die Erlaubnis nicht bedeutet
Eine Erlaubnis heißt nicht, dass Quoten oder Bonusbedingungen gleich sind. Sie heißt auch nicht, dass jeder Anbieter Afrika-Cup-Wetten gleich breit anbietet — manche Häuser listen AFCON, sobald die Confederation of African Football den Spielplan veröffentlicht, andere erst kurz vor Anpfiff. Sie heißt vor allem nicht, dass die Wettsteuer für jeden Anbieter gleich weitergegeben wird: Manche Anbieter ziehen 5,3 % vom Einsatz ab, andere kürzen die Quote um den entsprechenden Anteil, einzelne Anbieter werben mit Steuerübernahme bei gewissen Märkten. Die Tabelle zeigt die Erlaubnis; sie zeigt nicht, was ein Wettschein am Ende kostet.
Was der Afrika-Cup ist und wann er wieder stattfindet
Der Afrika-Cup ist das alle zwei Jahre ausgetragene Kontinentalturnier des afrikanischen Fußballverbandes Confederation of African Football. Die Erstaustragung war 1957, Ägypten hält mit sieben Titeln den Rekord, Samuel Eto’o ist mit 18 Toren Rekordtorschütze. Seit der Ausgabe 2019 spielen 24 Mannschaften, in Sechsergruppen werden sechs Vierergruppen ausgelost, die beiden Gruppenersten und die zweitbesten vier Gruppendritten ziehen in die K.-o.-Runde ein. Diese Struktur wiederholt sich 2027 — nur die Gastgeber ändern sich: Statt Marokko treten Kenia, Tansania und Uganda gemeinsam als Ausrichter auf.
Warum 2026 kein Afrika-Cup stattfindet
Der Afrika-Cup folgt einer eigenen, von der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 gestörten Rhythmik. Weil das Klubturnier den ursprünglichen Termin im Sommer 2025 blockierte, verschob die CAF die Ausgabe 2025 auf den Jahreswechsel 2025/26 — das Turnier fand schließlich in Marokko statt. Die nächste reguläre Ausgabe ist deshalb nicht ein Jahr später, sondern erst wieder 2027. Im Veröffentlichungsjahr findet also kein AFCON statt. Wer trotzdem auf „Afrika-Cup 2026“ stößt, liest eine Seitenbezeichnung, kein Turnier.
Gleichwohl ist die Wettbasis nicht null. Die Qualifikation für 2027 läuft, 54 Mannschaften haben gemeldet, und Afrika-Cup-Qualifikationsspiele werden im Buchmacher-Wettprogramm geführt, sobald sie auf dem Spielplan stehen. Dazu kommen Freundschafts- und Testspiele der afrikanischen Nationalmannschaften, die bei lizenzierten Anbietern quotiert werden. Wer das ganze Jahr 2026 über auf afrikanische Fußballteams wetten will, kann das tun — auf das Turnier selbst aber erst wieder ab dem 19. Juni 2027.
Wie die Finalentscheidung 2025/26 ausging
Das Finale zwischen Senegal und Marokko am 18. Januar 2026 endete 1:0 nach Verlängerung. Torschützenkönig war Brahim Díaz mit fünf Toren, das Spiel um Platz drei entschied Nigeria gegen Ägypten mit 4:2 im Elfmeterschießen. Die CAF wertete das Finale rund zwei Monate später mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz vorübergehend verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer sich auf das Ergebnis als Wettgrundlage berufen will, findet also eine nachträgliche Änderung, und Buchmacher werten nur das ursprüngliche Spielergebnis — die nachträgliche Tabellenkorrektur der CAF gehört in keine Wettkalkulation.
Welche Turnierphasen Buchmacher typischerweise listen
Die typische Wettstruktur eines Afrika-Cups gliedert sich in drei Phasen, und jede Phase hat eigene Markttiefen:
- Vor Turnierbeginn: Turniersieger, Gruppensieger, Gruppensieger ohne Titelträger, Torschützenkönig, „Wer kommt weiter“-Märkte pro Gruppe. Quoten sind anfangs breit, weil Kader und Form noch nicht feststehen.
- Gruppenphase: Spielausgang 1X2 mit drei Quoten, beide Teams treffen, über/unter Tore, Handicap, Halbzeit/Endstand. Werthandicap und asiatisches Handicap werden je nach Anbieter angeboten.
- K.-o.-Runde: Sieger 1X2 mit Unentschieden als Tipp, „wer kommt weiter“ ohne Unentschieden als Quote, „gewinnt das Spiel nach 90 Minuten“, „zieht in das Finale ein“, Spezialmärkte zu einzelnen Spielern. Erst ab Achtelfinale verdichten sich Live-Quoten.
Quoten wandern stark bis zum Anpfiff — eine Siegerquote eines Außenseiters kann sich nach einer starken Gruppenphase halbieren. Wer erst kurz vor Anpfiff tippt, sieht oft eine kompakte Risikoeinschätzung, zahlt aber dafür mit einer niedrigeren Quote.
