Lucky-31-Wettanbieter im Test: Wer bietet das System, wer nimmt die Steuer?
Die Lucky 31 bündelt 31 Wetten auf fünf Auswahlen – vom Single bis zur Fünferkombi – auf einem Schein und ist damit die aufwendigste der klassischen Full-Cover-Varianten. Welche Wettanbieter das System in Deutschland anbieten, was die Rechnung tatsächlich ergibt und unter welchen Regeln die Auszahlung läuft, zeigt dieser Überblick.

Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026
Grundlage der Lucky 31: Was hinter den 31 Linien steckt
Eine Lucky 31 ist keine eigene Wettart im strengen Sinn – sie ist eine Kombination aus vielen Wetten, die alle auf den gleichen fünf Vorauswahlen beruhen. Wer fünf Tipps auswählt und das System „ALL“ ankreuzt, spielt nicht eine Wette, sondern deren 31. Die Mechanik ist aus der Kombinatorik abgeleitet: Für fünf Auswahlen gibt es 5 Einzelwetten, 10 Doppel, 10 Dreier, 5 Vierer und 1 Fünferkombi – zusammen 2 hoch 5 minus 1, also 31.

Was dazugehört: fünf Einzelwetten auf jede Auswahl allein, zehn Doppel für je zwei der fünf Tipps, zehn Dreier für je drei, fünf Vierer für je vier und eine Fünferkombi über alle fünf. Wer sich für vier Auswahlen entscheidet, bekommt mit der Lucky 15 noch eine ähnliche, aber kleinere Variante – 15 Wetten statt 31, ohne die fünf Einzelwetten. Die Reihenfolge der Auswahlen spielt für die Auszahlung keine Rolle, weil das System permutationsfest gebaut ist: jede Auswahl erscheint in jeder möglichen Kombination genau einmal, daher die ungerade Zahl 31.
Wer einen Tipp streicht, fällt aus der Lucky 31 in ein Teilsystem wie 4/5, das nur die Wetten abdeckt, die ohne den gestrichenen Tipp auskommen. 4/5 erzeugt bereits 15 Wetten, 3/5 erzeugt 7 Wetten, 2/5 erzeugt 3 Wetten. Wer eine der fünf Auswahlen von vornherein unsicher findet, sollte das System verkleinern, statt zu hoffen, dass die Unsicherheit schon gutgehen wird.
Das System ist auch die Grundlage für einen der häufigsten Rechner im Sportwetten-Bereich. Ein Lucky-31-Rechner verlangt fünf Quoten, einen Linieneinsatz und die Information, welche Tipps getroffen haben. Er gibt dann die Auszahlung pro Trefferlinie aus und addiert sie zum Gesamtergebnis. Wer die Quoten kennt und den Einsatz wählt, hat damit den Grundrahmen, ohne sich durch 31 Einzelwetten klicken zu müssen.
Wichtig ist die Trennung zwischen Linieneinsatz und Gesamteinsatz. Wer 1 € pro Linie setzt, zahlt 31 € für den Schein – nicht 1 €. Wer 10 Cent pro Linie ankreuzt, zahlt 3,10 €. Wer den Überblick verliert, hat schnell einen Einsatz riskiert, der in keiner Verhältnis zur ursprünglichen Idee steht. Die 31 als Einsatzfaktor ist die Stelle, an der die meisten Missverständnisse über das System entstehen.
Ein praktischer Vorteil: Schon ein einzelner Treffer bringt etwas zurück – die entsprechende Einzelwette. Wer mit fünf Auswahlen spielt und vier davon verfehlt, bekommt wenigstens den einen Tipp ausbezahlt, der gehalten hat. Das unterscheidet die Lucky 31 von einer reinen Fünferkombi, die nur dann auszahlt, wenn alle fünf richtig sind. Es macht das System zu einer Absicherung gegenüber teilweisem Versagen, nicht zu einer Garantie für den Volltreffer.
Ein praktischer Nachteil: Der Einsatz ist 31-fach. Bei 1 € pro Linie sind 31 € weg, bevor der erste Ball rollt. Wer das System als kleines Beiwerk versteht, unterschätzt, was es kostet, wenn die fünf Auswahlen nicht sitzen. Die Versuchung, den Linieneinsatz wegen der Faktor-31 zu senken, verzerrt die Quote und damit die Erwartung. Wer eine Lucky 31 spielt, spielt 31 Wetten – das sollte vor der Platzierung klar sein.
Rechtslage und Erlaubnis: Was die GGL-Whitelist von einem Anbieter verlangt
Eine Lucky 31 ist in Deutschland kein rechtliches Sonderprodukt. Sie ist eine Systemwette im Sinne des Glücksspielstaatsvertrags 2021 und unterliegt damit denselben Regeln wie jede andere Kombiwette: Was zählt, ist die Erlaubnis des Veranstalters, nicht die Komplexität des Wettscheins.

