WM 2026 wetten: Was erlaubt ist, was es kostet und wer anbietet
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft anhand der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist gespielt. Spanien schlug Argentinien am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium mit 1:0 nach Verlängerung, Kylian Mbappé führte die Torschützenliste mit zehn Treffern an und der Wettbewerb lief erstmals mit 48 Nationen über 104 Spiele in Kanada, Mexiko und den USA. Wer in Deutschland auf dieses Turnier setzen wollte, konnte das nur bei einem Anbieter mit GGL-Erlaubnis tun, und eine Wette mit Bitcoin oder einem anderen anonymen Zahlungsmittel war dort ausgeschlossen. Wer heute auf eine WM wetten will, steht vor der Frage, welche dieser Anbieter für die nächste Auflage 2030 in Spanien, Portugal und Marokko das beste Angebot hat, was ein „Bonus“ wirklich kostet und wie sich Quote, Einsatz und Auszahlung zueinander verhalten.
Wie Favoritenquoten entstehen – und warum kein Tipp sicher ist
Eine Quote ist keine Vorhersage, sondern ein Preis, den der Wettanbieter für jedes mögliche Ergebnis festlegt. 2,10 für Spanien, 3,40 für ein Unentschieden und 3,60 für Argentinien bedeuten: Wer zehn Euro auf Spanien setzt, bekommt bei einem Sieg 21 Euro zurück; bei einem Unentschieden gibt es 34 Euro; bei einem argentinischen Sieg 36 Euro. Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote minus den Einsatz selbst, und die Quote multipliziert sich bei einer Kombiwette über mehrere Spiele zu einem neuen Preis. Eine Quote entsteht aus drei Dingen: der Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Ergebnis beimisst, einem Puffer für die eigene Marge und einem Rest, den die Wetten der Kundinnen und Kunden auf dieses Angebot erzeugen.

Wer die Favoriten für ein Turnier einschätzen will, schaut auf Form der letzten Monate, Kaderqualität, Verletzungslage und Spielplan. Für die WM 2026 standen Brasilien und Frankreich vor dem Turnier weit oben, Spanien und Argentinien galten als Mitfavoriten, England und Deutschland als Anwärter auf das Halbfinale – Mbappés zehn Tore zeigen im Nachhinein, dass die Quoten Frankreichs nicht zu hoch waren. Eine Quote zur Halbzeit eines laufenden Spiels ist allerdings etwas anderes als eine Quote vor dem Anpfiff, weil sich Wahrscheinlichkeiten verschoben haben. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Preise, keine Prognosen.
Hier liegt das erste Missverständnis des Marktes: Eine „Vorhersage“ aus Quoten ist eine Rückwärtsrechnung. Wenn ein Anbieter Spanien mit 2,10 anbietet und Argentinien mit 3,60, dann steckt in diesen Zahlen die Annahme, Spanien gewinnt in ungefähr 48 Prozent der Fälle und Argentinien in ungefähr 28 Prozent – der Rest ist Marge. Das ist die Sicht des Buchmachers, nicht der Ausgang eines Spiels. Eine Wette bleibt eine Wette, und kein System, kein Tipp und keine Statistik kann den Ausgang eines Fußballspiels vorhersagen. Wer das vergisst, zahlt am Ende die Marge, die der Anbieter in jede Quote eingepreist hat.
Ein zweiter Punkt zur Strategie: Die Quoten vor dem Anpfiff unterscheiden sich von den Live-Quoten, sobald das Spiel läuft. Bei einem Rückstand steigt die Quote für das hinten liegende Team, bei einer Führung sinkt sie. Wer kurz nach Anpfiff oder in der Halbzeitpause setzt, sieht andere Preise als am Morgen – und oft eine schlechtere Marge, weil Livewetten-Märkte vom Anbieter knapper kalkuliert werden. Bei der WM 2026 fiel das Ergebnis Spanien gegen Argentinien erst in der Verlängerung; wer vor dem Spiel auf Spanien gesetzt hatte, wartete mehr als hundert Minuten auf die Auszahlung.
Wer Favoritenquoten lesen will, liest sie als das, was sie sind – Preise für ein offenes Ereignis. Eine Überraschung ist immer möglich, und der Marktwert einer Quote sagt nichts darüber, was am Ende passiert.
Wettmärkte, Quoten und Auszahlung – was es zur WM 2026 gab
Die Weltmeisterschaft bot vier große Klassen von Märkten. Langfristige Wetten laufen vor dem Turnier und werden mit dem Finale entschieden – Weltmeister, Gruppensieger, Torschützenkönig. Spielwetten werden vor dem Anpfiff oder live während des Spiels angeboten – Sieger, Unentschieden, Doppelte Chance, Handicap, Über/Unter Tore, Ergebnis zur Halbzeit, exaktes Ergebnis. Spielerwetten zielen auf Einzelleistungen – Torschütze, Vorlagengeber, Karten, Eckbälle. Spezialwetten fassen mehrere Partien zusammen – wer kommt ins Halbfinale, wer gewinnt die erste Gruppe A, wer erzielt das erste Tor des Turniers.