Wettarten, die ein Kontinentalturnier hergibt
Das Wettprogramm eines Turniers mit Gruppenphase und K.-o.-System unterscheidet sich von einem wöchentlichen Ligen-Alltag durch drei Dinge: Der Turniersieger wird vor dem ersten Spiel festgetippt, die Formkurve wird zwischen den Spielen neu kalibriert, und Live-Wetten werden ab den ersten K.-o.-Runden dominanter. Wer die Quoten lesen will, muss verstehen, wie sie entstehen — und das gilt erst recht für ein Turnier, in dem Buchmacher ihre Vorsaisonmodelle an die Kader anpassen, ohne jedes Spiel der Qualifikation im Trainingsdatensatz zu haben.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die Einzelwette ist der einfachste Fall: ein Tipp auf ein Ereignis, festgelegter Einsatz, Quote mal Einsatz gleich Brutto-Rückzahlung im Erfolgsfall. Beispiel: 50 € auf Senegal-Sieg gegen Marokko zur Quote 2,10 ergibt eine Brutto-Rückzahlung von 105 €. Bei Wetten auf das Turnier als Ganzes ist diese Wettart dadurch beschränkt, dass das Ergebnis erst spät feststeht — und die Wettsteuer den Bruttobetrag je nach Anbieter schmälert.
Die Kombiwette multipliziert die Quoten mehrerer Einzeltipps zu einer Gesamtquote: zwei Spiele zu 2,10 und 1,80 ergeben eine Kombiquote von 3,78. Ein 50-€-Einsatz bringt dann 189 € brutto. Kombis lohnen, weil eine hohe Quote aus zwei moderaten Tipps entsteht. Sie kosten, weil jeder Tipp gewinnen muss — bei zwei Spielen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass beide aufgehen, deutlich unter der Wahrscheinlichkeit eines Einzeltips. Wer viele Märkte zu einer Kombi zusammenfasst, spielt zunehmend gegen die Marge des Buchmachers.
Die Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen aus einem Tippset zu bilden, sodass auch dann etwas gewonnen wird, wenn nicht alle Tipps aufgehen. Beim „2 aus 3“ etwa werden aus drei Tipps alle möglichen Zweierkombis gebildet; gewinnen zwei von drei Tipps, gibt es eine Auszahlung. Der Einsatz vervielfacht sich entsprechend, der effektive Risikoausgleich wird bezahlt durch eine insgesamt niedrigere Auszahlungsquote als bei einer voll getroffenen Kombiwette.
Live-Wetten und das Problem der angebrochenen Märkte
Live-Wetten werden ab Anpfiff angeboten, beim Afrika-Cup typischerweise erst ab dem ersten Spiel. Die Quote ändert sich minütlich nach Toren, Karten und Ballbesitz. Wer live tippt, wettet auf eine Situation, die der Buchmacher ähnlich modelliert hat wie der Markt selbst — Live-Quoten tragen deshalb eine höhere Marge als Vorab-Quoten, weil mehr Ungewissheit im Preis steckt.
Wichtig für die Regel: Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf „nächstes Ereignis“ erlaubt, also nächste Tore in einem Spiel, nächster Satz in Tennis — nicht jede einzelne Aktion. Ein Wettanbieter, der während eines Spiels jeden Ballbesitzwechsel marktgängig macht, hat die deutsche Erlaubnis überschritten. Genau das ist der Grund, warum einige wenige Häuser das Live-Programm für Afrika-Cup-Spiele in Deutschland schmaler halten als der internationale Anbieter desselben Konzerns.
Torschützen, Handicap, „wer kommt weiter“
Spezialmärkte beim Afrika-Cup sind in der Regel Torschützenkönig-Wetten, „erster Torschütze des Turniers“, „Top-Torschütze eines Spiels“ und „jederzeitiger Torschütze“. Diese Märkte werden vor Turnierstart gesetzt und oft während des Turniers ausgewertet. Sie sind schwer zu tippen, weil Verletzungen und Rotation die Wahrscheinlichkeit verschieben.
Handicap-Wetten gleichen einen Favoriten aus: Das starke Team startet mit einem virtuellen Rückstand. Ein asiatisches Handicap von −0,5 bedeutet, dass das favorisierte Team gewinnen muss, ohne Unentschieden-Toleranz. Bei Afrikas ausgeglichenen Gruppen sind Handicaps ein Weg, attraktive Quoten zu bekommen, ohne die Komplexität einer Kombiwette auf sich zu nehmen. Die Quote wird daran angepasst, dass das Handicap die Wahrscheinlichkeit des Favoriten verkleinert.
„Wer kommt weiter“ ist im K.-o.-System die einzige Wettart, die kein Unentschieden kennt — entweder eine Mannschaft zieht weiter oder die andere. Die Quote reflektiert die reguläre Spielzeit plus Verlängerung und Elfmeterschießen. Diese Wette kostet den Buchmacher mehr Modellierung als die einfache 1X2, deshalb ist die Marge oft höher.
Wie eine 1X2-Quote wirklich entsteht: das Beispiel
Wer das erste Mal auf Afrika-Cup-Spiele tippt, sieht eine 1X2-Quote und fragt sich, warum sie so ist, wie sie ist. Eine Beispielrechnung hilft, das Prinzip zu verstehen — die konkreten Zahlen sind illustrativ, nicht Anbieter-zitiert:
Angenommen ein Buchmacher setzt für ein ausgeglichenes Spiel die Quoten Heimsieg 2,10 · Unentschieden 3,40 · Auswärtssieg 3,60. Was im Preis steckt, lässt sich nachrechnen. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) ≈ 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,4 %. Das heißt: Etwa 95 % der Einsätze werden im Schnitt ausgeschüttet, etwa 4,6 % behält der Buchmacher als Marge. Die 4,6 % sind keine Gebühr, sondern eine Spanne, die sich über das Marktvolumen finanziert und in jede Quote eingebaut ist — beim Favoriten weniger, beim Außenseiter mehr, beim Unentschieden oft am höchsten, weil das Unentschieden am schwersten zu modellieren ist.