Die Erlaubnis wird seit dem 1. Juli 2021 von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle an der Saale nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV erteilt. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1); die GGL führt eine Whitelist, die alle Anbieter mit gültiger Erlaubnis auflistet. Diese Liste ist die einzige verlässliche Prüfung – eine .de-Domain, eine Malta-Lizenz oder ein Hinweis auf Curaçao besagt über die deutsche Erlaubnis gar nichts. Wer anbietet, ohne auf der Liste zu stehen, ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubt – egal wie seriös die Marke sonst wirkt.
Die Whitelist (Stand 02.10.2026) führt 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, dazu drei reine Pferdewetten-Anbieter. Jede Erlaubnis ist auf eine konkrete Domain gebunden – wer auf den Spielautomaten von AdmiralBet spielt, hat eine andere Erlaubnis als auf der Sportwetten-Seite des Anbieters. Wichtig für die Lucky 31: Es zählt nur die Sportwetten-Erlaubnis, nicht die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Online-Casino oder Poker. Eine Casino-Lizenz deckt keine Sportwette ab, eine Sportwetten-Lizenz deckt keinen Spielautomaten. Wer die Whitelist liest, muss auf die richtige Zeile schauen.
Was auf einem Schein stehen darf, regelt der Veranstalter selbst – aber im Rahmen dessen, was die GGL nach § 21 Abs. 1 und § 21 Abs. 5 erlaubt hat. Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten erlaubt. Auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball darf nicht gewettet werden. Auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf manipulationsanfällige Wetten und auf Regelverstöße darf ebenfalls nicht gewettet werden – Fußball unterhalb der 3. Liga gilt in der GGL-Praxis als Amateurbereich.
Eine Sonderregel für die Lucky 31 gibt es nicht. Es gelten die allgemeinen Regeln, und die Anbieter setzen das System im Rahmen ihrer erlaubten Märkte um. Wer das System spielen will, sollte vor der Auswahl prüfen, ob die fünf Tipps aus erlaubten Märkten kommen und ob die Wettart im Wettprogramm des Anbieters überhaupt als Systemwette geführt wird. Die Whitelist-Erlaubnis ist die rechtliche Seite; die Systemunterstützung im Wettprogramm ist die praktische Seite. Beide müssen zusammenpassen.
Die Steuer auf Sportwetten – 5,3 % nach §§ 16 bis 25 RennwLottG – wird vom Veranstalter geschuldet, nicht von der Spielerin oder dem Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, steht in seinen AGB: Manche ziehen sie vom Bruttogewinn ab, andere schlagen sie auf den Einsatz auf, einzelne – wie Winamax – tragen sie selbst und weisen eine „0 % Wettsteuer“ aus. Wer einen Vergleich der Anbieter macht, sollte diese Position mitlesen; sie entscheidet, was am Ende vom Bruttogewinn übrig bleibt.
Die Frage, ob Einsätze aus nicht erlaubten Wetten zurückgefordert werden können, ist seit 2024 vor dem Bundesgerichtshof und seit März 2026 vor dem Europäischen Gerichtshof anhängig. Im Verfahren gegen Tipico geht es um mehr als 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018; der Generaldirektor des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19.03.2026 eine Rückzahlungspflicht für grundsätzlich möglich gehalten – mit Ausnahme, wenn Behörden die Durchsetzung der Lizenzpflicht zugesichert hätten. Was am Ende herauskommt, ist offen – fest steht nur, dass die Frage gerichtlich geklärt wird. Wer aktuell spielt, sollte diesen Fall nicht als Versprechen lesen.
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel – § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine maltesische oder curaçaoische Lizenz ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht, und die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Wer auf einem Offshore-Anbieter spielt, hat weder OASIS-Schutz noch LUGAS-Anbindung, und die zivilrechtliche Durchsetzung bleibt aufwendig. Die Lizenz entscheidet nicht über die Qualität der Quoten, sondern über die Reichweite des deutschen Schutzes.
Verantwortung im System: Warum Einzahlungslimit und OASIS bei 31 Linien zählen
Wer eine Lucky 31 spielt, riskiert 31 Linieneinsätze, bevor der erste Ball rollt. Das verschiebt das Verhältnis von Einsatz und möglichem Gewinn so weit, dass das Standard-Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat – § 6c Abs. 1 GlüStV – schneller aufgebraucht ist als bei Einzelwetten. Wer das Limit überschreitet, spielt entweder bei einem Anbieter ohne Erlaubnis oder gegen die Regeln.
Das Einzahlungslimit wird zentral über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, der mehr erlauben will, muss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Spielerin oder des Spielers nachweisen – eine Selbsterklärung reicht nicht. Bis zu 10.000 € sind im Einzelfall möglich, bis zu 30.000 € nur für einen kleinen Anteil der aktiven Kundinnen und Kunden. Ein Senken gilt sofort, ein Anheben erst nach sieben Tagen. Diese Mechanik ist nicht da, um den Sport zu erschweren, sondern um zu verhindern, dass hohe Verluste in einer einzigen Sitzung entstehen.
