Neue Wettanbieter 2026: Welche Marken gerade auf den deutschen Markt kommen
Wer in diesem Jahr einen neuen Wettanbieter sucht, trifft auf eine ungewohnte Lage. Der Markt ist nicht wirklich neu, der Regulierungsrahmen dafür umso strikter: Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a GlüStV und ein Eintrag auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sind die einzigen belastbaren Merkmale, an denen sich ein Anbieter messen lässt. Wer ohne diese Erlaubnis auftritt, ist unerlaubtes Glücksspiel im Sinne des § 4 Abs. 1 GlüStV – unabhängig davon, wie seriös die Seite aussieht.

Stand: 17. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand der Liste 2. Oktober 2026.
Markteintritte 2026: Wer eine deutsche Erlaubnis hält und wer nicht
Eine neue Marke ist nicht gleich ein neuer Marktteilnehmer. Wer auf den deutschen Markt will, braucht eine Erlaubnis der zuständigen Behörde – heute, nach dem GlüStV 2021, ist das die GGL – und einen Eintrag auf deren Whitelist (§ 9 Abs. 8). Die Liste zeigt das Erstdatum der Erlaubnis und, soweit vorhanden, Folgeerlaubnisse; ein Enddatum führt sie nicht, weil das nach § 4c Abs. 1 erst nach fünf Jahren feststünde. Wer hier nicht steht, mag in Curaçao, Malta oder auf den Seychellen lizenziert sein – in Deutschland zählt das nicht.
In den letzten Monaten sind mehrere Anbieter mit deutschem Sportswetten-Permit hinzugekommen oder haben eine Folgeerlaubnis erhalten. AdmiralBet steht mit der Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, erster Erlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024 in der Liste. bet365 wird über die Hillside (Europe) ENC in Ta’Xbiex, Malta geführt. bet-at-home, NEO.bet, Betway, Interwetten, bwin, Tipico, ODDSET und bpremium sind ebenfalls eingetragen, jeder mit eigenem Erstdatum und eigener Betreibergesellschaft. Jüngere Markteintritte: Winamax, dessen Erlaubnis am 29.06.2021 erteilt und am 08.12.2022 verlängert wurde, bet3000 mit Erstdatum 22.04.2026 unter der I.B.C. Sportsbetting Limited, VBet (SCGO Limited, seit 05.12.2023), DAZN Bet (DZBT Operations Limited, seit 22.08.2023), LeoVegas (LVSports Limited, seit 21.10.2024) und Merkur Bets (Merkur Bets Malta Limited, seit 06.11.2023).
LeoVegas ist ein Sonderfall. Die Gruppe hatte ursprünglich virtuelle Automatenspiele ab 27.02.2023 im Programm und gab am 29.11.2024 den Start des Sportwettenangebots auf der deutschen Marke LeoVegas bekannt. Das ist kein klassischer Markteintritt von außen, sondern eine Erweiterung um ein Segment, das vorher nur über die Schwester Marke verfügbar war – ein neuer Wettanbieter im Wortsinn, ein neuer Marktauftritt im Whitelist-Sinn.
Drei Namen tauchen in den Suchergebnissen rund um „neue Wettanbieter“ immer wieder auf, ohne auf der Whitelist zu stehen. Sie lassen sich hier sauber einordnen: Ein Curaçao-Siegel ist keine deutsche Erlaubnis, eine Malta-Lizenz der MGA ebenfalls nicht. Die Betreibergesellschaft kann eine andere sein als die, die auf der Whitelist steht – wer über deutsche Domains spielt, sollte den Domain-Namen mit der Whitelist-Zeile vergleichen, nicht den Firmennamen. Wer „PayPal“ liest und ein deutsches Konto erwartet, sollte wissen: PayPal-Zahlungen auf lizenzierten deutschen Domains sind eine Sache, PayPal als Einzahlungsmethode bei offshore-Anbietern eine andere. Die Whitelist verschweigt Zahlungsmethoden; sie löst die Frage nur teilweise.
Die harte Linie ist einfach: Eintrag auf der Whitelist, Domain passt zur Erlaubnis, Betreibergesellschaft stimmt – dann darf der Anbieter Sportwetten in Deutschland anbieten. Ohne Whitelist ist alles andere Werbung.
Grundlagen: Wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf
Das Fundament liegt im Glücksspielstaatsvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Danach darf Sportwetten im Internet nur anbieten, wer eine Erlaubnis der zuständigen Behörde besitzt (§ 4 Abs. 1). Für bundesweite Online-Sportwetten ist seit dem Vollzug des GlüStV 2021 allein die GGL zuständig; bis dahin erteilten die Länder, das Regierungspräsidium Darmstadt etwa, eigene Erlaubnisse, die heute als Übergangslösungen unter der Whitelist weitergeführt werden.

Die Whitelist ist das einzige Werkzeug, mit dem ein Spieler prüfen kann, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat. Sie führt Domain, Betreibergesellschaft, Sitz des Unternehmens, Erstdatum und Folgeerlaubnisse auf. Wer hier nicht steht, fällt unter § 4 Abs. 1 – das ist der Tatbestand des unerlaubten Glücksspiels. Die GGL hat am 17.09.2026 Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt, weil dort weder die deutsche Erlaubnis noch die Anbindung an OASIS oder LUGAS besteht.