Das ist die Grundregel jeder Quote: drei Preise für drei mögliche Ergebnisse, und der Buchmacher hat einen kleinen Puffer eingebaut. Wer Quoten vergleicht, vergleicht diesen Puffer. Wer versteht, wie er entsteht, versteht, warum scheinbar „kostenlose“ Live-Quoten nie umsonst sind.
Wie ein K.-o.-Spiel im Wettschein gewertet wird
Die Frage, ob bei einer Wette auf ein K.-o.-Spiel die Verlängerung zum Ergebnis zählt, ist keine Geschmacks-, sondern eine Definitionsfrage. In Deutschland gilt: Wer auf den 1X2-Markt eines K.-o.-Spiels tippt, wettet in der Regel auf das Endergebnis nach 90 Minuten (zzgl. Nachspielzeit). Verlängerung und Elfmeterschießen bleiben für das Wettergebnis unberücksichtigt. Der Buchmacher, der die Auswertung vornimmt, dokumentiert das in seinen Regeln — und wer dort nachschaut, bevor er seinen Schein abgibt, kann vermeiden, dass eine Wette als verloren gilt, obwohl das favorisierte Team am Ende weitergezogen ist.
Eine eigene Wettart für K.-o.-Spiele lautet „Heimteam steigt auf / Auswärtsteam steigt auf“. Diese Märkte zählen das Endergebnis inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen und sind im Spielplan ab dem Achtelfinale verfügbar. Wer auf den Einzug ins Finale setzt, sollte diese Wettart nehmen, wer das Spiel nach 90 Minuten tippen will, bleibt bei der 1X2.
Sonderregelung bei Spielabbruch: Wird ein Spiel abgebrochen und nicht fortgesetzt, stornieren die meisten Anbieter den Markt und geben den Einsatz zurück — es sei denn, das Ergebnis steht schon vor Abbruch fest, etwa bei einer bereits entschiedenen K.-o.-Partie. Wer sich unsicher ist, prüft die jeweiligen Auswertungsregeln des Anbieters, bevor er tippt.
Welche Wettanbieter für Afrika-Cup-Wetten infrage kommen
Die folgenden zehn Anbieter haben alle eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und stehen auf der GGL-Whitelist. Was hier beschrieben wird, sind die Eigenheiten, die sie in Spielprogramm, Live-Angebot oder Marktbreite voneinander unterscheiden — nicht ihre Bonusregeln, die tagesaktuell sind und auf der Anbieterseite stehen.
bet365 — der Marktführer im Live-Programm
bet365 wird auf der Whitelist von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta gehalten, die Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis 27.12.2022. Das Live-Programm ist breit: Cash-Out und ein Wettkonfigurator gehören zum Standard, dazu Live-Streams bei ausgewählten Spielen. Wer beim Afrika-Cup viele Märkte pro Spiel will, findet sie hier typischerweise am schnellsten — wobei „viele“ auch „teurer in der Marge“ heißt, weil mit der Tiefe des Programms die Komplexität für den Buchmacher steigt. Für Wenigtipper mit kleinen Einsätzen ist das weniger entscheidend als für Vieltipper, die das Live-Segment tatsächlich nutzen.
AdmiralBet — der österreichische Markenkern mit deutscher Plattform
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, mit Erlaubnis seit 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit 28.09.2022. AdmiralBet bringt das österreichische Novomatic-Umfeld mit, das Wettprogramm ist solide auf Fußball fokussiert, andere Sportarten sind dünner. Wer auf afrikanische Spiele setzt, sollte vorab prüfen, ob die Märkte gelistet sind — bei Wettanbietern mit österreichischer Konzernmutter ist die Programmbreite für afrikanische Nationalmannschaften mal breit, mal schmal.
Sportingbet — breites Wettprogramm mit Konfigurator+
Sportingbet, gehalten von der Sportingbet (Deutschland) Limited, Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022. Das Angebot umfasst einen „Konfigurator+“ für kombinierte Auswahlen und Live-Wetten, dazu die Sportarten Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Beim Afrika-Cup ist relevant, dass die Konzernmutter historisch britisch geprägt ist und entsprechend viele Märkte pro Spiel listet — wobei Live-Tiefe und Quotenniveau je nach Anlass stark schwanken.
Interwetten — der österreichische Klassiker
Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta hält Interwetten mit Erlaubnis seit 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Interwetten gehört zu den ältesten Online-Wettanbietern überhaupt, das Programm ist konservativ, die Quoten liegen oft in der breiten Mitte des Marktes. Beim Afrika-Cup-Tippen ist Interwetten für jene Spieler interessant, die einen geradlinigen Wettschein ohne ausufernde Marktvielfalt suchen.
ODDSET — der deutsche Klassiker mit langer Historie
Die ODDSET Sportwetten GmbH ist Inhaberin der Erlaubnis vom 18.11.2020, mit Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022. ODDSET ist die deutsche Traditionsmarke unter den staatlich lizenzierten Anbietern, war vor der Regulierungswelle 2020/21 schon im stationären Vertrieb präsent. Das Wettprogramm ist solide auf Fußball fokussiert, mit klassischer 1X2-Mehrheit. Wer auf Afrika-Cup-Spiele tippt und keinen Wert auf Live-Tiefe legt, hat hier einen verlässlichen Anbieter mit voller deutscher Aufsichtsbindung.