Parallel greift die Aktivitätsdatei (§ 6h GlüStV): Parallelspiel bei mehreren Anbietern ist verboten. Wer bei zwei lizenzierten Anbietern gleichzeitig spielt, ist gegen die Regeln – und riskiert die Auszahlung. Die Daten laufen zentral, und die Anbieter gleichen sie bei jedem Login ab. Bei einer Lucky 31, die aus Geldmangel kurzfristig abgebrochen werden müsste, ist Parallelspiel keine Lösung.
Wer sich selbst aussperren will, findet im OASIS-Spielersperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV) den zentralen Mechanismus. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn die Spielerin oder der Spieler eine Frist nennt – sonst mindestens ein Jahr. Die Sperre wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt, und sie gilt anbieterübergreifend. Wer einmal gesperrt ist, kann nicht einfach zum nächsten Anbieter gehen.
Für akute Krisen gibt es den Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV): Ein Klick löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Danach gilt eine normale Sperrfrist, wenn die Spielerin oder der Spieler sie nicht aufhebt. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen – wer dort spielt, hat diese Schutzmechanismen nicht.
Eine vollständige Verifizierung ist Pflicht (§ 6a GlüStV): ein Konto pro Person, mit Ausweisdokument und Adresse. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung erlauben. Diese Übergangsphase ist eine technische Notwendigkeit, kein Schlupfloch: Sie endet mit der Verifizierung.
Wer eine Lucky 31 aus einem Bauchgefühl heraus setzt, ohne das Einzahlungslimit im Blick zu haben, spielt nicht gegen den Buchmacher, sondern gegen seine eigene Disziplin. Die Mechanik der 31 Wetten macht es leicht, das eigene Limit zu überschreiten, ohne es zu merken – jede weitere Auswahl wirkt wie ein kleiner Zusatz, summiert sich aber zu einem Vielfachen des gedachten Einsatzes. Wer das Limit im Voraus kennt und sich an die eigenen Zahlen hält, hat einen klaren Vorteil gegenüber dem, der erst beim Blick auf den Wettschein merkt, was er riskiert hat.
Wettmärkte und Quoten: So entstehen die 31 Wetten aus fünf Tipps
Die 31 Wetten einer Lucky 31 entstehen nicht durch eigene Märkte, sondern durch eine rechnerische Verknüpfung der fünf Auswahlen. Das hat zwei Konsequenzen: Die fünf Quoten müssen nicht aus dem gleichen Sport kommen, und die Auszahlung ist die Summe aller möglichen Kombinationen, die getroffen haben.
Die fünf Quoten entscheiden, was am Ende gezahlt wird. Die Faustregel: Je niedriger die einzelnen Quoten, desto sicherer die Einzelwetten, aber desto weniger zahlen die Mehrfachkombinationen. Bei fünf Auswahlen mit Quoten zwischen 1,50 und 2,00 sind die Einzelwetten wahrscheinlich, die Fünferkombi aber kaum realistisch. Wer die Quoten mischt – zum Beispiel eine Quote von 1,50, zwei von 1,80 bis 2,00 und zwei Außenseiter über 3,00 – bekommt eine Auszahlungskurve, die zwischen den Extremen liegt. Ein Quotenmix über 3,00 bei zwei Auswahlen treibt die Fünferkombi in zweistellige Höhen und macht das System für spekulative Profile interessant.
Wichtig ist, was die Quoten über die Marge des Marktes verraten. Die Auszahlungsquote eines Marktes – 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) – gibt an, welcher Anteil aller Einsätze theoretisch zurückfließt; eine Marge von 5 % entspricht einer Auszahlungsquote von 95 %. Diese Marge steckt in jeder einzelnen Quote, und sie wirkt sich auf die Lucky 31 mehrfach aus: Eine Quote von 1,90 statt 1,95 sieht klein aus, kostet aber über alle 31 Wetten einen spürbaren Betrag. Wer einen Wettanbieter vergleicht, sollte deshalb nicht die Quote eines Spiels lesen, sondern die Quote derselben Auswahl über mehrere Anbieter hinweg.
Die fünf Auswahlen müssen aus erlaubten Märkten kommen – Live-Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind in Deutschland nicht erlaubt. Auch unterhalb der 3. Liga im Fußball und auf Amateurereignisse darf nicht gewettet werden. Wer auf solche Märkte setzt, riskiert eine Annahme-Verweigerung oder eine Stornierung der Wette. Die meisten lizenzierten Anbieter zeigen diese Märkte gar nicht erst im Wettprogramm; bei Offshore-Anbietern fehlt diese Filterung.
Wettanbieter im GGL-System dürfen bestimmte Wettkombinationen einschränken. Die GGL hat nach § 21 Abs. 5 GlüStV ein „Sportwettprogramm“ festgelegt, das die zulässigen Wetten definiert. Die meisten Full-Cover-Systeme sind erlaubt, aber einzelne Anbieter schließen bestimmte Märkte aus der Kombination aus. Eine Live-Komponente auf eine Vierer-Kombination aus Fußballspielen ist bei den meisten Anbietern möglich; eine Live-Komponente auf eine Vierer-Kombination aus Eishockey und Tennis nicht immer.