Mbappé als Torschützenkönig mit zehn Treffern zeigt, dass die Wettmärkte vor dem Turnier die Ausnahme nicht vorhersehen können: Vor der WM 2026 galten andere Stürmer als wahrscheinlichere Anwärter, und wer auf den Franzosen setzte, hatte vor dem Halbfinale gegen Spanien eine Quote, die seine Wahl nachträglich rechtfertigte. Langfristige Wetten sind deshalb riskant, weil das eingesetzte Geld über Wochen oder Monate gebunden ist und ein Ausscheiden in der Gruppenphase den gesamten Einsatz kostet.
Die Auszahlung folgt einer einfachen Rechnung. Eine Einzelwette mit Einsatz E und Quote Q zahlt bei einem Gewinn E × Q aus; der Nettogewinn ist E × (Q − 1). Eine Kombiwette mit zwei Auswahlen zu Q₁ und Q₂ hat die Gesamtquote Q₁ × Q₂ – beide müssen eintreffen, damit die Wette gewinnt. Beispiel: 10,00 Euro auf eine Kombiwette mit zwei Auswahlen zu 1,80 und 2,50 ergibt eine Gesamtquote von 4,50, eine Auszahlung von 45,00 Euro bei Gewinn, einen Gewinn von 35,00 Euro. Verliert auch nur eine Auswahl, ist der Einsatz verloren.
Die Auszahlungsquote eines Marktes gibt an, welchen Anteil der Einsätze der Anbieter im Durchschnitt wieder auszahlt; der Rest ist die Marge des Buchmachers. Sie wird berechnet als 1 ÷ (1/Q₁ + 1/Q₂ + … + 1/Qₙ) über alle Auswahlen eines Marktes. Für ein illustratives 1X2-Markt mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 90 Prozent, also eine Marge von etwa zehn Prozent – ein typischer Wert für einen WM-Spielmarkt vor dem Anpfiff. Das heißt: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, fließen im Durchschnitt etwa zehn Cent an den Anbieter, der Rest wird als Gewinn ausgeschüttet. Eine Marge von fünf Prozent wäre für den Anbieter ungewöhnlich günstig, eine Marge von fünfzehn Prozent für den Kunden ungewöhnlich teuer.
Die Wettsteuer verändert die Rechnung auf der Seite des Anbieters, nicht direkt die Auszahlung. Die Wettsteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und damit ungefähr 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden. Ob und wie ein Anbieter die Steuer an die Kundschaft weitergibt, ist seine eigene Entscheidung: Manche ziehen sie direkt vom Einsatz ab, manche verrechnen sie mit dem Gewinn, manche tragen sie selbst. Wer die Bedingungen vergleicht, liest dazu die AGB des Anbieters – eine pauschale Aussage „die Wettsteuer zahlt der Kunde“ oder „zahlt der Anbieter“ lässt sich für den Markt insgesamt nicht machen.
Eine Livewette folgt denselben Regeln wie eine Vorabwette, nur dass sich die Quoten während des Spiels bewegen. In Deutschland ist das Livewetten-Angebot gesetzlich enger als in anderen Märkten: Erlaubt ist die Livewette auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Fußball ist die Wette auf das nächste Tor erlaubt; beim Tennis der nächste Satz; nicht erlaubt ist die Wette auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball. Wer auf den nächsten Punkt im Tennis setzt, spielt bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – und damit auf einem Markt, der von OASIS und LUGAS nicht erfasst ist.
Spielplan, Gruppen und Stationen der WM 2026
Die WM 2026 begann am 11. Juni 2026 mit dem Eröffnungsspiel im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt und endete am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey. Erstmals nahmen 48 Mannschaften teil, aufgeteilt in zwölf Vierergruppen. Die Gruppenphase endete nach drei Spieltagen pro Mannschaft, danach folgte eine K.-o.-Phase, die mit einem Sechzehntelfinale begann – eine zusätzliche Runde gegenüber früheren Turnieren mit 32 Mannschaften. Insgesamt 104 Spiele standen auf dem Programm, verteilt auf Stadien in Kanada, Mexiko und den USA.
Das Halbfinale am 15. und 16. Juli 2026 brachte Spanien gegen Frankreich (2:0) und Argentinien gegen England (2:1). Das Spiel um Platz drei am 18. Juli 2026 in Miami Gardens endete 6:4 für England gegen Frankreich – ein Ergebnis, das die Quoten im Vorfeld nicht vorausgesagt hatten. Das Finale am 19. Juli 2026 entschied Spanien mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien für sich und holte damit den zweiten WM-Titel nach 2010. Brasilien bleibt mit fünf Titeln Rekordweltmeister, Deutschland folgt mit vier Titeln (1954, 1974, 1990, 2014); die nächste Fußball-WM findet 2030 in Spanien, Portugal und Marokko statt, die darauf folgende 2034 in Saudi-Arabien. Die FIFA veranstaltet das Turnier alle vier Jahre, die erste Weltmeisterschaft wurde 1930 in Uruguay ausgetragen.