Betway — Cash-Out, Konfigurator+ und starke Live-Sektion
Betway Limited hält Betway mit Erlaubnis seit 09.03.2021 und Folgeerlaubnis 23.12.2022. Das Cash-Out-Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, der Cash-Out-Betrag kann vollständig oder teilweise ausgezahlt werden. Dazu kommt der Wettkonfigurator für Fußballspiele; Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Beim Afrika-Cup bietet Betway solide Live-Sektion, oft mit der Möglichkeit, eine laufende Wette vor dem Ende zu schließen — was nicht immer günstig ist, weil der Cash-Out-Preis unter dem fairen Wert liegt.
Tiptorro — die deutsche Plattform mit Malta-Hintergrund
Tiptorro wird von der Torro Tec Limited (Malta) gehalten, Erlaubnis seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Tiptorro beschreibt sich selbst als von der GGL zugelassener Sportwettenveranstalter. Die Plattform wirbt deutschsprachig und konzentriert sich stark auf Fußball, Live-Wetten sind möglich, das Programm ist eher schmal als breit. Wer den Namen Tiptorro zum ersten Mal hört, hat es hier mit einer jüngeren Plattform zu tun, die ihre Märkte nach den populären europäischen Ligen sortiert — Afrika-Cup taucht typischerweise als Zusatzkategorie auf.
888sport — der internationale Konzern mit deutscher Plattform
Die 888 Germany Limited hält 888sport mit Erlaubnis seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022. Die Konzernmutter ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. 888sport ist Teil eines größeren Glücksspielkonzerns, das Wettprogramm ist auf Fußball fokussiert, mit etablierten Märkten und mäßiger Marktbreite. Wer auf Afrika-Cup-Spiele tippt, findet hier ein solides Grundangebot; die Plattform wirkt eher zurückhaltend als überbordend.
DAZN Bet — die Sport-Streaming-Marke mit Wettangebot
Die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, hält DAZN Bet mit Erlaubnis seit 22.08.2023 — der jüngste Erlaubnisstichtag in dieser Liste. DAZN Bet profitiert von der Markenverwandtschaft zum Sport-Streaming-Anbieter, was bei Live-Streams afrikanischer Spiele praktisch sein kann. Das Wettprogramm ist neu aufgebaut, der Fokus liegt auf Fußball-Events mit medialer Begleitung. Beim Afrika-Cup 2027 könnte das ein Vorteil sein, sofern DAZN die Übertragungsrechte hält — derzeit ist das nicht garantiert.
VBet — der osteuropäische Newcomer
Die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, Portomaso, St. Julian’s, Malta, hält VBet mit Erlaubnis seit 05.12.2023 — auch sie eine der jüngeren Erlaubnisse in dieser Liste. VBet bringt Erfahrung aus osteuropäischen Märkten mit, das Wettprogramm ist breit auf Fußball ausgerichtet, Live-Wetten sind verfügbar. Beim Afrika-Cup-Tippen sollte man prüfen, ob die Märkte in voller Breite gelistet sind.
Was die Wettsteuer konkret kostet und wer sie trägt
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter der Wette, also dem Buchmacher, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung — und genau hier unterscheiden sich die Häuser.
Wie die Steuer in der Quote landet
Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab: Wer 50 € tippt, von dem werden 2,65 € einbehalten, effektiv gesetzt werden 47,35 €. Andere Anbieter kürzen die Quote: Aus einer Quote 2,10 wird rechnerisch 2,10 × (1 − 5,3 %) ≈ 1,99, der Einsatz bleibt nominell 50 €. Wieder andere Anbieter werben mit Steuerübernahme und behalten Brutto-Quote sowie Brutto-Einsatz, was den Gewinn nach Steuern für den Spieler erhöht. Welche Variante ein Anbieter nutzt, schreibt dieser in seine AGB; in den Quoten ist es oft nicht direkt sichtbar.
Was das praktisch heißt: 50 € auf Quote 2,10 bringen bei Steuer-vom-Einsatz-Modell rund 105 € brutto abzüglich 2,65 € = 102,35 € zurück, bei Quote-gekürztem Modell liegt der Brutto-Rückfluss bei rund 99,60 € (50 × 1,99). Bei Steuerübernahme sind es die vollen 105 €. Dieser Unterschied ist auf den ersten Blick klein, entscheidet aber auf Dauer, ob ein Anbieter bei einem reinen Margenvergleich wirklich vorne liegt — eine nominell bessere Quote kann durch die Steuerweitergabe schlechter liegen als eine nominell schlechtere Quote mit Steuerübernahme.
Welche Wetten unter die Steuer fallen
Die Steuer fällt auf jede Wette mit deutscher Erlaubnis, einschließlich Live-Wetten, Kombiwetten und Systemwetten. Einzelne Anbieter nehmen bestimmte Wettarten von der Steuer aus — etwa Live-Wetten oder Spezialmärkte — und tragen die Steuer selbst. Das ist keine generelle Marktlinie, sondern eine Einzelentscheidung des Anbieters, die er in der Regel auf der Startseite oder im Hilfecenter kommuniziert.
Was die Steuer nicht ist: Sie ist keine Lizenzgebühr, kein Qualitätsmerkmal und kein Beweis für eine deutsche Erlaubnis. Auch ein nicht lizenzierter Anbieter könnte die Steuer formal abführen — steuerlich korrektes Verhalten ist nicht gleich rechtlich korrektes Verhalten. Wer in Deutschland whiteliste Anbieter wettet, hat das aus einem anderen Grund: weil dort OASIS, LUGAS und Auszahlung nach Insolvenz gesetzlich garantiert sind.