Wer eine Erlaubnis hat, muss sich an Vorgaben halten, die das Angebot verengen. Live-Wetten sind nur während laufender Ereignisse und nur auf bestimmte Komponenten erlaubt (§ 21 Abs. 4): das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Punkt im Tennis nein, der nächste Korb im Basketball nein, der nächste Satz im Tennis ja. Wetten auf Sportarten unterhalb der 3. Liga im Fußball gelten bei der GGL als Amateurwetten und sind nicht zulässig; ebenso Wetten auf E-Sports, weil E-Sports nach GGL-Praxis nicht als Sportart anerkannt ist. Bets auf Sportereignisse mit überwiegend Minderjährigen, auf regelwidrige Vorfälle und deren Sanktionierung sowie auf Ereignisse, deren Manipulation nahe liegt, sind nach § 21 Abs. 1a ausgeschlossen. Was bei diesen Einschränkungen bleibt, ist ein klar abgegrenztes Sportwettprogramm, das jeder Lizenznehmer betreibt – nicht alles, was ein internationaler Buchmacher anbietet.
Die Erlaubnis trägt einen Preis, der nicht auf der Werbung steht. Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Sie ist eine Steuer des Veranstalters (§ 19), nicht der Spielerin oder des Spielers; ob und wie der Buchmacher sie an die Quote anrechnet oder den Gewinn schmälert, steht in seinen AGB und ist je Anbieter unterschiedlich. Die Wettsteuer wird häufig mit der Quote verrechnet – wer mit 100 € auf eine 2,00 setzt, sieht bei einem Anbieter mit „5 % Steuer auf die Quote“ einen geringeren Auszahlungsbetrag als beim Nachbarn, der sie aus der Bruttomarge finanziert. Beide Wege sind zulässig; durchsichtig sind sie selten.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Betreiberin | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| AdmiralBet | Eingetragen, Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Eingetragen, Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) | 09.10.2020 |
| Tipico | Eingetragen, Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Eingetragen, Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| NEO.bet | Eingetragen, Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Eingetragen, Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) | 02.11.2020 |
| ODDSET | Eingetragen, ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Betway | Eingetragen, Betway Limited | 09.03.2021 |
| bpremium | Eingetragen, Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Gzira (Malta) | 09.10.2020 |
| Wettarena | Eingetragen, I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) | 09.10.2020 |
| Winamax | Eingetragen, WINAMAX SA | 29.06.2021 |
| Merkur Bets | Eingetragen, Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s (Malta) | 06.11.2023 |
| VBet | Eingetragen, SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) | 05.12.2023 |
| DAZN Bet | Eingetragen, DZBT Operations Limited, Żebbuġ (Malta) | 22.08.2023 |
| bet-at-home | Eingetragen, Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| bet3000 | Eingetragen, I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) | 22.04.2026 |
| LeoVegas | Eingetragen, LVSports Limited | 21.10.2024 |
| bwin | Eingetragen, bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) | 09.10.2020 |
| Betano | Eingetragen, Betkick Sportsbetting Limited, San Ġiljan (Malta) | – |
Die Liste führt nur Domains, die in der Whitelist-Snapshot vom 02.10.2026 stehen; die Spalte „Erlaubnis seit“ gibt das Erstdatum wieder, ohne ein Enddatum zu implizieren. Der Status eines Anbieters kann sich mit einer Folgeerlaubnis ändern, ohne dass die Whitelist das Erstdatum überschreibt – das prüft der Blick auf den Listeneintrag selbst.
Rechtslage: Wann ein Anbieter in Deutschland „legal“ ist
„Legal“ hat im GlüStV 2021 eine konkrete Bedeutung: Wer eine Erlaubnis der GGL hat und auf der Whitelist steht, ist legal. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ändert daran nichts – der GlüStV kennt kein Anerkennungsverfahren für ausländische Erlaubnisse. Die Werbung für unerlaubte Angebote ist nach § 5 Abs. 7 nur den Erlaubnisinhabern gestattet, Affiliates zahlen nicht nach Einsatz oder Einzahlung (§ 5 Abs. 6). Werbung während laufender Übertragungen eines Sportereignisses auf demselben Kanal bleibt tabu.

Die GGL beaufsichtigt und ahndet (§ 28a); die Steuer zieht das Finanzamt über die §§ 16 ff. RennwLottG ein, nicht die GGL. Steuern zahlen entbindet nicht von der Erlaubnispflicht – ein Anbieter, der seine 5,3 % abführt, ist deshalb noch lange nicht auf der Whitelist. Das ist der Grund, warum das Argument „die nehmen ja Steuer“ im Streit um die Legalität ins Leere läuft. Auch der Bundesgerichtshof hat die Frage, ob eine fehlende Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze führt, dem EuGH vorgelegt (Az. I ZR 90/23, Vorlage vom 25.07.2024). Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19.03.2026 (C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verpflichtet werden – Ausnahme nur, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht nicht durchzusetzen. Eine Garantie für den Einzelfall ist das nicht.
Zivilrechtliche Rückforderungen gibt es seit Jahren; ihre Erfolgsaussicht hängt vom Zeitraum und vom Einzelfall ab. Wer aus den Jahren 2013-2018 gegen Tipico klagt, weil damals keine bundesweite Erlaubnis bestand, hat vor dem BGH eine Vorlage erstritten, deren Ausgang offen ist. Wer heute bei einem offshore-Anbieter spielt und verliert, hat keinen deutschen Anspruch, an den er sich halten kann. Das eine schließt das andere nicht aus – die Frage ist nur, wo der Schaden liegt.