Für Wettmärkte bedeutet die Erweiterung von 32 auf 48 Mannschaften, dass mehr Spiele angeboten werden, aber auch mehr Spiele mit klaren Außenseitern in der Gruppenphase. Die Quote für einen klaren Favoriten gegen einen klaren Außenseiter liegt oft unter 1,20 – das ist kein Tipp, sondern eine Pflichtübung für den Anbieter, dessen Marge in solchen Märkten am höchsten ausfällt.
Vergleich der Anbieter mit GGL-Erlaubnis
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, deren Sportwetten-Domain nach der Whitelist der GGL vom 2. Oktober 2026 eine Erlaubnis für Sportwetten nach § 9 Abs. 8 GlüStV besitzt. Die Spalte „Erlaubnis seit“ nennt das Datum der erstmaligen Erlaubnis für die jeweilige Domain. Keine Zeile ist eine Empfehlung; sie zeigt diejenigen Anbieter, die in Deutschland legal Sportwetten anbieten, mit der Information, die die Behörde selbst veröffentlicht.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Erlaubnis für Sportwetten seit |
|---|---|---|
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (NetX Betting Limited) | 19.11.2020 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (Tipico Co. Limited) | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Erlaubnis des Regierungspräsidiums Darmstadt (Oddset Sportwetten GmbH) | 18.11.2020 |
| Bet3000 | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (I.B.C. Sportsbetting Limited) | 22.04.2026 |
| Betway | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (Betway Limited) | 09.03.2021 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (Torro Tec Limited) | 30.06.2021 |
| Betano | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (Betkick Sportsbetting Limited) | 19.02.2021 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (LVSports Limited) | 21.10.2024 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (Hillside (Europe) ENC) | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag als Veranstalter (Sportingbet (Deutschland) Limited) | 09.10.2020 |
Die Tabelle zeigt, wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Sie sagt nichts über Quoten, Boni oder Bedienung – diese Vergleiche gehören in die jeweiligen Abschnitte unten.
Was eine Wette in Deutschland kostet – das Erlaubnissystem
In Deutschland dürfen Sportwetten nur Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder anbieten. Die Behörde mit Sitz in Halle an der Saale führt die sogenannte Whitelist nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) 2021. Die Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis und drei reine Pferdewett-Anbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, weil auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis eine .de-Domain registrieren können. Wer eine Wette platzieren will, prüft vor der Anmeldung die Whitelist. Der einfachste Weg: Auf der Website der Behörde glücksspiel-behoerde.de den Eintrag für die Domain suchen.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur das Datum der erstmaligen Erlaubnis und eventuelle Folgeerlaubnisse, kein Enddatum. Eine Erlaubnis gilt, bis sie widerrufen oder zurückgenommen wird – wer einen Eintrag sieht, kann die Wette platzieren.
Was darf auf welche Weise gewettet werden? Das Sportwettprogramm ist in § 21 GlüStV geregelt. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts sowie auf Vorkommnisse im Ereignis, einzeln oder in Kombination. Livewetten sind eingeschränkt: Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente gewettet werden, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Fußball ist die Livewette auf das nächste Tor zulässig; beim Tennis auf den nächsten Satz; nicht zulässig ist die Livewette auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball. Ebenfalls nicht erlaubt sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateursportlern, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße. Die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurwettbewerb; Wetten auf diese Ligen sind über lizenzierte Anbieter in Deutschland nicht verfügbar. Auf esports darf in Deutschland nicht gewettet werden – die GGL erkennt esports nicht als Sport an.
Wer zahlt, zahlt mit eigenem Namen. Eine Wette darf nur von einem Zahlungskonto auf den Namen der spielenden Person bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz bezahlt werden (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – das ist die Norm, die Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Markt in Deutschland heraushält. Wer mit Bitcoin oder Ether wetten will, findet keine Annahmestelle unter den GGL-lizenzierten Anbietern. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Die steuerliche Seite ist eine eigene Frage. Die Wettsteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und damit rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht von der spielenden Person. Ob ein Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, ist seine eigene Entscheidung. Eine bezahlte Wettsteuer ist im Übrigen kein Nachweis einer Erlaubnis: Auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zahlen Wettsteuer, und die Steuer wird unabhängig von der Lizenzsituation fällig.
Was passiert bei einem Anbieter ohne Erlaubnis? Das Angebot von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL warnt vor illegalen Angeboten und nennt dabei namentlich einzelne Marken. Strafrechtlich kann das Veranstalten solcher Wetten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, das Werben mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielerinnen und Spieler sind nicht bekannt – weder ein Freifahrtschein noch eine Drohung, mit der sich dramatisieren ließe. Die GGL kann Anbieter mit Untersagungsverfügung, Zahlungs- und Netzsperren belegen (§ 9 GlüStV). Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht; der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen am 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten. Eine Garantie, dass verlorene Einsätze erstattet werden, ist das nicht – die Frage wird fallweise vor Gericht entschieden.