Wie die Rechtslage in Deutschland aussieht
Seit 1. Juli 2021 gilt der neue Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021), der die Erlaubnis für Sportwetten bundesweit einheitlich regelt. Eine einzelne Anbieter-Erlaubnis gibt es seither nur noch von der GGL. Wer in Deutschland Sportwetten vermittelt oder organisiert, braucht diese Erlaubnis (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Wer ohne sie anbietet, macht sich wegen unerlaubten Glücksspiels strafbar (§ 284 StGB).

Erlaubnis, Whitelist und ihre Reichweite
Die Erlaubnis wird vom GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 erteilt. Sie gilt jeweils für die Domain, die der Erlaubnisinhaber betreibt — eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, das wird in der Praxis oft verwechselt. Die GGL führt die Whitelist (§ 9 Abs. 8), auf der alle erlaubten Anbieter mit Domain, Erlaubnisinhaber und Erlaubnistag verzeichnet sind. Stand 02.10.2026 listet die Whitelist 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter.
Für Spieler gilt: Wer auf der Whitelist wettet, wettet legal. Wer auf einer nicht gelisteten Domain wettet, wettet nicht legal — auch dann nicht, wenn der Anbieter eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta vorweist. Diese Lizenzen sind für den deutschen Markt irrelevant; eine Malta-Lizenz ist die Lizenz des Sitzstaates und kein Marktzugang für Deutschland. Die GGL hat im September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.
Was auf der Erlaubnis steht und was nicht
Der Erlaubnisbescheid deckt das vom GGL genehmigte Sportwettprogramm ab (§ 21 Abs. 5). Er deckt kein Casino-Spiel und kein virtuelles Spiel ab, weil diese eigenen Erlaubnisregeln folgen. Er deckt Wetten auf Esports nicht ab, weil Esports vom GGL nicht als Sport anerkannt ist — wer in Deutschland legal auf Esports wetten will, hat aktuell keine Erlaubnisgrundlage. Was die Erlaubnis ebenfalls nicht umfasst: Wetten auf Sportereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateure (in der Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder Sanktionen. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nach dem GlüStV nicht zulässig.
Zivilrechtliche Folgen und die Tipico-Vorlage beim EuGH
Eine Wette, die ohne deutsche Erlaubnis zustande kommt, ist nach § 134 BGB nichtig. Daraus entstanden in den vergangenen Jahren zivilrechtliche Rückforderungsprozesse: Spieler, die auf nicht lizenzierten Plattformen verloren hatten, klagten auf Rückzahlung. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit entgegensteht — ein Verfahren, bei dem es um die Rückforderung von mehr als 3.700 € an einen Tipico-Kunden für Wetten aus den Jahren 2013 bis 2018 geht. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, nicht lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten. Das Urteil des EuGH steht noch aus. Wer daraus einen Anspruch für die eigene Wette ableiten will, sollte die Lage nicht überbewerten — die Schlussanträge sind kein Urteil.
Wer bar zahlt, zahlt ohne Sicherheit
Wer auf einer Offshore-Plattform wettet, ist nicht über OASIS gegen Parallelspielsucht geschützt, ist nicht an LUGAS mit seinem Einzahlungslimit gebunden, hat keinen Auszahlungsanspruch nach Insolvenz und kann seine Verluste vor deutschen Gerichten — vielleicht — zurückholen. Wer auf einer Whitelist-Plattform wettet, gibt einen Teil seiner Anonymität ab (Verifizierung ab Tag 1 oder 72-Stunden-Frist), hat dafür aber die gesetzlichen Schutzmechanismen. Diese Abwägung gehört in jede Entscheidung über die Anbieterwahl. Die Whitelist ist nicht der einzige relevante Punkt, aber sie ist der Einstiegspunkt.
Was Spieler mit Blick auf den Afrika-Cup selbst beachten sollten
Ein Kontinentalturnier ist eine besondere Wettsituation: Die Spiele stehen in einer geballten Phase, Spieler sind frustriert oder euphorisiert, der Wettschein wandert schnell durch das Smartphone, und das monatliche Budget ist in ein paar Tagen weg. Wer das nicht will, setzt sich vor Turnierstart ein Limit und hält sich daran — wer im Spielmodus auf eine Live-Wette tippt, ohne den festen Rahmen zu kennen, wettet am Ende mehr, als er geplant hatte.
Einzahlungslimit und Sperrdatei
Jeder lizenzierte Anbieter führt ein einheitliches Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, das über die LUGAS-Limitdatei für alle Anbieter zusammen gilt. Wer mehr einzahlen will, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Heraufsetzung greift erst nach 7 Tagen, eine Senkung sofort. Diese Architektur wurde mit dem GlüStV 2021 eingeführt, um den parallelen Mehrfach-Spielsucht-Schutz zu stärken.
Wer sich selbst aussperren will, nutzt OASIS: Die Sperrdatei wird bei Registrierung und Anmeldung geprüft und gilt für alle Whitelist-Anbieter. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum benennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer heute auf Afrika-Cup-Wetten verzichten will, weil er Bedenken hat, kann sich über jedes lizenzierte Sportwetten-Anbieter-Konto in OASIS eintragen lassen.