Strafrechtlich stehen das Veranstalten unerlaubten Glücksspiels (§ 284 StGB, bis zu zwei Jahre oder Geldstrafe) und das Bewerben (§ 284 StGB, bis zu ein Jahr) im Raum; das Mitspielen (§ 285 StGB, bis zu sechs Monate) ist im Gesetz, in der Praxis aber nicht das, was die Staatsanwaltschaft verfolgt. Wer sein Geld bei einem offshore-Anbieter verliert, dem droht kein Strafverfahren – aber auch keine deutsche Hand, die ihm hilft, es zurückzuholen. Die GGL geht gegen Anbieter und Werbung vor, nicht gegen einzelne Wettkunden.
Hilfe gegen Werbeauftritte ist eine eigene Baustelle. Wer eine Domain in einer Werbung sieht, kann sie mit drei Klicks gegen die Whitelist prüfen. Steht sie dort nicht, hat die GGL Beschwerdekanäle offen; dass die Behörde ausgerechnet am 17.09.2026 vor „Platincasino“ warnt, zeigt, wie ernst sie Plattformen ohne deutsche Anbindung nimmt.
Spielerschutz: OASIS, Einzahlungslimit und was jeder Anbieter halten muss
Der Schutz der Spielenden ist Teil der Erlaubnis. Eine Lizenz gibt es nicht ohne Anbindung an OASIS und LUGAS, ohne Vollzug der Altersgrenze und ohne Einhaltung des Einzahlungslimits.
Mindestalter: 18 Jahre (§ 4 Abs. 3). Wer bei der Anmeldung ein falsches Geburtsdatum angibt, hat kein Konto zu verlieren, sondern ein Vergehen zu erwarten. Vollverifikation: Pro Anbieter ein Konto, mit vollständiger Identitätsprüfung (§ 6a). Vor der Verifikation darf ein Anbieter das Spiel für maximal 72 Stunden erlauben – mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer in dieser Phase Glück hat und auszahlen möchte, muss erst die Volldokumentation durchlaufen.
OASIS – das Spielersperrsystem – ist die zentrale bundesweite Sperrdatei (§§ 8, 8a). Jeder Anbieter muss bei Registrierung und Login abfragen, ob ein Sperreintrag besteht. Eine Selbstausschluss dauert bei Wunsch mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Wer sich hat sperren lassen, wird auf anderen Domains derselben und anderer Plattformen ebenfalls abgewiesen – die Sperre ist eine Sperre, kein Höflichkeitshinweis. OASIS greift nur bei lizenzierten Anbietern; offshore-Anbieter sind angeschlossen? Nein, sie sind es nicht.
LUGAS – die Limitdatei – setzt das gemeinsame Einzahlungslimit durch (§ 6c Abs. 1). 1.000 € pro Kalendermonat ist die Obergrenze, die alle lizenzierten Anbieter gemeinsam zählen. Ein Spieler kann nicht 800 € bei Anbieter A und 800 € bei Anbieter B einzahlen – LUGAS sperrt die zweite Einzahlung, sobald das gemeinsame Konto voll ist. Ein Anbieter darf für einzelne Spielerinnen und Spieler ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 €, bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sogar bis 30.000 €, aber nur für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundinnen und Kunden. Eine Selbsterklärung reicht nicht; es braucht Einkommens- oder Vermögensnachweise. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Parallel spielen ist nach § 6h verboten – die Aktivitätsdatei verhindert, dass ein Konto bei mehreren Anbietern gleichzeitig aktiv ist. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 legt eine sofortige 24-Stunden-Sperre; wer sich in einer Wettphase selbst unterbrechen will, kann das mit einem Klick tun. Die Sperre ist keine Selbstausschluss-Sperre, sie ist eine Atempause – und sie gilt sofort.
Wer bei einem offshore-Anbieter spielt, hat keine dieser Sicherheiten. Keine OASIS-Sperre, die bundesweit greift; kein LUGAS-Limit, das die Einzahlungen zählt; keine Aktivitätsdatei, die parallele Konten unterbindet. Das ist nicht abstrakt: Wer zwei Anbieter parallel nutzt, vervielfacht sein Risiko, ohne dass es jemand bemerkt. Das Werbeversprechen „mehr Freiheit“ hat hier seinen Preis, und niemand schreibt ihn auf die Rechnung.
Zahlungen sind an Namen und Konto gebunden (§ 6b Abs. 4). Erlaubt sind nur Zahlungskonten im eigenen Namen bei Instituten, die dem Geldwäschegesetz unterliegen. Anonyme Mittel sind tabu – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten wie die Paysafecard ohne Identitätsnachweis im Anbieter-System, Cash-to-Code-Käufe ohne Kontobezug sind ausgeschlossen. Auf der Whitelist kann ein Anbieter PayPal, Apple Pay, Klarna oder Kreditkarten anbieten – die Methode selbst ist nicht reguliert, die Anbindung über ein Konto im eigenen Namen ist es. Wer „zahlt mit Bitcoin“ liest, sollte prüfen, ob die Whitelist das hergibt: Das tut sie nicht.
Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto (§ 6b Abs. 6). Wird das Konto geschlossen, ist das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren auszuzahlen (§ 6b Abs. 7). Das ist ein Versprechen, das offshore-Anbieter nicht geben und nicht geben müssen.
Boni und Freiwetten: Was die Werbung verschweigt
Die Werbung der Branche arbeitet mit starken Worten: „100 % Bonus“, „risikofreier Wettschein“, „Freiwette ohne Bedingungen“. Das Kleingedruckte räumt damit meistens gründlich auf. Eine Lizenz nach § 5 Abs. 7 ist die einzige Erlaubnis, in Deutschland überhaupt zu werben – der Inhalt der Werbung ist dadurch nicht reguliert.