Spielerschutz – was OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit leisten
Spielerschutz ist in Deutschland nicht Appellsache, sondern gesetzliche Pflicht. Wer bei einem GGL-lizenzierten Anbieter spielt, ist in ein System eingebunden, das drei Dinge miteinander verbindet: das Einzahlungslimit, die Sperrdatei und die Aktivitätsdatei.
Das Einzahlungslimit beträgt nach § 6c Abs. 1 GlüStV 1.000 Euro pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter darf für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen – bis zu 30.000 Euro, höchstens aber für ein Prozent seiner aktiven Spielenden – aber nur gegen einen nachweisbaren wirtschaftlichen Leistungsnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Die Logik dahinter: Wer mehr Geld ausgeben will, muss nachweisen, dass er es sich leisten kann, und muss eine Woche warten, in der die Entscheidung noch einmal überdacht werden kann.
Die Sperrdatei OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Jeder Anbieter muss bei jeder Anmeldung und bei jedem Login prüfen, ob die Person gesperrt ist. Eine Selbstsperre, die mit Frist gesetzt wird, dauert mindestens drei Monate; eine ohne Frist mindestens ein Jahr. Wer einmal in OASIS ist, wird bei keinem anderen Anbieter mehr angenommen, der an das System angeschlossen ist – und alle GGL-lizenzierten Anbieter sind angeschlossen. Zusätzlich gibt es den Panikbutton nach § 6i Abs. 3: Eine Sofort-Sperre für 24 Stunden, ohne Begründung, ohne Wartezeit. Wer den Panikbutton drückt, wird innerhalb der nächsten 24 Stunden nicht spielen können.
Die Aktivitätsdatei LUGAS verhindert das parallele Spielen bei mehreren Anbietern (§ 6h GlüStV). Eine spielende Person darf nur bei einem Anbieter gleichzeitig aktiv sein – wer bei Anbieter A angemeldet ist, kann sich nicht parallel bei Anbieter B anmelden, ohne sich bei A abzumelden. Das System schließt eine Lücke, die sonst durch das Einzahlungslimit entstehen würde: Ohne Aktivitätsdatei könnte eine Person 1.000 Euro bei A einzahlen, das Limit voll ausschöpfen und weitere 1.000 Euro bei B einzahlen.
Die Verifikation läuft beim Anbieter selbst. Vor der vollständigen Verifikation darf ein Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlungen erlauben (§ 6a GlüStV). Wer spielen will, muss sich ausweisen – nicht der Anbieter entscheidet das, sondern das Gesetz. Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt; mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern sind zulässig, aber jeweils nur eines pro Anbieter.
Was diese Regeln nicht leisten: Sie greifen nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Eine Selbstsperre in OASIS sperrt nicht für ausländische Anbieter – wer dort spielen will, kann es tun. Die Sperre entfaltet ihre Wirkung nur innerhalb des lizenzierten Marktes.
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über das Angebot „Spielen mit Verantwortung“, die Anonymen Spielerinnen und Spieler und die Fachstellen der Länder. Eine Aufnahme in OASIS ist auch über diese Stellen möglich, nicht nur direkt beim Anbieter.
Krypto und Anonymität – warum lizenzierte Anbieter keine Coins annehmen
Wer mit Bitcoin, Ether oder USDT auf eine WM wetten will, sucht am deutschen lizenzierten Markt vergebens. Der Grund steht in § 6b Abs. 4 GlüStV: Eine Wette darf nur von einem Zahlungskonto auf den Namen der spielenden Person bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz bezahlt werden. Kryptowährungen sind keine Zahlungskonten im Sinne dieser Norm; sie werden nicht von einem Institut nach dem GwG verwahrt, sie sind pseudonym statt namensgebunden, und die Anonymität, die sie ermöglichen, ist genau das, was das Gesetz ausschließen will.
Dasselbe gilt für anonyme Prepaid-Karten und für Bargeldtransfers über zwischengeschaltete Plattformen. Das ist keine Eigenheit einzelner Anbieter – es ist die Norm, an die jeder GGL-lizenzierte Anbieter gebunden ist. Wer „Krypto-Sportwetten zur WM“ beworben sieht, sieht ein Angebot außerhalb des lizenzierten Marktes. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist in Deutschland ohne Bedeutung.
Was Offshore-Anbieter anders machen – und was es kostet. Offshore-Anbieter akzeptieren Kryptowährungen, weil sie an LUGAS und OASIS nicht angeschlossen sind, kein deutsches Konto nach § 6b Abs. 4 führen müssen und keine Aktivitätsdatei führen. Das ist der eine Teil. Der andere Teil: Dieselbe Freiheit bedeutet, dass kein deutsches Einzahlungslimit gilt, keine Selbstsperre möglich ist und keine Auszahlung nach fünf Werktagen garantiert wird. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keine deutsche Beschwerdestelle und kein deutsches Gericht, das eine Rückzahlung verlangen könnte – auch wenn der Bundesgerichtshof mit der Vorlage an den EuGH die Richtung gewiesen hat, ist eine Erstattung keine Selbstverständlichkeit.