Parallelspiel und Sofortsperre
Die Aktivitätsdatei (§ 6h GlüStV) sorgt dafür, dass ein Spieler nicht gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv sein kann. Wer auf einem Anbieter live wettet, kann auf einem zweiten parallel nicht tippen — eine Funktion, die in der Praxis wenig sichtbar ist, aber als Schutzmechanismus dient. Wer sich aus einer Live-Wette selbst ausbremsen will, nutzt den Panikbutton (§ 6i Abs. 3): Er löst eine 24-Stunden-Sperre aus, die sofort greift.
Diese drei Mechanismen — Einzahlungslimit, Sperrdatei, Sofortsperre — sind die Werkzeuge, die der GlüStV 2021 jedem Spieler an die Hand gibt. Sie wirken nur bei Anbietern, die mit LUGAS, OASIS und der Aktivitätsdatei verbunden sind. Offshore-Anbieter sind es nicht; wer dort wettet, verzichtet auf jede dieser Schranken.
Wie eine Auszahlung in der Praxis läuft
Gewinne werden nach dem offiziellen Ende eines Spiels ausgezahlt. Wer auf den Afrika-Cup tippt und nach dem Spielende seinen Wettschein prüft, sieht den Gewinn im Wettkonto. Auszahlungen laufen über das vom Anbieter angebotene Zahlungsportfolio — Überweisung, Kreditkarte, E-Wallet, gegebenenfalls Kryptowährungen, wobei Letzteres nur bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis anzutreffen ist, weil das Geldwäschegesetz anonyme Zahlungsmittel ausschließt. Das Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Restguthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt.
Wann ein Tipp als verloren gilt, obwohl das Team weiterkommt
Bei K.-o.-Spielen zählt für die 1X2-Wette (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) das Ergebnis nach 90 Minuten. Verlängerung und Elfmeterschießen fließen in diese Wette nicht ein. Wer nach der regulären Spielzeit auf „Unentschieden“ tippt und die Mannschaft zieht im Elfmeterschießen weiter, hat seine Wette trotz des Weiterkommens verloren. Genau deshalb wird „wer kommt weiter“ als eigene Wettart angeboten — eine Wette, die das Endergebnis inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen zählt.
Steuern, Quoten und die Frage nach dem „besten Anbieter“
Wer nach dem „besten Wettanbieter“ für Afrika-Cup-Wetten sucht, sucht meist nach drei Dingen gleichzeitig: der höchsten Quote, dem breitesten Marktangebot und der niedrigsten Steuerlast. Kein Anbieter ist in allen drei gleichzeitig top. Anbieter A hat eine hohe Quote, aber Steuer-vom-Einsatz-Modell. Anbieter B hat ein breites Live-Programm, aber mäßige Vorab-Quoten. Anbieter C übernimmt die Steuer, hat aber ein schmaleres Afrika-Cup-Angebot.
Was eine „bestmögliche Quote“ wirklich heißt
Wer ein bestimmtes Spiel tippen will, vergleicht die 1X2-Quoten. Beispielrechnung, wieder illustrativ: Anbieter A bietet 2,20 / 3,40 / 3,30, Anbieter B bietet 2,15 / 3,50 / 3,40. Auf den ersten Blick ist A vorne. Rechnet man die Steuerweitergabe mit ein, kann B effektiv besser liegen. Wer Quoten vergleicht, vergleicht das, was am Ende auf seinem Wettschein ankommt — und das ist nach Steuern.
Die Berechnung der Margen erlaubt einen sauberen Vergleich: Anbieter A mit 2,20 / 3,40 / 3,30 hat eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/2,20 + 1/3,40 + 1/3,30) ≈ 94,0 %, also 6,0 % Marge. Anbieter B mit 2,15 / 3,50 / 3,40 hat eine Auszahlungsquote von etwa 94,2 %, also 5,8 % Marge. B ist 0,2 % günstiger für den Spieler, A nominell bei der höchsten Quote. Wer die Einzelquote anschaut, sieht A vorne. Wer die Marge rechnet, sieht B vorne.
Auf Dauer gewinnt die niedrigere Marge, weil sie weniger Verlust pro Wette bedeutet. Auf eine Wette sieht das nach Pfennigen aus, über hundert Wetten summiert sich das. Wer das einmal verstanden hat, weiß, warum Buchmacher mit konstant niedriger Marge und ohne hohe Boni langfristig das bessere Verhältnis haben.
Warum ein Bonus nicht immer das billigste Angebot ist
Willkommensboni, Gratiswetten und Quotenboosts werden vom Anbieter beworben, und der Werbecharakter verschleiert, was sie wirklich kosten. Eine 100 %-Bonus-Formel heißt nicht, dass der Spieler das Bonusgeld in voller Höhe behält — sie heißt, dass der Bonus an Umsatzbedingungen geknüpft ist, oft mit Mindestquote und Frist. Eine Gratiswette ist nicht 50 € geschenkt, sondern 50 € als Wetteinsatz, deren Reinerlös nach erfolgreichem Tipp und abzüglich der Wettsteuer als Bonusgeld oder Echtgeld gutgeschrieben wird.
Wer die Bonusregeln liest, bevor er sie annimmt, schützt sich vor dem häufigsten Fehler: ein Bonus wirkt umsatzfreundlich, ist aber an eine Mindestquote von 2,00 oder eine 5-fache Umsetzung in 7 Tagen gebunden — was praktisch heißt, dass der Spieler fünfmal so viel umsetzen muss, wie er eingezahlt hat, in einer Woche. Wer das schafft, hat statistisch bereits den größten Teil seiner Marge verloren.