Die Form, die ein Willkommensangebot bei einem lizenzierten Anbieter typischerweise annimmt: Ein Einzahlungsbonus, der die erste Einzahlung um einen vereinbarten Prozentsatz bis zu einer Obergrenze aufstockt; eine Gratiswette, deren Einsatz bei einem Verlust nicht zurückgezahlt wird; ein „risikofreier“ Wettschein, der bei Verlust als Freiwette erstattet wird – also gerade nicht in Geld. Jede dieser Formen hat eigene Rechenregeln, und jede hat eigene Tücken.
Die Umsatzbedingungen machen den Unterschied. Eine 100 €-Gratiswette ist nicht 100 € wert; sie ist weniger wert, weil der Einsatz bei einem Gewinn meistens nicht ausgezahlt wird. Bei einer Quote von 2,50 und einer Auszahlungsquote des Marktes von 92 % liegt der Erwartungswert der Gratiswette bei rund 100 € × (2,50 − 1) ÷ 2,50 × 0,92 = 55,20 €. Das ist die Statistik, die im Werbeversprechen nicht steht. Wer eine Gratiswette auf Quoten unter 2,00 einsetzt, verschenkt einen Teil des Wertes, weil die Formel mit jeder niedrigeren Quote schrumpft.
Die Mindestquote gehört in jedes Angebot. „Umsatz nur auf Wetten mit Quote 1,80 oder höher“ ist ein klassischer Satz; bei einigen Anbietern liegt sie bei 1,50, bei anderen bei 2,00. Wetten unterhalb der Mindestquote zählen nicht zum Umsatz, der Spieler merkt das erst, wenn der Bonus fast verbraucht ist und der Fortschrittsbalken sich nicht bewegt.
Fristen kommen dazu. Eine 30-Tage-Regel ist häufig; danach verfällt der Bonus samt Gewinnen. Wer nebenbei Fußball schaut und die Frist aus den Augen verliert, hat am Stichtag einen „abgelaufenen Bonus“ auf dem Bildschirm und keine Möglichkeit mehr, ihn zu nutzen.
Die Wettsteuer spielt überall mit, wo der Anbieter sie an die Quote anrechnet. Wer einen Bonus „mit 100 % auf die erste Einzahlung“ nimmt, auf die erste Wette eine 2,00 setzt und verliert, hat nicht nur den Einsatz verloren, sondern auch die erwartete Steuer mitbezahlt, die im schlechtesten Fall vom Auszahlungsbetrag abgezogen worden wäre. Das ist keine Überraschung, wenn man es weiß; ein Verlustgeschäft, wenn man es nicht weiß.
Die OASIS-Sperre, das LUGAS-Limit und das eine-Konto-pro-Anbieter-Prinzip (§ 6a) machen Mehrfachanmeldungen zur Spielerei verschiedener Boni praktisch unmöglich. Wer bei drei Anbietern gleichzeitig einen „100 % Bonus“ mitnimmt, fällt durch Parallel-Spiel-Erkennung (§ 6h), hat LUGAS-Grenzen gegen sich und riskiert die Sperre. Was im Ausland als „Bonus-Hopping“ geht, ist in Deutschland unterbunden.
Lieber lesen, bevor man annimmt. Wer einen Bonus sieht, sollte den Kleingedruckten Abschnitt öffnen, die Mindestquote, die Frist und die Liste der zugelassenen Wettmärkte suchen. Wer dort nicht liest, was er sucht, lässt die Finger davon – das ist der einzige Tipp, der im Glücksspielstaatsvertrag steht.
Zahlungen und Auszahlungsdauer: Was tatsächlich ankommt
Eine deutsche Lizenz bringt die Zahlungsmethoden mit, die der Anbieter anbieten darf – nicht die, die er anbietet. Welche Marken akzeptiert werden, ist Sache der AGB; das Gesetz schreibt nur vor, dass es Konto im eigenen Namen sein muss (§ 6b Abs. 4) und dass anonyme Mittel draußen bleiben. Paysafecard als Prepaid ohne Identitätsnachweis im System fällt damit ebenso heraus wie Kryptowährungen, die nicht an ein namensgleiches Konto gebunden sind. Welche Karten, E-Wallets und Bankmethoden im Einzelfall verfügbar sind, hängt vom Anbieter ab.
PayPal taucht in den Suchanfragen zu neuen Wettanbietern mit am häufigsten auf. Was bei lizenzierten deutschen Domains funktioniert, ist nicht die PayPal-Integration als solche, sondern die Verbindung über das eigene Konto. Wer „PayPal-Zahlung“ liest, sollte prüfen, ob die Domain auf der Whitelist steht – PayPal selbst behält sich vor, wo die Methode aktiv ist. Ohne Whitelist ist PayPal keine Garantie für Sicherheit, sondern nur ein Logo.
Die Auszahlungsdauer ist die andere Seite der Frage. Innerhalb von 24 Stunden über E-Wallet ist das Beste, was seriös angekündigt wird; Banküberweisung dauert in der Regel ein bis drei Werktage, weil die Hausbank des Spielenden dazwischenliegt. „Sofortauszahlung“ lesen sich viele Anbieter auf die Fahne; was tatsächlich ankommt, hängt vom Verifizierungsstatus und vom internen Freigabeprozess ab. Wer erst 72 Stunden ohne Volldokumentation spielt und dann auszahlen will, hat zu warten, bis die Prüfung durch ist.
