Volleyball-Wetten 2026: Welche Anbieter in Deutschland Quote stellen
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Eine Volleyball-Wette in Deutschland läuft über dieselben Regeln wie jede andere Sportwette: Der Anbieter braucht eine Erlaubnis der GGL, der Spieler einen Ausweis, der Schein einen Einsatz. Was den Sport vom Mainstream unterscheidet, ist die schmale Angebotstiefe. Bundesliga, Champions League, die großen Beach-Turniere – vieles andere bleibt in deutschen Wettprogrammen unbesetzt. Wer auf Volleyball setzen will, prüft also zweierlei: ob der Anbieter überhaupt eine Erlaubnis hat, und ob er den Wettbewerb im Programm führt.

Zehn Anbieter für Volleyball-Wetten im Vergleich
Welche Volleyball-Spiele ein Wettanbieter listet, entscheidet der Anbieter selbst. Die GGL verlangt eine Sportwetten-Erlaubnis, schreibt aber kein Sportprogramm vor. Die folgende Tabelle enthält ausschließlich Marken, deren deutsche Sportwetten-Domain am 02.10.2026 auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder eingetragen war, mit der jeweils verzeichneten Halter-Gesellschaft und dem Datum der Erlaubnis. Welche konkreten Wettbewerbe – Bundesliga, Champions League, polnische PlusLiga, italienische SuperLega, Beach-Turniere – ein Anbieter tatsächlich ins Programm nimmt, schwankt von Saison zu Saison und ist Sache des Wettprogramms, nicht der Whitelist.
| Anbieter | Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| ODDSET | GGL-Whitelist, Sportwetten | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Bet3000 | GGL-Whitelist, Sportwetten | I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) | 22.04.2026 |
| Sportingbet | GGL-Whitelist, Sportwetten | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | GGL-Whitelist, Sportwetten | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| NEO.bet | GGL-Whitelist, Sportwetten | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | GGL-Whitelist, Sportwetten | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| VBet | GGL-Whitelist, Sportwetten | SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) | 05.12.2023 |
| Tipico | GGL-Whitelist, Sportwetten | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Tipwin | GGL-Whitelist, Sportwetten | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | GGL-Whitelist, Sportwetten | DZBT Operations Limited, Zebbug (Malta) | 22.08.2023 |
Gemeinsam ist allen zehn: Sie dürfen auf .de Sportwetten anbieten, ihre Erlaubnis steht im Bundesland Hessen unter Aufsicht der GGL, sie sind an OASIS und LUGAS angeschlossen, und sie akzeptieren ausschließlich Zahlungen von Konten, die auf den Namen des Spielers laufen. Eine Erlaubnis zum Casino oder zu Slots, die einige Inhaber zusätzlich besitzen, ist keine Erlaubnis für Sportwetten – das Sportwettenprogramm muss eigenständig auf der Whitelist stehen. Die hier aufgeführten Anbieter erfüllen das. Sie sind keine Empfehlung; sie sind die Menge, aus der ein Volleyball-Spieler in Deutschland wählen kann, ohne gegen § 4 Abs. 1 GlüStV zu verstoßen.

Unterschiede liegen im Detail, das diese Tabelle bewusst nicht erfasst: Welche Ligen listet der Anbieter im Bereich Volleyball – nur die Bundesliga, auch die italienische SuperLega, polnische PlusLiga, brasilianische Superliga, türkische Sultanlar Ligi oder die Champions League? Wie tief ist das Wettprogramm pro Spiel – nur Sieger, auch Sätze, Handicaps, Punktzahlen? Wie schnell wird live nachgeführt? Welche Zahlungsmittel werden angenommen? Solche Fragen beantwortet die Tabelle nicht und soll sie auch nicht beantworten; sie zeigt nur den Stand der Erlaubnis, weil das die einzige Information ist, die über alle zehn gleich verlässlich dokumentiert ist. Die anderen Eigenschaften sind im Wettprogramm des Anbieters selbst nachzuschauen – am Saisonbeginn der Bundesliga, im November zur Champions-League-Hauptrunde und im Sommer zur Beach-Tour.
Volleyball verstehen: Sätze, Punkte, „Best of five“
Wer Volleyball wettet, muss nicht spielen können, sollte aber verstehen, wie ein Spiel endet. Seit 1999 wird nach dem Rally-Point-System gespielt: Jeder Spielzug bringt der Mannschaft, die ihn gewinnt, einen Punkt – unabhängig davon, wer aufschlägt. Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Mannschaft 25 Punkte erreicht und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Steht es 24:24, wird weitergespielt, bis die Zwei-Punkte-Differenz erreicht ist; das Ende liegt also bei mindestens 26:24, kann aber auch 30:28 oder 35:33 heißen. Ein fünfter Satz, der Tiebreak, geht nur bis 15 Punkte, wieder mit zwei Punkten Differenz; nach acht Punkten werden die Seiten gewechselt.