Wer mit Krypto wettet, spielt also gegen drei Strukturkosten: keine Sperrmöglichkeit, kein deutsches Limit, kein deutscher Rechtsweg. Die Quoten sind manchmal besser – das ist der eine Vorteil, den Offshore-Anbieter bieten können – aber die rechtliche Lage ist eine andere. Wer das Risiko scheut, bleibt im lizenzierten Markt und verzichtet auf Krypto.
Boni und Gratiswetten – was Marketingversprechen wirklich heißen
Boni sind das, was Anbieter am lautesten bewerben, und das, was am leichtesten missverstanden wird. „100 Prozent Bonus“ heißt nicht 100 Euro geschenkt, sondern: Der Anbieter verdoppelt eine Einzahlung bis zu einer bestimmten Höhe – und das Geld ist erst dann auszahlbar, wenn eine Umsatzbedingung erfüllt ist. „Gratiswette“ heißt nicht risikofrei, sondern: Der Einsatz der Gratiswette wird im Gewinnfall nicht zurückgezahlt. „Risikofreie Wette“ heißt meistens: Die verlorene Wette wird als neue Gratiswette zurückerstattet, nicht in Geld. Die Wettbranche hat für jede Variante ein eigenes Wort, und kein Wort meint genau das, was es im allgemeinen Sprachgebrauch heißt.
Was eine Gratiswette wirklich wert ist, hängt von der Quote ab, auf die sie gesetzt wird. Bei einer Gratiswette über 10 Euro auf eine Quote von 3,00 ist der Erwartungswert 10 × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × Auszahlungsquote des Marktes – bei einer Auszahlungsquote von 90 Prozent sind das ungefähr 6 Euro. Eine Gratiswette über 10 Euro ist also kein 10-Euro-Gewinn, sondern ein durchschnittlicher Wert von rund 6 Euro – und auch das nur, wenn die Quote hoch genug ist, um die Marge des Anbieters zu übersteigen. Wer die Gratiswette auf eine Quote unter 2,00 setzt, verschenkt einen Teil ihres Werts; wer sie auf eine Quote über 5,00 setzt, gewinnt mehr, riskiert aber auch mehr.
Was eine Umsatzbedingung kostet. „Bonus und Einzahlung müssen 5-mal zu einer Mindestquote von 1,80 umgesetzt werden“ – das ist die Standardformulierung, die Anbieter verwenden. Bei einer Einzahlung von 100 Euro und einem 100-Euro-Bonus sind das 1.000 Euro Umsatz, der zu Quote 1,80 oder höher erbracht werden muss. Wer mit Einzelwetten à 10 Euro spielt, muss 100 Wetten platzieren; mit Kombiwetten weniger, dafür mit höherem Risiko. Wer die Bedingung nicht erfüllt, verliert Bonus und alle Gewinne, die aus dem Bonus erzielt wurden.
Was eine Mindestquote macht. Die Mindestquote 1,80 bedeutet: Wetten zu niedrigeren Quoten zählen nicht für den Umsatz. Das schließt klare Favoritenwetten aus – wer auf Spanien gegen die Außenseiter-Mannschaft der Gruppe setzt, liegt mit 1,15 deutlich unter der Grenze. Die Mindestquote ist der Hebel, mit dem der Anbieter sicherstellt, dass der Umsatz nicht auf risikofreien Märkten erbracht wird. Wer das übersieht, spielt – und wundert sich am Ende, dass der Bonus nicht ausgezahlt wird.
Was eine Frist macht. „30 Tage ab Gutschrift“ – wer die Umsatzbedingung in dieser Zeit nicht erfüllt, verliert den Bonus. Das ist der zweite Hebel: Wer zu wenig spielt, verliert; wer zu viel setzt, läuft Gefahr, in eine Verlustserie zu geraten, die der Bonus nicht ausgleicht. Eine Frist ist nicht kosmetisch, sie ist Teil der Rechnung.
Was eine Obergrenze für Gewinne aus dem Bonus macht. Manche Anbieter begrenzen den auszahlbaren Gewinn aus einem Bonus auf das Fünf- oder Zehnfache des Bonus. Wer mit einem 100-Euro-Bonus 800 Euro Gewinn macht, bekommt vielleicht nur 500 Euro ausgezahlt. Das ist ein dritter Hebel, der selten beworben wird.
Bonusse und Gratiswetten sind Geschäftsmodelle, keine Geschenke. Wer einen Bonus annimmt, akzeptiert die Bedingungen – und die Bedingungen sind der Teil des Angebots, den die Werbung nicht zeigt. Die Reihenfolge im Kleingedruckten: Bonusbetrag, Mindesteinzahlung, Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist, zugelassene Märkte, maximale Einsatzhöhe pro Wette, Gewinnobergrenze. Wer sich vor der Annahme fünf Minuten mit dem Kleingedruckten beschäftigt, weiß mehr als die meisten, die den Bonus annehmen.
Anbieter im Detail
Die folgenden zehn Anbieter stehen in der Reihenfolge der Whitelist-Übersicht. Jeder Eintrag zeigt, was die Behörde zur Erlaubnis sagt, und was die Seite des Anbieters zum Wetten auf Fußballturniere zeigt. Keine Zeile ist eine Empfehlung; die Reihenfolge ist die der Whitelist, nicht die eines Rankings.