Wettsteuer im Auszahlungsweg: Wer seinen Gewinn auszahlt, sieht nicht den vollen Betrag – entweder wurde die Steuer bereits an der Quote abgezogen, oder der Anbieter zieht sie vor der Auszahlung ab. Beide Wege führen dazu, dass der avisierte Betrag kleiner ankommt als das, was der Wettschein angezeigt hat. Wer den Wettschein ausdruckt und mit der Auszahlung vergleicht, sieht den Steueranteil als Differenz.
Gebührenfreiheit ist im lizenzierten Bereich die Regel, nicht das Privileg einzelner Anbieter. § 6b Abs. 7 schreibt vor, dass die Auszahlung des Restguthabens bei Kontoschließung ohne Gebühren innerhalb von fünf Werktagen erfolgt. Wer im laufenden Betrieb eine Auszahlung anfordert, sollte im AGB nachlesen, ob das Geld gebührenfrei kommt – einzelne Anbieter ziehen für schnelle Auszahlungen pauschale Beträge ab, andere nicht.
Identitätsprüfung vor Auszahlung – ein notwendiger, aber lästiger Schritt. Wer vor der ersten Auszahlung seinen Ausweis, seine Adresse und gegebenenfalls die Quelle seiner Mittel nachweisen muss, wartet zwischen 24 Stunden und drei Tagen auf die Freigabe; in dieser Zeit liegt das Geld fest. Wer bei Anmeldung gleich die Volldokumentation mitliefert, verkürzt die Wartezeit auf das, was die Bank ohnehin braucht.
AdmiralBet
Greentube Betting Malta Limited, Erlaubnis seit 09.10.2020 mit Folgeerlaubnissen 2022 und 2024 – Eintrag auf der Whitelist steht, das ist das Erste, was bei AdmiralBet zählt. Die Marke kommt aus der Novomatic-Welt; Sportwetten sind ein Standbein neben den Slots, die am 28.09.2022 eine eigene Erlaubnis bekamen.
AdmiralBet wirkt im ersten Eindruck wie ein Anbieter, der nicht durch Quotenhöhe glänzt, sondern durch Beständigkeit. Das Sportwettprogramm konzentriert sich auf klassische deutsche Zielgruppen – Bundesliga, 2. Bundesliga, Champions League, internationale Top-Ligen. Der Livewetten-Bereich folgt den Vorgaben des § 21 Abs. 4: Wette auf das nächste Tor ja, nächste Ecke nein, weil das keine zugelassene Komponente ist. Wer bei AdmiralBasketball wetten will, kann den nächsten Korb nicht tippen – diese Einschränkung gilt für alle Lizenzinhaber gleich.
Die Auszahlung erfolgt über die üblichen Wege: Banküberweisung, teilweise PayPal und Kreditkarte, je nach Verfügbarkeit. Eigene Häuser der österreichischen Muttergesellschaft (Admiral) betreiben in Deutschland eine ganze Reihe von Annahmestellen – der Online-Auftritt ist das digitale Gegenstück zu einem stationären Netz, das in Österreich verwurzelt ist.
Verdacht für wen: Wer einen Anbieter mit österreichischer Verwurzelung und stationärem Hintergrund sucht, auf den sich die Wettsteuer durchschlagen lässt, ohne dass die Quote zusammenbricht – AdmiralBet passt. Wer die höchsten Quoten im Markt sucht, schaut besser woanders hin.
bet365
Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta; Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Wer auf der Suche nach dem Quasi-Standard des deutschen Marktes ist, landet bei bet365. Die britische Marke ist nicht neu, in Deutschland aber über die Whitelist seit dem ersten Erlaubnisblock vertreten und damit ein alter Bekannter im neuen Kleid der Regulierung.
Was bet365 ausmacht, ist Tiefe, nicht Breite. Das Sportwettprogramm reicht von Fußball bis Snooker, mit Märkten, die kleinere Ligen abdecken, die andere Anbieter auslassen. Livewetten sind umfangreich und folgen der Regulierung; Cash Out ist als Funktion verfügbar, eine eigene gesetzliche Regelung dazu gibt es nicht – jeder Anbieter implementiert sie nach eigenem Ermessen, und bet365 implementiert sie weit. Wer mitten im Spiel aussteigen will, hat hier mehr Optionen als bei vielen Wettbewerbern.
Die App gehört zu den am höchsten bewerteten Sportwetten-Apps in den deutschen App-Stores; das ist eine Beobachtung, kein Werturteil, aber sie erklärt, warum bet365 in der Breite der Kundenbasis vorne liegt. Wer eine App schätzt, die nicht bei jeder kleinen Aktion ruckelt, ist hier richtig.
Die Auszahlungsdauer liegt im E-Wallet-Bereich bei rund 24 Stunden, Bankwege dauern länger. Die Wettsteuer rechnet bet365 nach eigener Darstellung an die Quote an; wer den Wettschein genau prüft, sieht den Unterschied. Wer eine Quote liest und nicht weiß, ob die Steuer drin ist, schaut in die AGB oder direkt in den Hilfetext zum Wettschein.
Verdacht für wen: Wer ein vollständiges Sportwettprogramm mit hoher Marktabdeckung, eine ausgereifte App und ein Cash-Out-Angebot sucht, das live greift, liegt bei bet365 richtig. Wer einen kleinen Anbieter mit persönlichem Service sucht, sucht vergebens.