Wer „0 % Wettsteuer“ bewirbt, übernimmt nicht zwingend alle Steuern
Winamax bewirbt im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus dem Zeitraum 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der das Unternehmen bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Studie ist eine Werbeaussage, kein Qualitätsnachweis. Wer einen Anbieter mit Steuerübernahme wählt, sollte die Bedingungen dieser Übernahme prüfen — manche Anbieter übernehmen die Steuer nur bei ausgewählten Märkten oder nur für Neukunden, andere nur bei Live-Wetten.
Was eine breite Marktliste über die Tiefe sagt
Ein Anbieter mit 150 Märkten pro Afrika-Cup-Spiel hat nicht automatisch die besseren Quoten. Marktbreite ist Folge einer Sportwetten-Modellierung, die mehr Annahmen über Wettverhalten abbildet — Handicap-Varianten, Spielerwetten, Kombispezialmärkte. Wenn diese Märkte dünn bespielt werden, hilft der Quote der Anbieter, die Marge zu verbreitern. Wer nur einen Teil dieser Märkte tatsächlich nutzt, ist mit einem Anbieter mit schlankerem Programm und niedrigerer Marge oft besser bedient.
Welche Anbieter sich an wen richten
Was beim Afrika-Cup die Anbieterwahl mitprägt, ist die Frage, was ein Spieler vom Turnier erwartet:
- Wer viele Live-Wetten während des Turniers platzieren will, achtet auf eine breite Live-Sektion und einen funktionierenden Cash-Out.
- Wer vor Turnierbeginn auf Turniersieger und Gruppensieger tippt, achtet auf eine breite Vorab-Marktliste und auf akzeptable Quoten für Außenseiter.
- Wer Kombiwetten mit mehreren Spielen baut, achtet auf eine gute Kombiquoten-Berechnung und auf eine ausreichende Auszahlungsquote.
- Wer kleine Einsätze tätigt, achtet auf Mindesteinsatz, Auszahlungsgebühren und Zahlungsweg-Komfort.
- Wer höhere Einsätze plant, achtet auf das individuelle Einzahlungslimit (siehe Abschnitt zu LUGAS) und auf die Umsetzungsgrenzen für Boni.
Diese Kriterien sind nicht alle auf einer Seite verglichen — sie sind Teil der eigenen Auswahl, die jeder Spieler vor Turnierbeginn für sich trifft.
Was ein Afrika-Cup-Tipp konkret bringt
Wer sich zum ersten Mal an Afrika-Cup-Wetten versucht, sollte die einfachen Regeln kennen, bevor er kombiniert:
Schritt eins: Anbieter wählen
Wer noch kein Konto hat, wählt einen Anbieter aus der folgenden Tabelle. Wer dort nicht steht, hat keine Erlaubnis für deutsches Glücksspiel. Prüfung gegen die GGL-Whitelist dauert zwei Minuten. Prüfung der Bonusbedingungen dauert etwas länger — je nach Anbieter mehr.
Schritt zwei: Konto eröffnen und verifizieren
Die Kontoeröffnung bei einem Whitelist-Anbieter ist mit einer Identitätsprüfung verbunden (§ 6a GlüStV). Wer nicht innerhalb von 72 Stunden verifiziert, darf maximal 100 € einzahlen und keine Auszahlung vornehmen. Die Verifizierung läuft per Video-Ident, Ausweis-Upload oder PostIdent. Nach erfolgreicher Prüfung greift das volle Einzahlungslimit.
Schritt drei: Einzahlung mit Bedacht
Die erste Einzahlung sollte sich am geplanten Monatsbudget orientieren, nicht an der Höhe eines Bonus. Wer plant, im Mai 2027 250 € zu setzen, zahlt 250 € ein, nicht den Höchstbetrag von 1.000 €. Eine Über-Quote von „mehr Geld für mehr Wetten“ ist meistens der Einstieg in eine Verlustphase.
Schritt vier: Markt auswählen
Vor Turnierbeginn: Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig. Während der Gruppenphase: 1X2 pro Spiel, beide Teams treffen, über/unter Tore. Während der K.-o.-Runde: „wer kommt weiter“ und 1X2 nebeneinander. Live-Wetten ab Achtelfinale sind möglich, erfordern aber einen festen Rahmen.
Schritt fünf: Auszahlung planen
Wer sich vor Turnierbeginn ein Gewinnziel setzt, gibt sich eine Auszahlungs-Disziplin. Wer auf dem Wettkonto nach Siegen aufgestautes Guthaben hat, sollte es auszahlen, bevor er die nächste Wette platziert — der Auszahlungsbetrag ist realer Gewinn, der Wettschein ist möglicher Gewinn. Diese Trennung fällt vielen Spielern schwer, sie ist aber der wichtigste Schritt gegen Verlust-Auflauf.
Was diese Seite zusammenfasst
Wer auf den Afrika-Cup wetten will, hat in Deutschland zehn erlaubte Anbieter zur Auswahl. Die Tabelle mit den zehn Anbietern listet sie nach Erlaubnisstand, weil dieser eine Aussage über die Whitelist-Position trifft und über die Jahre, in denen der Anbieter unter deutscher Aufsicht gearbeitet hat. Andere Auswahlkriterien — Quoten, Märkte, Bonus, Live-Sektion, Mobile-App — sind abhängig vom eigenen Spielverhalten und vom Vergleich der Anbieter untereinander, der in diesem Überblick bewusst offen bleibt.