Eine praktische Frage ist, ob alle fünf Auswahlen aus unterschiedlichen Sportarten kommen dürfen. Bei den meisten Anbietern ja – Fußball, Tennis und Eishockey lassen sich im System kombinieren, solange die Quoten für die jeweiligen Märkte verfügbar sind. Was nicht geht: Wetten auf das gleiche Ereignis aus unterschiedlichen Märkten zu kombinieren (Heimsieg und zugleich Tore Über 2,5 aus demselben Spiel), weil das als doppelte Belegung desselben Risikos ausgeschlossen ist.
Eine weitere Frage ist die Reihenfolge der Quoten. Bei der Lucky 31 ist sie rechnerisch unerheblich – die Auszahlung ist kommutativ. Praktisch entscheidend ist, dass alle fünf Quoten im Wettprogramm gleichzeitig verfügbar sind. Wer eine Quote erst nach Platzierung der anderen vier abruft, riskiert, dass sie in der Zwischenzeit weggefallen oder verändert ist.
Die Größe des Wettprogramms ist also nicht alles: Es zählt, welche Märkte sich tatsächlich kombinieren lassen. Ein Anbieter mit 30 Sportarten, aber nur erlaubten Live-Märkten, kann für eine Lucky 31 weniger nützlich sein als ein Anbieter mit 20 Sportarten, der das volle Wettprogramm freischaltet. Wer das System als Standard nutzen will, sollte das Wettprogramm lesen, nicht nur die Sportarten-Liste.
Anbieter im Vergleich: Zehn Wettanbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis
Die folgende Übersicht zeigt zehn Wettanbieter, die auf der Whitelist der GGL mit Stand 02.10.2026 eine Sportwetten-Erlaubnis führen. Die Tabelle nennt die Marke, den Erlaubnisinhaber nach den Angaben der Whitelist und das Datum der ersten Erlaubnis; sie ersetzt keine Prüfung der jeweils aktuellen Liste.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Erste Sportwetten-Erlaubnis |
|---|---|---|
| MERKUR BETS | GGL-Whitelist · Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Wettarena | GGL-Whitelist · I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| bwin | GGL-Whitelist · bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | GGL-Whitelist · Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | GGL-Whitelist · LVSports Limited | 21.10.2024 |
| Sportingbet | GGL-Whitelist · Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | GGL-Whitelist · Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Betway | GGL-Whitelist · Betway Limited | 09.03.2021 |
| ODDSET | GGL-Whitelist · Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet365 | GGL-Whitelist · Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
Was die Tabelle nicht zeigt: Welcher Anbieter das Lucky-31-System tatsächlich im Wettprogramm führt, wie er die Sportwettensteuer behandelt und ob er Cash Out auch auf Systemwetten anbietet. Diese Punkte stehen in den Anbieterprofilen unten.
MERKUR BETS: Späte Whitelist-Erlaubnis mit CLUB-Aktion für Kombiwetten
Merkur Bets ist die Sportwetten-Marke der Merkur Bets Malta Limited und gehört zur Spielstätten-Gruppe mit Wurzeln im deutschen Automatengeschäft. Die Whitelist führt die Marke seit dem 06.11.2023 – drei Jahre nach der ersten Welle und damit als zweitjüngster Eintrag im hier verglichenen Feld. Eine Folge-Erlaubnis ist im Eintrag nicht vermerkt; die Whitelist führt kein Enddatum.
Die Marke bietet ein Bonus- und Aktionen-Modell, das gezielt auf Mehrfachwetten setzt. Der MERKUR BETS CLUB schüttete für Kombiwetten oder Wetten aus dem hauseigenen Wetten-Konfigurator mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote ab 4,00 gegen einen Wocheneinsatz ab 25 € eine Freebet über 5 € aus; die Aktion lief in der dokumentierten Form vom 09.06.2025 bis zum 14.07.2025. Das Modell ist eher klein dimensioniert und passt zu einer Marke, die sich im Sportwetten-Markt noch positioniert. Eine breite Freebet-Pyramide wie bei großen Mainstream-Anbietern ist hier nicht zu erwarten.
Verdict: MERKUR BETS ist die Wahl für Spielende, die eine junge Whitelist-Marke mit klarem Bezug zur Spielstätten-Welt suchen und mit kleiner dimensionierten Aktionen zufrieden sind. Wer eine breite Freebet-Pyramide erwartet, wird hier nicht fündig – die Marke setzt auf Bestandspflege statt auf Neukunden-Boni.
Wettarena: Hoher Wochenhöchstgewinn mit Pflicht zum Kundenkonto
Die Marke Wettarena gehört zur I.B.C. Sportsbetting Limited und führt eine GGL-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 mit einer weiteren Erlaubnis vom 15.12.2022. Die AGB legen einen Höchstgewinn von 250.000 € pro Wettschein und pro Woche fest – ein Wert, der im deutschen Markt nur von wenigen Anbietern offengelegt wird. Wer diese Grenze überschreitet, bekommt nach AGB-Lage keinen Anspruch auf Auszahlung. Für eine Lucky 31 mit mittleren Quoten ist diese Grenze erreichbar, aber nicht bei jedem Volltreffer überschritten.