Tipico
Tipico Co. Limited, Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan, Malta; Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022. Gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und Wolfgang Kuentzle – Tipico ist eine der Marken, die den deutschen Markt über Jahre geprägt haben, bevor es eine Erlaubnis auf Whitelist-Ebene gab.
Was Tipico ausmacht, ist Werbedruck. Die Marke ist im öffentlich-rechtlichen Fußball-Sponsoring präsent, hat eine starke Position im DACH-Raum und betreibt – das ist weniger sichtbar – eine österreichische Wurzel. In Deutschland wirbt Tipico nicht um Whitelist-Eintrag, weil es längst auf der Liste steht; was bleibt, ist der Dauerlauf gegen das Image „der Wettanbieter aus dem TV“.
Das Wettprogramm bei Tipico ist solide, ohne in jedem Bereich Spitzenquoten zu liefern. Livewetten werden im Rahmen der § 21 Abs. 4 angeboten; Cash Out ist verfügbar, Systemwetten ebenso. Wer den Auftritt schätzt, findet eine App, die auf deutschen Smartphones ihren Dienst tut.
Der BGH hat dem EuGH am 25.07.2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen aus der Zeit vor der bundesweiten Erlaubnis entgegensteht – der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. EuGH-Generalanwalt Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19.03.2026 (C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, dass Anbieter wie Tipico zur Rückzahlung verpflichtet werden – Ausnahme nur, wenn Behörden die Durchsetzung der Lizenzpflicht ausgesetzt hatten, was hier nicht der Fall war. Was diese Verfahren für Tipico und die Rückforderungen aus der Vor-Whitelist-Ära bedeuten, ist offen. Wer heute wettet, hat das nicht zu befürchten – aber das Verfahren zeigt, wie weit die zivilrechtlichen Folgen einer fehlenden Erlaubnis reichen können.
Verdacht für wen: Wer einen Marktführer aus dem DACH-Raum mit stabilem Marktauftritt, umfassendem Wettprogramm und Mainstream-App sucht, ist bei Tipico richtig. Wessen Wetteinsatz im Streitfall vor 2020 lag, wartet auf den EuGH.
Tiptorro
Torro Tec Limited, Malta; Erlaubnis seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Tiptorro ist die Online-Marke der stationären Tipico-Welt – das Impressum im App Store beschreibt den Anbieter als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter GGL-Aufsicht.
Das Wettprogramm ist im Wesentlichen das von Tipico, getrennt über zwei Domains: Tiptorro spricht die Kundinnen und Kunden an, die die Tipico-App aus dem App Store wegen interner Beschränkungen nicht installieren können oder wollen – etwa über verwaltete Geräte im Unternehmen, auf denen die Tipico-App nicht im Standard-Store verfügbar ist. Wer in einem Konzern arbeitet, der private Apps blockiert, kommt manchmal nur über die Tiptorro-Schiene ins Spiel.
Funktional sind die beiden Marken weitgehend identisch. Wer eine Quote bei Tiptorro sieht, sieht sie auch bei Tipico – die Datenflüsse laufen im Hintergrund zusammen. Der Unterschied liegt in der App-Verfügbarkeit und in der Marketing-Trennung.
Wer Tiptorro nutzt, hat keine Nachteile gegenüber Tipico, soweit es um Regulierung und Sicherheit geht. Beide Domains stehen auf der Whitelist; Betreiber ist mit der Torro Tec Limited eine andere Gesellschaft als bei Tipico, was die Frage aufwirft, ob das Vermögen im Insolvenzfall getrennt ist. Diese Frage stellt sich bei vielen Eintragungen, nicht nur hier.
Verdacht für wen: Wer auf einem Gerät arbeitet, das die Tipico-App nicht aus dem Store lädt, ist bei Tiptorro richtig – funktional gibt es keinen Unterschied, der die höhere Whitelist-Sicherheit einer anderen Domain aufwiegt.
NEO.bet
Greenvest Betting Limited; Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. NEO.bet ist einer der Anbieter, die in der ersten Welle der Whitelist-Erlaubnisse mit dabei waren und sich seitdem als mittelständische deutsche Marke positionieren.
Was NEO.bet anders macht, ist die Konzentration. Das Wettprogramm ist nicht so breit wie bei den ganz Großen, dafür aber auf eine klare Zielgruppe zugeschnitten: Bundesliga-Fans, die unter der Woche in der Champions League und am Wochenende in der 3. Liga unterwegs sind. Eine 3. Liga-Wette ist bei NEO.bet ebenso Standard wie die Bundesliga-Hauptlinie – was bei vielen Mitbewerbern nur am Rande läuft, ist hier im Zentrum.
Livewetten sind verfügbar und folgen § 21 Abs. 4. Cash Out ist als Funktion integriert, wenn auch nicht in jedem Markt. Der Wettschein hat ein einfaches Layout, das nicht versucht, jede erdenkliche Information unterzubringen.
Die Auszahlung läuft über die Standardwege: Banküberweisung, E-Wallets je nach Verfügbarkeit. Die Wettsteuer rechnet NEO.bet nach eigenen Angaben auf die Bruttomarge an, das heißt: Quoten sind netto, der Anbieter trägt die Steuer. Wer einen Bonus bei NEO.bet mitnimmt, sollte die Bedingungen genau lesen – Umsatzanforderungen, Mindestquoten und Fristen sind die übliche Mischung, nichts Außergewöhnliches, aber auch nichts, was man übergehen sollte.