Sportwetten.de
Sportwetten.de wird nach der Whitelist der GGL von der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, veranstaltet. Die Erlaubnis für die Domain wurde am 19. November 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und Handball ab; zu den angebotenen Features gehören Livewetten und ein Wettkonfigurator, mit dem Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Kombiwette zusammengestellt werden können.
Was den Anbieter von anderen abhebt, ist die schmale Bedienoberfläche und der Fokus auf den deutschen Markt: Die Seite ist komplett deutschsprachig, der Support auf Deutsch, und die Wettsteuer wird nach Anbieterangaben vom Anbieter getragen. Wer einen Anbieter sucht, der sich auf den deutschen Markt konzentriert und nicht mit Marketing-Versprechen überfrachtet ist, findet hier eine reduzierte Oberfläche. Wer ein breites Livewetten-Angebot mit Streams sucht, ist bei einem anderen Anbieter besser aufgehoben.
Tipico
Tipico wird nach der Whitelist der GGL von der Tipico Co. Limited veranstaltet. Die Erlaubnis für die Domain wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. Die App im Apple App Store wird vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und bewirbt Cashout und Live-Wetten auf laufende Fußballspiele. Tipico ist im deutschen Markt der Anbieter mit der größten Bekanntheit und einem dichten Filialnetz; die Online-Plattform spiegelt diese Marktposition in Breite und Tiefe des Wettangebots. Im April 2026 liegt der Anbieter zudem in einem zivilrechtlichen Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof: Ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 Euro Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück; der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten.
Wer einen Anbieter mit hoher Marktdurchdringung, dichter Livewetten-Abdeckung und einer App mit Cashout-Funktion sucht, landet bei Tipico. Wer einen Anbieter ohne anhängige zivilrechtliche Verfahren sucht, schaut auf einen anderen.
ODDSET
ODDSET wird nach der Whitelist der GGL von der Oddset Sportwetten GmbH veranstaltet; die Erlaubnis wurde am 18. November 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022 durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Aufsicht führt die GGL. ODDSET ist die Marke des Deutschen Lotto- und Totoblocks, die Sportwetten seit 1998 anbietet; sie hat eine besondere Stellung im stationären Vertrieb über die Lotto-Annahmestellen.
Wer Wetten am Schalter der Lotto-Annahmestelle abgeben möchte, ist bei ODDSET richtig. Wer eine moderne Online-Plattform mit Livewetten und App sucht, findet bei anderen Anbietern mehr.
Bet3000
Bet3000 wird nach der Whitelist der GGL von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, veranstaltet. Die Erlaubnis für die Domain wurde am 22. April 2026 erteilt – die jüngste Ersterlaubnis der hier aufgeführten Anbieter. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey ab.
Wer einen Anbieter mit frischer Erlaubnis und ohne lange Historie auf dem deutschen Markt sucht, findet hier einen Neueinsteiger mit knapper Erlaubnis. Wer eine breite Plattform mit langer Marktpräsenz sucht, ist bei einem Anbieter mit Erlaubnis aus 2020 oder 2021 besser aufgehoben.
Betway
Betway wird nach der Whitelist der GGL von der Betway Limited veranstaltet. Die Erlaubnis für die Domain wurde am 9. März 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Die App im Apple App Store bietet Cashout und einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Der Cash-Out erscheint unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.
Wer einen Anbieter mit Wettkonfigurator für mehrere Partien sucht, findet bei Betway den Konfigurator+. Wer ein anderes Cashout-Design bevorzugt, vergleicht mit Tipico und Sportingbet.
Tiptorro
Tiptorro wird nach der Whitelist der GGL von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta veranstaltet. Die Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Die App im Apple App Store wird vom Entwickler Torro Tec Limited angeboten und beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL.
Wer einen Anbieter mit App und einfacher Bedienung sucht, ist bei Tiptorro richtig. Wer ein anderes Bedienkonzept bevorzugt, vergleicht.
Betano
Betano wird nach der Whitelist der GGL von der Betkick Sportsbetting Limited veranstaltet. Die Erlaubnis wurde am 19. Februar 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Die App im Apple App Store bietet einen Bet Builder, mit dem mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette kombiniert werden können, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Wer einen Anbieter mit Live-Streaming sucht, ist bei Betano richtig. Wer keinen Sport außer Fußball verfolgt, vergleicht mit Tipico und bet365, die ebenfalls Streaming anbieten.
LeoVegas
LeoVegas wird nach der Whitelist der GGL von der LVSports Limited veranstaltet. Die Erlaubnis für Sportwetten wurde am 21. Oktober 2024 erteilt – die zweite Erlaubnis nach der für virtuelle Automatenspiele am 27. Februar 2023. LeoVegas ist vor allem als Casino-Anbieter bekannt; die Sportwetten-Erlaubnis ist jünger und schmaler im Programm als bei den etablierten Wettanbietern.