Eine wichtige Einschränkung steht in derselben AGB-Stelle: Gewinne über 1.999,99 € werden nur dann ausgezahlt, wenn ein vollständig verifiziertes Kundenkonto besteht. Wer vor der Auszahlung die Verifizierung nicht abgeschlossen hat, riskiert, den Gewinn auf das Limit von 1.999,99 € gestutzt zu bekommen. Für eine Lucky 31, die in den fünfstelligen Bereich reicht, ist diese Klausel handlungsleitend.
Verdict: Wettarena ist eine sinnvolle Wahl für Spielende, die gezielt auf hohe Auszahlungen setzen und ihre Verifizierung vor der Wette abschließen. Wer die Verifizierung schleifen lässt, schenkt dem Anbieter einen Teil des Gewinns – ein Risiko, das in den meisten anderen AGB nicht in dieser Schärfe steht.
bwin: Cashout, Live-Streams und Boosts als App-Profil
bwin gehört zur bwin (Deutschland) Limited, die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 09.10.2020 mit einer Folge-Erlaubnis vom 23.12.2022. Die Sportwetten-App im Apple App Store listet als zentrale Funktionen Cash Out (manuell und automatisch), Live-Streams und Live-Statistiken sowie einen Kombi-Boost und einen Quoten-Boost. Diese Merkmale sind nicht luxuriös, sondern typische Merkmale eines Mainstream-Anbieters.
Was das für eine Lucky 31 bedeutet: Cash Out auf Systemwetten ist in Deutschland nicht einheitlich verfügbar. bwin bietet Cash Out grundsätzlich an – Einzel- und Kombiwetten sind nach der App-Beschreibung enthalten; die Frage zur Lucky 31 als Systemwette wird in der AGB-Sprache nicht immer eindeutig beantwortet. Wer Cash Out auch auf eine Systemwette setzen will, sollte die AGB prüfen, bevor er den Schein platziert.
Die Live-Stream-Funktion verlangt ein verifiziertes Konto und teilweise eine positive Bilanz. Wer die Lucky 31 als Live-Wette aufbaut, kann die Spiele direkt in der App verfolgen – das ist Komfort, keine Wettbedingung. Für die Systemlogik zählt, was die App unterstützt; für die Wettrechnung zählt, was der Anbieter in den AGB als Cash-Out-fähig führt.
Verdict: bwin ist die Wahl für Spielende, die Cash Out und Live-Streams als feste Bestandteile des Wettens verstehen und einen Anbieter mit hoher Marktdurchdringung suchen. Wer sich für Systemwetten wie die Lucky 31 interessiert, sollte bei bwin beachten, dass die Cash-Out-Funktion nur für Einzel- und Kombiwetten gilt.
AdmiralBet: Erlaubnis der ersten Stunde mit drei Folge-Erlaubnissen
AdmiralBet wird laut Whitelist von der Greentube Betting Malta Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020, dazu kommen Folge-Erlaubnisse vom 13.12.2022 und vom 29.07.2024. AdmiralBet gehört damit zur ersten Welle und hat in vier Jahren drei Folge-Erlaubnisse erhalten – ein Hinweis auf eine aktive Aufsichtspraxis, nicht zwingend auf eine besondere Marktstellung.
Die Marke steht in der österreichischen Admiral-Tradition, ist aber über die Greentube-Betreibergesellschaft international aufgestellt. Welche Systemwetten AdmiralBet im Detail anbietet, ergibt sich aus dem Wettprogramm, das im Spielerkonto einsehbar ist. Die Whitelist führt das Datum, nicht das Wettprogramm.
Verdict: AdmiralBet ist die Wahl für Spielende, die einen österreichisch geprägten Markennamen mit internationaler Konzernstruktur suchen und eine Erlaubnis mit mehreren Folge-Erlaubnissen als Zeichen stabiler Aufsicht lesen. Für die Lucky 31 bleibt der Blick in das Wettprogramm Pflicht, um die Auswahlmöglichkeiten für „ALL“ zu bestätigen – die Whitelist-Erlaubnis bietet hier nur den juristischen Rahmen.
LeoVegas: Whitelist-Neuzugang seit Oktober 2024
LeoVegas wird laut Whitelist von der LVSports Limited betrieben, die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 21.10.2024. Eine eigene Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele wurde am 27.02.2025 erteilt; beide Erlaubnisse stehen unter dem Dach der LVSports Limited. Damit ist LeoVegas im hier verglichenen Feld der Anbieter mit der jüngsten Whitelist-Erlaubnis für Sportwetten.
Die Marke ist ursprünglich im Mobile-Casino-Bereich groß geworden und tritt in Deutschland erst seit der späten Erlaubnis als Sportwetten-Anbieter auf. Welche Systemwetten LeoVegas im Wettprogramm führt, ist aus der Whitelist nicht abzuleiten; die Marke setzt im Sportwetten-Bereich stärker auf Einzelwetten und Kombiwetten als auf komplexe Systeme.