Wichtig bleibt das Mindestmaß: Wer auf einer nicht gelisteten Domain wettet, hat keine deutsche Erlaubnis und damit keinen Zugriff auf OASIS, LUGAS und Insolvenzschutz. Wer auf einer gelisteten Domain wettet, gibt etwas Anonymität ab, bekommt aber ein gesetzliches Sicherheitsnetz. Wer das Turnier falsch zeitlich verortet und nach „Afrika-Cup 2026“ sucht, sollte wissen: 2025 lief gerade aus, 2027 beginnt erst — die Wette ist eine Qualifikations-, Test- oder Freundschaftsspielwette, bis zum ersten AFCON-Spiel des nächsten Zyklus.
Wer auf Afrika-Cup-Wetten verzichten will, weil das Turnier im aktuellen Jahr nicht stattfindet, der findet in der Breite seines Buchmachers ohnehin eine ganze Reihe an Wettbewerben, in denen die african teams spielen — Confederations-Cup-Qualifikation, WM-Qualifikation, regionale Wettbewerbe wie CHAN und CECAFA Senior Challenge Cup. Wer nur deshalb nach Afrika-Cup-Wetten sucht, weil er etwas „Afrikanisches“ tippen will, sollte sich entweder gedulden oder das Wettprogramm seines Anbieters nach Alternativen durchsuchen.
Drei Sätze für den schnellen Vergleich
Wer die wichtigsten Punkte auf einen Blick will:
- Eine deutsche Erlaubnis ist Pflicht: Wer auf einer nicht gelisteten Domain wettet, wettet nicht legal.
- Bei K.-o.-Spielen zählt das Ergebnis nach 90 Minuten für die 1X2-Wette, für „wer kommt weiter“ das Gesamtergebnis inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen.
- Die Sportwettensteuer beträgt effektiv etwa 4,75 % des Einsatzes — der Anbieter entscheidet, wie er sie weitergibt.
Häufig gestellte Fragen
Findet 2026 ein Afrika-Cup statt?
Nein, im Veröffentlichungsjahr findet keine Ausgabe statt. Die letzte Austragung fand in Marokko statt; das nächste Turnier ist für 2027 geplant. Eine Wette „Afrika-Cup 2026“ ist ein Wetten auf das aktuelle Spielprogramm oder eine zukünftige Ausgabe, die noch nicht begonnen hat. Eine reguläre Erlaubnis behält ihre Gültigkeit unabhängig vom Turnierkalender — wer auf einen Afrika-Cup wetten will, muss den Anbieter wechseln oder das laufende Spielprogramm nutzen.
Wann und wo findet der Afrika-Cup 2027 statt?
Der Afrika-Cup 2027 ist für den Zeitraum 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Drei Länder teilen sich die Austragung, 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Sechs Vierergruppen werden ausgelost, die beiden Gruppenersten und die besten vier Gruppendritten steigen ins Achtelfinale auf, ab dort K.-o.-System bis zum Finale.
Welche Wettarten werden bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System angeboten?
Das Standardprogramm umfasst Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig, 1X2 pro Spiel, beide Teams treffen, über/unter Tore, Handicap sowie Spezialwetten auf einzelne Spieler. Im K.-o.-System wird das Ergebnis nach 90 Minuten gewertet, weshalb eine eigene „wer kommt weiter“-Wette angeboten wird, die Verlängerung und Elfmeterschießen einbezieht. Live-Wetten sind ab Anpfiff möglich, allerdings nur auf das Endergebnis oder „nächstes Ereignis“ — also nächster Treffer im Fußball, nächster Satz in Tennis. Wer auf Kombi-Wetten setzt, kombiniert mehrere Einzelmärkte zu einer höheren Gesamtquote, was die Marge addiert.
Gilt bei einer Wette auf ein K.-o.-Spiel das Ergebnis nach 90 Minuten oder nach Verlängerung?
Die 1X2-Wette auf ein K.-o.-Spiel wertet das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschießen zählen in diese Wette nicht ein. Wer auf den Sieger eines K.-o.-Spiels tippen will, sollte die Wettart „wer kommt weiter“ wählen, die das Gesamtergebnis inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen zählt. Bei Spielabbruch ohne Fortsetzung stornieren die meisten Anbieter die Wette; Ausnahmen regelt jeder Anbieter in seinen Auswertungsbestimmungen.
Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis hat?
Die einzige verlässliche Quelle ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie listet jeden erlaubten Anbieter mit Domain, Erlaubnisinhaber und Erlaubnistag. Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist für den deutschen Markt irrelevant. Wer auf einer Domain wettet, die nicht auf der Whitelist steht, wettet auf eine nicht erlaubte Plattform — auch wenn der Anbieter Werbung mit Bonus oder Quoten macht.
Was bleibt von einem Gewinn nach der Wettsteuer von 5,3 % übrig?
Die Wettsteuer beträgt effektiv etwa 4,75 % des Einsatzes, weil die Bemessungsgrundlage der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist. Ob und wie sie der Anbieter weitergibt, ist seine Entscheidung — er kann sie vom Einsatz abziehen, die Quote kürzen oder sie ganz übernehmen. Wer 50 € auf Quote 2,10 tippt und der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab, bekommt rund 102,35 € zurück; wer sie von der Quote abzieht, bekommt rund 99,60 €; wer sie übernimmt, bekommt die vollen 105 €. Welche Variante ein Anbieter nutzt, steht in seinen AGB oder im Hilfecenter.
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