Wer einen Anbieter mit kombinierter Casino- und Sportwetten-Plattform sucht, ist bei LeoVegas richtig. Wer einen reinen Sportwetten-Anbieter mit breitem Fußball-Programm sucht, ist bei bet365 oder Tipico besser aufgehoben.
bet365
bet365 wird nach der Whitelist der GGL von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, veranstaltet. Die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. bet365 ist im deutschen Markt einer der Anbieter mit dem breitesten Wettprogramm, dem dichtesten Livewetten-Angebot und der umfangreichsten Streaming-Abdeckung. Wer bet365 nutzt, nutzt einen Anbieter mit internationalem Standard und deutscher Erlaubnis.
Wer einen Anbieter mit dem breitesten Wettprogramm und Live-Streaming sucht, landet bei bet365. Wer eine schmalere Oberfläche bevorzugt, vergleicht mit Sportwetten.de.
Sportingbet
Sportingbet wird nach der Whitelist der GGL von der Sportingbet (Deutschland) Limited veranstaltet. Die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker; Sportingbet bietet einen Konfigurator+ und Live-Wetten an.
Wer einen Anbieter mit breitem Programm über Fußball hinaus sucht, ist bei Sportingbet richtig. Wer reine Fußballwetten sucht, vergleicht mit bet365 und Tipico.
Verlässlichkeit der Quoten – was Werbung wirklich sagt
Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0 Prozent Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Werbung verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus den Sportarten Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Winamax ist nicht im Abschnitt „Vergleich der Anbieter mit GGL-Erlaubnis“ der zehn Anbieter mit einer Erlaubnis für die Domain winamax.de auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 enthalten. Wer die Werbung sieht, sollte die Whitelist prüfen, bevor er ein Konto eröffnet.
Tipwin ist Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes; die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Eine Partnerschaft mit einem nationalen Sportverband ist kein Nachweis einer GGL-Erlaubnis – die Erlaubnis erteilt die Behörde, nicht der Verband. Wer eine Wette platzieren will, prüft die Whitelist.
Solche Marketing-Verweise gehören zur Fußball-Landschaft; sie sind Hinweise, keine Garantien. Eine Werbung mit „besten Quoten“ bezieht sich auf eine konkrete Stichprobe, nicht auf den Gesamtmarkt. Eine Partnerschaft mit einem Sportverband ist eine Marketing-Kooperation, keine Lizenz.
Was ein Tipp kostet – und warum Marge entscheidend ist
Wer eine Wette platziert, zahlt nicht nur den Einsatz – er zahlt auch die Marge des Anbieters. Eine Marge von zehn Prozent bedeutet: Von jedem Euro, der auf einen Markt gesetzt wird, fließen zehn Cent an den Anbieter, neunzig Cent werden als Gewinn ausgeschüttet. Bei einer Marge von fünf Prozent sind es fünf Cent; bei fünfzehn Prozent fünfzehn Cent. Die Marge variiert von Markt zu Markt: Vorab-Märkte zu Spielausgängen haben oft eine Marge von fünf bis acht Prozent, Live-Märkte eher acht bis zwölf, Langfristwetten bis zu zwanzig Prozent. Anbieter mit knapper Marge sind nicht großzügig, sondern preisbewusst – die Marge ist ihr Ertrag.
Eine Wette mit Einsatz 10 Euro und Quote 2,10 auf einen Markt mit zehn Prozent Marge zahlt bei einem Gewinn 21 Euro aus. Wenn die Quote bei einem Anbieter mit acht Prozent Marge 2,15 wäre, zahlt sie 21,50 Euro aus. Der Unterschied von 50 Cent auf 10 Euro Einsatz entspricht einer um fünf Prozentpunkte höheren Auszahlungsquote. Über hundert Wetten im Jahr sind das 50 Euro Unterschied – nicht genug, um den Anbieter zu wechseln, aber genug, um die Quote im Auge zu behalten.
Wer Quoten vergleicht, vergleicht sie für denselben Markt, dasselbe Ereignis und denselben Zeitpunkt. Eine Quote 24 Stunden vor dem Spiel ist nicht die Quote 60 Minuten vor dem Spiel; eine Quote bei Anbieter A ist nicht die Quote bei Anbieter B. Wer den Markt ernst nimmt, prüft zwei oder drei Anbieter nebeneinander – und schätzt ab, ob der Aufwand den Unterschied aufwiegt.
Die Wettsteuer verändert das Bild, je nachdem ob der Anbieter sie trägt oder weitergibt. Ein Anbieter, der die Steuer trägt, hat effektiv eine knappere Marge als ein Anbieter, der sie an die Kundschaft weitergibt – und kann deswegen niedrigere Quoten anbieten, ohne schlechter zu sein. Wer die Quoten vergleicht, vergleicht, was am Ende ausgezahlt wird, nicht was als Quote auf dem Wettschein steht.
Verantwortung beim Wetten
Wer auf eine Weltmeisterschaft wettet, wettet auf mehr als ein Spiel: 104 Spiele in vier Wochen, dazu Livewetten und Langfristwetten, dazu Märkte auf Spieler und ein Spielplan, der auch späte europäische Slots bedient. Das ist ein Tempo, das viel Geld in kurzer Zeit bindet – und das den Spielerschutz herausfordert.