Verdict: LeoVegas ist die Wahl für Spielende, die einen Mobile-first-Anbieter mit frischer Erlaubnis suchen und mit einem eingeschränkteren Systemwetten-Angebot leben können. Das System „ALL“ als Lucky 31 erfordert einen Blick in das Wettprogramm, um die Verfügbarkeit zu bestätigen – die Whitelist-Erlaubnis deckt nur den juristischen Rahmen ab.
Sportingbet: 5 % Steuer direkt auf den Wetteinsatz nach § 17 RennwLottG
Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, Erlaubnis seit dem 09.10.2020 mit einer Folge-Erlaubnis vom 21.12.2022. Die Wettregeln nennen eine Steuer von 5 % des Wetteinsatzes nach § 17 RennwLottG; bei gewonnenen Wetten behält das Unternehmen 5 % des Bruttogewinns vom Gewinn ein. Das ist die klassische deutsche Steuer-Position: Der Anbieter zieht die Steuer vom Gewinn ab, nicht vom Einsatz. Wer die Rechnung im Kopf macht, muss diese Position einkalkulieren.
Die AGB legen einen Höchstgewinn von 100.000 € pro Sportwette fest; innerhalb von sieben Tagen gilt eine Obergrenze von 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze. Wer in einer Woche deutlich mehr gewinnt, hat keinen Auszahlungsanspruch über diese 250.000 € hinaus. Für eine Lucky 31 mit Volltreffer und mittleren Quoten ist diese Grenze greifbar, aber nicht sofort erreicht.
Cash Out ist bei Sportingbet nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei Wetten, die als FreeBet abgeschlossen wurden. Wer die Lucky 31 als Systemwette spielt, hat damit keinen Auszahlungs-Knopf vor dem Ende der Wette. Das Wettangebot umfasst einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten auf unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Verdict: Sportingbet ist die Wahl für Spielende, die mit der klassischen 5-Prozent-Steuer-Position leben können, einen breiten Wettmix erwarten und Cash Out nicht auf Systemwetten brauchen. Die Lucky 31 lässt sich hier als reine Wette spielen, doch wer während der Laufzeit aussteigen möchte, wird mangels Cash-Out-Funktion für Systeme enttäuscht.
Tipico: Bekanntester Name mit laufendem BGH- und EuGH-Verfahren
Tipico wird von der Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta betrieben, gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic zusammen mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 09.10.2020 mit einer Folge-Erlaubnis vom 09.12.2022. Die Marke ist im deutschen Markt besonders sichtbar, vor allem über die stationären Wettbüros.
Das laufende BGH-Verfahren gegen Tipico ist Auslöser einer Vorlage an den EuGH. Es geht um die Rückzahlung von mehr als 3.700 € Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018; der Generaldirektor des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19.03.2026 eine Rückzahlungspflicht für grundsätzlich möglich gehalten – mit Ausnahme, wenn Behörden die Durchsetzung der Lizenzpflicht zugesichert hätten. Das ist im deutschen Glücksspielrecht bisher nicht der Fall.
Was die Whitelist leistet: Sie dokumentiert die aktuelle Erlaubnis, nicht die Geschichte. Tipico ist aktuell erlaubt; die gerichtliche Klärung betrifft die Zeit vor der heutigen Erlaubnisstruktur. Wer heute spielt, hat mit der Whitelist eine klare rechtliche Grundlage; die Klärung am EuGH ändert das nicht.
Verdict: Tipico ist die Wahl für Spielende, die einen bekannten Markennamen mit hoher Marktpräsenz suchen und das laufende EuGH-Verfahren als Hintergrundrauschen verstehen. Wer sich für die Lucky 31 entscheidet, tut gut daran, vorher im Wettprogramm nach der Verfügbarkeit von „ALL“ zu schauen – die Popularität der Marke ist kein Garant für jedes System.
Betway: Konfigurator+ für Fußball und Cashout mit grünem Symbol
Betway wird laut Whitelist von der Betway Limited betrieben, die Erlaubnis datiert auf den 09.03.2021 mit einer Folge-Erlaubnis vom 23.12.2022. Die App im Apple App Store zeigt Cash Out mit einem grünen Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt und kann vollständig oder teilweise ausgezahlt werden. Das ist die Standardoptik moderner Cash-Out-Funktionen.
Betway bietet zudem einen Konfigurator+ für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Diese Funktion ist nicht exklusiv für Fußball; sie zeigt aber, dass Betway auf Kombinationsfreude setzt. Für eine Lucky 31 ist das Wettprogramm entscheidend, nicht der Konfigurator allein; beide schließen sich aber nicht aus.
Verdict: Betway ist die Wahl für Spielende, die Fußball-Kombinationen schätzen und einen Konfigurator+ für Mehrebenen-Auswahlen suchen. Ob das System „ALL“ für die fünf Tipps zugelassen ist, erfordert einen Blick in das Wettprogramm – Betway macht dazu keine pauschalen Zusagen.