Ein Spiel gewinnt, wer drei Sätze für sich entscheidet („Best of five“). Für Wettmärkte hat das drei unmittelbare Folgen. Erstens: Die Spieldauer schwankt. Drei klare Sätze sind in etwa einer Stunde durch; fünf enge Sätze können zweieinhalb Stunden dauern. Live-Wetten auf Volleyball laufen entsprechend langsamer als auf Hallensportarten mit fester Spielzeit. Zweitens: Die Heimmannschaft kann einen 0:2-Satzrückstand noch aufholen – ein Handicap auf den Satzvorsprung ist darum weniger aussagekräftig als beim Tennis, wo ein verlorener Satz unwiderruflich ist. Drittens: Ein Volleyball-Spiel hat selten mehr als fünf Sätze; Märkte auf exakte Satzzahl oder „Satz X zu null“ sind also endlich. Wettanbieter mit Volleyball-Programm führen genau diese Märkte: Sieger des Spiels (Drei-Wege, mit Tiebreak), Sieger eines bestimmten Satzes, Handicap auf Sätze, Handicap auf Punkte innerhalb eines Satzes, Über/Unter Sätze, Über/Unter Gesamt-Punkte, und gelegentlich die Punktzahl eines Satzes.
Auf dem Feld stehen je Mannschaft sechs Spieler. Die Netzhöhe beträgt bei Männern 2,43 m, bei Frauen 2,24 m und im Mixed 2,35 m. Wer auf Volleyball setzt, setzt auf eine Sportart ohne Stürmer, ohne Torwart, ohne Tore – aber mit Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Angriff und Block als taktische Phasen, die in Statistiken abgebildet werden. Die Phase, in der ein Team aufschlägt, ist die gefährlichere, weil der Aufschlag im modernen Volleyball fast immer ein direkter Punkt wird, wenn er unerreichbar platziert ist. Aufschlag- und Annahme-Quoten sind für Prognosen der eigentliche Hebel; Tabellenplätze und Heimvorteil sind es weitaus weniger.
Modi, die das Wettprogramm abbildet
Die Bundesliga der Männer unterscheidet drei Phasen: Hauptrunde, Play-offs, Finale. Die Hauptrunde wird in einer Doppelrunde ausgetragen; die besten acht Teams qualifizieren sich für die Play-offs. Das Viertelfinale wird im Modus „Best of three“ gespielt, Halbfinale und Finale im Modus „Best of five“. Für Wettmärkte heißt das: In der Hauptrunde sind Einzelwetten auf den Sieger in der Regel ungleich profitabler, weil die Quoten für klare Favoriten niedrig sind und ein „Best of three“ im Viertelfinale zwei Spiele pro Paarung bedeutet – mehr Daten, mehr Live-Einsatzpunkte. „Best of five“ ab dem Halbfinale nähert das Spielformat dem internationalen Standard an und gleicht es an.
International wird in Champions League und Weltpokal in Hin- und Rückspiel gespielt. Steht es nach Sätzen und gewonnenen Spielen unentschieden, kommt es zum „Golden Set“: ein einzelner Tiebreak-Satz, der über das Weiterkommen entscheidet. Märkte auf das Weiterkommen sind darum nicht identisch mit Märkten auf den Sieger eines einzelnen Spiels; ein Hinspiel-Sieg bringt noch keinen Halbfinal-Einzug. Diese Subtilität wird in deutschen Wettprogrammen teils abgebildet, teils nicht – wer auf einen Europapokal-Wettbewerb setzen will, sollte das Wettprogramm vor Spielbeginn prüfen.
Volleyball-Ligen und Wettbewerbe, die in deutschen Wettprogrammen auftauchen
Welche Wettbewerbe ein deutscher Anbieter listet, hängt von Nachfrage und Sportwetten-Lizenz ab. Drei Kategorien sind praktisch immer im Programm: Die Volleyball-Bundesliga der Männer, die Volleyball-Bundesliga der Frauen und die Champions League. Drei weitere tauchen regelmäßig auf, aber nicht bei jedem Anbieter: Die polnische PlusLiga (Männer), die italienische SuperLega (Männer) und die türkische Sultanlar Ligi (Frauen). Beachvolleyball ist im Sommer präsent – nationale Turniere, die World Tour der FIVB und die Weltmeisterschaft.