Drei einfache Schritte vor der ersten Wette: Einzahlungslimit im eigenen Konto setzen. Das gesetzliche Maximum ist 1.000 Euro pro Monat; wer weniger will, senkt das Limit im Profil. Senkungen gelten sofort. Realitäts-Check vor jeder Einzahlung. Eine Einzahlung ist kein Investment; sie ist Einsatz. Wer nicht bereit ist, den Betrug am Ende zu verlieren, zahlt nicht ein. Abstand nur bei jedem Programm. Wer drei Stunden am Stück wettet, hat keine Aufmerksamkeit mehr für die Quoten. Pause, Getränk, ein Spaziergang – und am nächsten Tag mit klarem Kopf weiter.
Wer merkt, dass die Kontrolle verloren geht, hat mehrere Wege: Den Panikbutton für 24 Stunden Sperre, die Selbstsperre in OASIS für mindestens drei Monate (mit Antrag beim Anbieter), und externe Hilfsangebote wie die Anonymen Spielerinnen und Spieler, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Fachstellen der Länder. Eine Selbstsperre in OASIS sperrt nicht nur beim Anbieter, an dem sie beantragt wurde, sondern bei allen GGL-lizenzierten Anbietern in Deutschland.
Was das Gesetz nicht leisten kann: Es schützt nur im lizenzierten Markt. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keinen Zugang zu OASIS, zu LUGAS und zur Aktivitätsdatei. Wer den Schutz sucht, bleibt im lizenzierten Markt – und wer den lizenzierten Markt verlässt, verlässt auch den Schutz.
Häufige Fragen
Wie wettet man aus Deutschland auf die Weltmeisterschaft, und bei welchen Anbietern ist das erlaubt?
In Deutschland dürfen nur Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Sportwetten anbieten. Die Behörde führt eine Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Wer auf eine WM wetten will, prüft vor der Anmeldung, ob die Domain des Anbieters auf der Liste steht. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 enthält 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis; jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein ist noch keine Erlaubnis. Bei einem Anbieter ohne Listeneintrag ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel.
Welche Mannschaft hat die WM 2026 gewonnen, und wie lassen sich Favoritenquoten im Nachhinein einordnen?
Spanien gewann das Finale am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien und holte damit den zweiten WM-Titel nach 2010. Im Halbfinale schlug Spanien Frankreich mit 2:0 und Argentinien England mit 2:1; das Spiel um Platz drei endete 6:4 für England gegen Frankreich. Kylian Mbappé führte die Torschützenliste mit zehn Treffern an. Favoritenquoten vor dem Turnier sind Preise, keine Vorhersagen – sie spiegeln die Einschätzung der Anbieter, nicht den Ausgang. Dass Brasilien und Frankreich als Top-Favoriten galten, ändert nichts daran, dass Spanien das Turnier gewann.
Darf bei lizenzierten deutschen Anbietern mit Krypto auf die WM gewettet werden?
Nein. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV darf eine Wette nur von einem Zahlungskonto auf den Namen der spielenden Person bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz bezahlt werden. Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether sind keine Zahlungskonten im Sinne dieser Norm und werden von keinem GGL-lizenzierten Anbieter angenommen. Anonyme Prepaid-Karten und Bargeldtransfers über zwischengeschaltete Plattformen sind ebenfalls ausgeschlossen. Wer mit Krypto auf eine WM wetten will, spielt bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – und damit ohne OASIS, ohne LUGAS und ohne deutschen Rechtsweg.
Wie funktionieren Gratiswetten und Wettboni zur WM, und was bedeutet Mindestquote?
Eine Gratiswette ist eine Wette, deren Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird – der Erwartungswert ist niedriger als der Nennwert. Ein Bonus ist eine Gutschrift, die an Umsatzbedingungen gebunden ist: Bonus und Einzahlung müssen mehrfach zu einer Mindestquote umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die Mindestquote – oft 1,80 – schließt klare Favoritenwetten vom Umsatz aus. Eine Frist – oft 30 Tage – setzt den Zeitrahmen; eine Gewinnobergrenze limitiert den auszahlbaren Gewinn aus dem Bonus. Wer einen Bonus annimmt, liest das Kleingedruckte: Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist, zugelassene Märkte und maximale Einsatzhöhe pro Wette.
Welche Livewetten sind während eines WM-Spiels erlaubt?
Während eines laufenden Spiels darf nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Fußball ist die Livewette auf das nächste Tor zulässig; beim Tennis auf den nächsten Satz. Nicht zulässig ist die Livewette auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder vergleichbare Mikromärkte. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateursportlern, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße sind ebenfalls nicht erlaubt. Auf esports darf in Deutschland nicht gewettet werden.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer daran?
Die Auszahlung einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote; der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen zur Gesamtquote – alle Auswahlen müssen eintreffen. Die Wettsteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und damit rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht von der spielenden Person. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung – manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche verrechnen sie mit dem Gewinn, manche tragen sie selbst. Wer die Steuerlast vergleicht, liest die AGB des Anbieters.
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