ODDSET: Quotenabschlag auf den Bruttogewinn und Lucky-31-Systemtabelle
ODDSET wird laut Whitelist von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben, Erlaubnis seit dem 18.11.2020 mit einer Folge-Erlaubnis vom 15.12.2022. Die AGB erheben für Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette – einen „Quotenabschlag“, der nach Abzug den für die Auszahlung maßgeblichen Nettogewinn ergibt. Das ist eine andere Position als die 5-Prozent-Steuer auf den Einsatz nach § 17 RennwLottG, die Sportingbet ausweist; der Effekt für die Spielerin oder den Spieler ist ähnlich, aber die Mechanik ist eine andere.
Die Systemtabelle von ODDSET ergibt für fünf gewählte Tipps genau 31 Wetten – Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen. Damit ist ODDSET einer der wenigen Anbieter, die die Lucky 31 explizit als System im Wettprogramm dokumentieren. Die Tabelle ist Teil der offiziellen Wettanleitung, nicht nur ein Marketing-Versprechen.
Verdict: ODDSET ist die Wahl für Spielende, die einen konservativen Markenauftritt mit klar dokumentiertem Wettprogramm suchen und mit der Quotenabschlag-Mechanik leben können. Wer die Lucky 31 explizit als System spielen will, findet hier eine der klarsten Dokumentationen im deutschen Markt – die Marke ist nicht die jüngste, aber im Systemsegment besonders transparent.
bet365: Konfigurator-Boost und Gewinn-Boost für Kombiwetten
bet365 wird auf der Whitelist von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta geführt; die Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020 mit einer Folge-Erlaubnis vom 27.12.2022. Auf der deutschen Seite bietet bet365 einen Boost für den Wetten-Konfigurator bei drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00; dazu kommt ein Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Anzahl der Auswahlen abhängt. Beide Boosts sind auf Mehrfachauswahlen ausgerichtet – also genau auf das Format, in dem eine Lucky 31 läuft.
Die Boosts sind an Quoten und Auswahlanzahl gebunden. Wer eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen und einer Gesamtquote ab 2,00 baut, bekommt den Konfigurator-Boost; die fünf Auswahlen einer klassischen Lucky 31 liegen oft über dieser Schwelle. Der Gewinn-Boost greift bei Kombiwetten – eine Lucky 31 ist eine Systemwette und keine Kombiwette, der Boost könnte also nur teilweise oder gar nicht greifen.
Verdict: bet365 ist die Wahl für Spielende, die Boosts auf Mehrfachauswahlen schätzen und die dafür nötige Quotenstruktur mitbringen. Wer die Lucky 31 mit eher niedrigen Quoten baut, bekommt den Konfigurator-Boost; wer die Boosts für die Fünferkombi selbst erwartet, sollte vor der Wette die AGB prüfen, ob Systemwetten unter die Boost-Bedingungen fallen.
Rechenbeispiel: Was eine Lucky 31 mit fünf Treffern auszahlt
Fünf Auswahlen, 31 Wetten, eine Frage: Was zahlt das System aus? Wer das in Zahlen sehen will, kann es mit fünf illustrativen Quoten von 1,50 / 1,80 / 2,00 / 2,20 / 2,50 und einem Linieneinsatz von 1 € nachvollziehen.
Bei fünf Volltreffern addieren sich alle 31 Wetten zu einer Gesamtauszahlung von rund 234 € aus 31 € Gesamteinsatz. Wer alle fünf Quoten näher an 2,50 wählt, kommt über 300 €; wer den Anteil kleinerer Quoten erhöht, fällt unter 200 €. Die Fünferkombi allein macht rund ein Achtel der Gesamtauszahlung aus – sie ist die Wette mit der höchsten Quote im Schein und reagiert empfindlich auf jede Quotenbewegung.
Bei nur vier Treffern bleibt nur das übrig, was ohne den verfehlten Tipp zustande kommt: 4 Einzelwetten, 6 Doppel, 4 Dreier und 1 Vierer – 15 Wetten, nicht 31. Im hier verwendeten Quotenmix schwankt die Auszahlung je nach verfehlter Auswahl zwischen etwa 66 € (wenn die höchste Quote 2,50 verfehlt wird) und etwa 93 € (wenn die niedrigste Quote 1,50 verfehlt wird), also zwischen 28 % und 40 % des Vollgewinns.
Bei drei Treffern sind es 7 Wetten – 3 Einzel, 3 Doppel und 1 Dreier – mit einer Bandbreite von etwa 20 € bis 33 €. Bei zwei Treffern bleiben 3 Wetten übrig mit 6 € bis 10 €. Wer mit der Fünferkombi als größtem Hebel rechnet, verliert sie bereits beim ersten Fehltreffer; wer die Fünferkombi schon bei zwei Treffern erwartet, hat das System falsch verstanden.
Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter geschuldet, nicht von der Spielerin oder dem Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, steht in seinen AGB: Manche ziehen sie vom Bruttogewinn ab, andere schlagen sie auf den Einsatz auf. Die Rechnung oben ist brutto – was am Ende ankommt, hängt vom Anbieter ab.