Wer eine Wettsteuer in der Quote nicht sehen möchte, schaut auf die Margen der Spitzenligen. 5 % Marge heißt 95 % Auszahlungsanteil – diese Zahl schwankt bei NEO.bet und liegt für eine 1X2-Linie im oberen Bundesliga-Bereich durchaus im üblichen Korridor. Wer die Quoten vergleicht, sieht die Marktdurchschnittswerte, keine Spitzenwerte.
Verdacht für wen: Wer einen Anbieter sucht, der unter dem Radar läuft, ein solides Wettprogramm auf mittlerer Markttiefe hat und die Wettsteuer nicht offen an die Quote hängt – NEO.bet passt. Wer die höchsten Quoten sucht, schaut woanders hin.
Interwetten
Interwetten Gaming Limited, Sitz in Tigne’ Point, Sliema, Malta; Whitelist-Eintrag, Erlaubnis seit 02.11.2020 mit Folgeerlaubnis 27.12.2022. Der Name fällt auf, weil Interwetten zu den ersten Online-Sportwetten-Anbietern der Branche gehört – in Schleswig-Holstein ist die Interwetten Gaming Ltd. seit Dezember 2012 lizenziert; die Casino-Erlaubnis dort kam im Januar 2013 dazu. Wer Interwetten aus den 2000ern kennt, sieht eine alte Marke im neuen Gewand.
Das Sportwettprogramm ist breit und international, mit Schwerpunkt auf europäischen Fußball-Ligen, Tennis, Eishockey und US-Sportarten. Livewetten sind verfügbar, das Wettprogramm ist umfangreich. Cash Out ist als Funktion implementiert.
Das Besondere an Interwetten ist die lange Marktpräsenz. Wer einen Anbieter sucht, der das Online-Geschäft seit den Anfängen mitgemacht hat und sich in der Regulierung zurechtfindet, hat hier eine solide Adresse. Wer einen Newcomer sucht, der „neu“ im Wortsinn ist, schaut woanders hin – Interwetten ist seit über zwei Jahrzehnten im Geschäft und hat die deutsche Erlaubnis seit Beginn der Whitelist.
Verdacht für wen: Wer einen traditionsreichen Anbieter mit internationalem Wettprogramm und breiter Sportartenabdeckung sucht, ist bei Interwetten richtig. Wer hohe Boni oder extreme Quoten sucht, schaut weiter.
ODDSET
ODDSET Sportwetten GmbH; Erlaubnis erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022, Erstdatum 18.11.2020. ODDSET ist die deutsche Traditionsmarke, betrieben vom deutschen Sportwettenanbieter in staatlicher Trägerschaft über das Lotto-System.
Das Wettprogramm ist auf den deutschen Markt und seine Hauptkundschaft ausgerichtet: Bundesliga, 2. Bundesliga, Champions League, deutsche Nationalmannschaft, dazu die üblichen Verdächtigen der europäischen Top-Ligen. Was bei ODDSET fehlt, ist die Breite internationaler Nischenmärkte – wer auf indische Cricket-Ligen oder kolumbianische Fußball-Meisterschaften wetten will, ist hier falsch.
Livewetten gibt es, im Rahmen von § 21 Abs. 4. Cash Out ist verfügbar. Die App ist solide und unter dem Dach der Lotto-Anbieter positioniert, was viele Kundinnen und Kunden wiedererkennen.
Wer die Wettsteuer bei ODDSET sucht, wird fündig: Die Marke ist transparent darin, wie sie mit der Steuer umgeht – sie rechnet sie teilweise auf die Quote und teilweise auf den Gewinn an, je nach Wettart. Wer ein klares Bild der Steuerwirkung möchte, liest im Hilfetext des Wettscheins nach.
Verdacht für wen: Wer einen seriösen, traditionsreichen deutschen Anbieter mit klarem Bekenntnis zur Regulierung sucht und keine Überraschungen im Kleingedruckten erwartet, ist bei ODDSET richtig. Wem Breite wichtiger ist als Tiefe, schaut auf den nächsten Anbieter.
Betway
Betway Limited; Erlaubnis seit 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022, Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 02.10.2026. Die britische Marke hat im März 2021 die deutsche Erlaubnis erhalten und ist seither auf der Whitelist.
Das Sportwettprogramm ist international geprägt. Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey – was die Top-Ligen hergeben, ist Standard. Livewetten sind umfangreich, Cash Out ist verfügbar. Wer auf US-Sportarten (NFL, NBA, MLB, NHL) wetten will, hat hier eines der umfangreicheren deutschen Angebote.
Die Auszahlungsdauer ist solide, mit E-Wallet-Auszahlungen innerhalb von 24 Stunden und Bankwegen im üblichen Rahmen. Betway hat ein eigenes Casino neben dem Sportwettenangebot – die Casino-Erlaubnis ist eine andere als die Sportwetten-Erlaubnis, mit anderen Regeln, anderen Limits und anderen Bonusbedingungen. Wer auf das Casino ausweicht, sollte das im Kopf behalten.
Wer einen Anbieter mit Casino-Anteil sucht, der die deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat und im selben Markenauftritt Slots und Live-Casino anbietet, ist bei Betway richtig – die Glücksspiellizenzen sind getrennt, aber das Konto ist es nicht.