Die Mechanik ist ehrlich, aber nicht gnädig. Wer die Lucky 31 als Lotteriespiel versteht, hat das Risiko falsch eingeschätzt: Die meisten Wetten auf dem Schein werden statistisch leer ausgehen, und selbst ein Volltreffer mit niedrigen Quoten bringt nur einen Teil des Einsatzes zurück. Wer fünf Tipps hat, die ernsthaft für spielbar gehalten werden, kann die Lucky 31 als konservatives Format nutzen, das einzelne Treffer absichert – als Spekulationsformat ist sie das falsche Werkzeug.
Häufige Fragen
Aus welchen Wetten setzt sich eine Lucky 31 zusammen?
Die Lucky 31 bündelt 31 Wetten auf fünf Auswahlen: fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierer und eine Fünferkombi. Die Reihenfolge spielt keine Rolle, jeder Tipp erscheint in jeder denkbaren Kombination genau einmal – daher die 31. Wer alle fünf Auswahlen trifft, gewinnt alle Linien gleichzeitig; bereits ein einzelner Treffer bringt die passende Einzelwette als kleinen Rückfluss.
Wie viele Wetten ergeben sich aus fünf Auswahlen mit dem System „ALL“?
Aus fünf Auswahlen ergibt das System „ALL“ genau 31 Wetten: fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierer und die eine Fünferkombi. Wer auf einzelne Auswahlen verzichten will, kann Teilsysteme wie 2/3, 2/4 oder 3/4 wählen – diese decken nur die Wetten ab, in denen keine der gestrichenen Tipps vorkommt. Die volle Lucky 31 enthält keine Teilsystem-Kürzung.
Worin unterscheidet sich die Lucky 31 von der Lucky 15?
Die Lucky 15 nutzt vier Auswahlen und erzeugt 15 Wetten – sechs Doppel, vier Dreier und eine Viererkombi, aber keine Einzelwetten. Die Lucky 31 erweitert das Prinzip auf fünf Auswahlen und schließt die fünf Einzelwetten mit ein. Wer die Einzelwetten mitnimmt, hat öfter einen kleineren Treffer, zahlt aber auch das 31-fache des Linieneinsatzes statt das 15-fache.
Welche Eingaben braucht ein Lucky-31-Rechner, damit Gesamteinsatz und Auszahlung stimmen?
Ein Lucky-31-Rechner verlangt fünf Quoten, einen Linieneinsatz und die Information, welche Tipps getroffen haben oder nicht. Daraus berechnet er die Auszahlung pro getroffener Linie und addiert sie zur Gesamtauszahlung; der Gesamteinsatz ergibt sich aus 31 Linieneinsätzen. Ohne diese fünf Angaben ist die Rechnung unbestimmt – weder Gesamteinsatz noch mögliche Auszahlung lassen sich ableiten.
Woran erkenne ich, ob ein Anbieter für die Lucky 31 eine deutsche Erlaubnis hat?
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt eine Whitelist mit allen Anbietern, die in Deutschland Sportwetten veranstalten dürfen. Für die Lucky 31 als Systemwette zählt allein die dort eingetragene Sportwetten-Erlaubnis, nicht eine Casino-, Poker- oder Automaten-Erlaubnis. Wer nicht auf der Liste steht, hat im Streitfall keinen Rückgriff auf deutsche Gerichte und Behörden.
Schluss: Worauf es bei der Lucky 31 wirklich ankommt
Die Lucky 31 ist kein Nebenprodukt des Wettprogramms, sondern eine eigene Klasse: 31 Wetten, ein Schein, fünf Auswahlen dahinter. Wer sie nutzt, sollte vorher wissen, welche fünf Tipps er spielen will – und sich bewusst sein, dass die meisten dieser Wetten statistisch leer ausgehen. Wer fünf Tipps hat, die einzeln genommen schon überzeugen, kann die Lucky 31 als konservatives Format nutzen, das einzelne Treffer absichert; wer fünf Tipps als Spekulation zusammenfasst, bekommt eine teure Wette, die nach einem Fehltreffer weniger als die Hälfte des Einsatzes holt.
Die deutsche Lizenzierung engt das Feld der Anbieter auf eine überschaubare Auswahl ein, aber sie macht die Anbieter untereinander nicht gleich. Einzahlungslimit, OASIS und LUGAS sind nicht da, um den Sport zu erschweren, sondern um die Mechanik der 31 Wetten nicht in eine Sitzung mit hohem Verlust zu verwandeln. Wer diese Mechanismen nutzt und das Wettprogramm vor dem Tipp prüft, spielt mit klarer rechtlicher Grundlage – wer sie ignoriert, spielt auf eigenes Risiko, und die Lizenz hilft im Ernstfall wenig.
Die Frage, die am Ende zählt, ist nicht, welcher Anbieter die höchste Quote hat. Sie ist, welches System die eigene Risikobereitschaft trägt – und ob die fünf Tipps ernsthaft gemeint sind. Die Lucky 31 belohnt Disziplin und bestraft Spekulation. Wer das versteht, kann sie als Format nutzen; wer nicht, lässt besser die Finger davon.
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