Verdacht für wen: Wer einen breit aufgestellten Anbieter mit US-Sport im Programm und gleichzeitig Casino-Angebot sucht, ist bei Betway richtig. Wer nur Sportwetten will und das Casino nicht braucht, schaut auf einen reinen Sportwetten-Anbieter.
bpremium
Ladbrokes (Deutschland) Ltd., Sitz Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta; Registernummer C92799; Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 03.04.2023. Whitelist-Eintrag, Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022.
bpremium ist die deutsche Marke des britischen Entain-Konzerns, der mit Ladbrokes und bwin zwei Marken im Portfolio hat. Die Premium-Ausrichtung richtet sich an Kundinnen und Kunden, die über das Standardangebot hinaus Komfortfunktionen erwarten – etwa persönliche Kundenbetreuer und höhere Auszahlungslimits.
Das Wettprogramm folgt der britischen Mutter; Fußball, Pferderennen und Tennis stehen im Mittelpunkt, mit deutschen Anpassungen. Livewetten sind umfangreich, das Cash-Out-Angebot gehört zum Standard. Wer eine Wette auf eine britische oder irische Pferderennveranstaltung setzen will, hat hier den passenden Anbieter.
Die Auszahlungsdauer hängt vom VIP-Status ab – bpremium bedient seine Kundinnen und Kunden in gestaffelten Limits, mit kürzeren Wartezeiten für höhere Status. Das ist nicht per se besser oder schlechter als bei Mitbewerbern, nur eine eigene Logik.
Verdacht für wen: Wer im Premiumsegment spielt, persönliche Betreuung erwartet und einen Anbieter sucht, der zu höheren Einsätzen bereit ist – bpremium passt. Wer mit kleinerem Budget unterwegs ist, schaut auf andere Anbieter.
Wettarena
I.B.C. Sportsbetting Limited, Sitz 20 Lyons Range Court, Flat Nru.1, Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta; Whitelist-Eintrag, Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022.
Wettarena gehört zur selben Betreibergesellschaft wie bet3000 – die I.B.C. Sportsbetting Limited führt zwei deutsche Sportwetten-Domains unter ihrem Dach. Wettarena steht für die jüngere Zielgruppe, bet3000 für die erfahrene; das Wettprogramm teilen sich beide Marken in weiten Teilen.
Was Wettarena ausmacht, ist die schlichte Aufmachung. Wer eine Wettseite sucht, die nicht überfrachtet wirkt und das Wesentliche schnell findet, ist hier richtig. Livewetten sind verfügbar, Cash Out ebenso, Sportwettenprogramm ist auf die deutsche Kernkundschaft zugeschnitten.
Die Auszahlung läuft über die Standardwege; die Wettsteuer schlägt auf die Quote durch. Boni sind verfügbar, die Bedingungen sind industrieüblich – Umsatz, Mindestquote, Frist.
Verdacht für wen: Wer einen schlichten Anbieter mit klarem Layout und ohne überflüssige Effekte sucht, ist bei Wettarena richtig. Wer ein besonders tiefes Wettprogramm oder außergewöhnliche Funktionen erwartet, schaut auf einen breiter aufgestellten Mitbewerber.
Häufige Fragen
Woran lässt sich erkennen, ob ein neuer Wettanbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzt?
Das einzige zuverlässige Merkmal ist ein Eintrag auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Liste führt Domain, Betreibergesellschaft, Sitz und Erstdatum der Erlaubnis auf; eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist darin kein Ersatz. Wer eine fremdsprachige Lizenzurkunde bekommt, sollte prüfen, ob die dazugehörige Domain in der Whitelist steht.
Was bedeutet es für Spielerinnen und Spieler, wenn ein neuer Anbieter nicht auf der GGL-Whitelist steht?
Wer dort nicht steht, ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Es fehlt die Anbindung an OASIS und LUGAS, das Einzahlungslimit greift nicht, die Volldokumentation muss nicht stattfinden und im Streitfall hilft keine deutsche Behörde. Die GGL hat am 17.09.2026 vor solchen Angeboten gewarnt; eine zivilrechtliche Rückforderung setzt einen langen Weg voraus, der nicht garantiert ist.
Welche Rolle spielen OASIS und das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat bei neuen Wettanbietern?
OASIS sperrt bei Selbstausschluss bundesweit – ein Eintrag dort gilt für alle lizenzierten Anbieter gleichzeitig. Das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat nach § 6c Abs. 1 zählt über alle Anbieter hinweg zusammen, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine zweite parallele Anmeldung hilft nicht, das Limit zu umgehen – die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen.
Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei einem neuen Anbieter an Quote oder Auszahlung weitergegeben?
Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet (§ 19 RennwLottG), nicht von der Spielerin oder dem Spieler. Der Anbieter kann sie auf die Quote anrechnen, vom Gewinn abziehen oder aus der Marge tragen – beides ist zulässig. Welche Logik der einzelne Anbieter fährt, steht in seinen AGB und auf dem Wettschein-Hilfetext; die deutsche Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).
Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten gelten typischerweise für ein Willkommensangebot eines neuen Buchmachers?
Ein typisches Willkommensangebot verlangt einen mehrfachen Umsatz von Bonus und Einzahlung, eine Mindestquote um 1,50 bis 2,00 und eine Frist zwischen 7 und 30 Tagen. Die genauen Zahlen sind je Anbieter unterschiedlich und stehen im Kleingedruckten des Bonus. Wer dort nicht liest, was er nimmt, lässt am besten die Finger davon – das Glücksspielstaatsvertrag kennt keinen Bonus ohne Bedingungen.
Vergleich – footballwetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «footballwetteninfo.com»