Die Volleyball-Bundesliga der Männer wurde 1974 gegründet; der erste Spieltag fand am 5. Oktober 1974 mit acht Mannschaften statt. Rekordmeister sind die Berlin Recycling Volleys mit 16 Titeln. Die Saison beginnt üblicherweise im Oktober und endet im Frühjahr mit den Play-offs. Wer Bundesliga setzt, setzt auf eine überschaubare Liga mit wenigen Ausreißern – das ist gut für die Datenbasis, schlecht für die Quoten, weil die Buchmacher die Teams ähnlich einschätzen. Außenseitersiege sind in der Bundesliga seltener als im Fußball.
Die Volleyball-Bundesliga der Frauen startete 1976 und wird vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) organisiert; sie hat im Schnitt weniger Medienpräsenz als die Männer-Bundesliga und entsprechend schmalere Wettprogramme. Vereine wie die SSC Palmberg Schwerin oder der Dresdner SC gehören zu den Serienmeistern; wer auf die Frauen-Bundesliga setzt, findet in den Wettprogrammen der Anbieter oft nur den Sieger, selten Sätze oder Punktzahlen.
International dominiert seit Jahren die italienische SuperLega (Männer) – Klubs wie Perugia, Trento, Modena und Civitanova spielen auf einem Niveau, das die Bundesliga nicht erreicht. Die Champions League folgt mit einer langen Gruppenphase und K.-o.-Runden ab dem Viertelfinale; ein Golden Set entscheidet, wenn Hin- und Rückspiel in Siegen und Sätzen gleich stehen. Die polnische PlusLiga (Männer) ist in den letzten Jahren sportlich aufgeschlossen zur SuperLega; Vereine wie Jastrzębski Węgiel, ZAKSA Kędzierzyn-Koźle oder Asseco Resovia Rzeszów sind auch deutschen Buchmachern ein Begriff.
Im Beachvolleyball wird in Zweierteams gespielt; Sätze gehen bis 21 mit zwei Punkten Vorsprung, ein Tiebreak-Satz bis 15. Die FIVB World Tour, die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele sind die Standardangebote im Sommer. Für deutsche Buchmacher ist Beachvolleyball ein saisonales Geschäft; wer auf einen deutschen Beach-Wettbewerb setzen will, etwa die Smart Beach Tour, sollte vor Turnierbeginn das Wettprogramm prüfen. Die FIVB als Weltverband umfasst 222 nationale Verbände – der Sport ist global breit aufgestellt, das Wettprogramm ist es selten.
Was darf in Deutschland auf Volleyball gewettet werden – und was nicht
Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland ruht auf dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Die Aufsicht führt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale); sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet und überwacht die Einhaltung. Wer in Deutschland legal Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und steht auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 – der einzigen amtlichen Liste erlaubter Anbieter.
Wichtig für Volleyball: Welche Wettarten ein Anbieter ins Programm nehmen darf, regelt § 21 GlüStV. Erlaubt sind Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse während des Spiels, als Einzel- oder Kombinationswette. Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 sind während eines laufenden Spiels nur auf den Endausgang erlaubt oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Volleyball hat vergleichsweise seltene Sätze; eine Live-Wette auf den nächsten Satz eines Volleyball-Spiels ist damit im Rahmen des Erlaubten. Eine Live-Wette auf den nächsten Punkt, den nächsten Aufschlag oder die nächste Annahme ist es nicht – solche Mikromärkte sind in deutschen Wettprogrammen nicht zulässig.
Ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse, die überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren bestritten werden. Die GGL-Praxis behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport; im Volleyball fehlt eine so klare Grenzziehung, der Grundsatz gilt aber: Wenn ein Wettbewerb überwiegend von Amateuren oder Minderjährigen bestritten wird, ist er nicht wettbar. Auch manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist nach GGL-Auffassung kein Sport; lizenzierte E-Sport-Wetten existieren in Deutschland nicht. Über virtuelle Sportarten (Computer-Simulationen) schweigt die GGL; hier ist die Lage nicht abschließend geregelt.
Cash Out – also das vorzeitige Schließen eines Wettscheins durch den Anbieter – ist im GlüStV nicht ausdrücklich geregelt. Es ist eine Funktion, die der Anbieter anbietet oder nicht. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert die Quote des Anbieters in dem Moment, in dem er den Schein schließt; das ist in der Regel nicht die ursprüngliche Wettquote.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es im Sportwettenrecht nicht; Anbieter setzen eigene Limits, und ein Spieler mit höherem gewünschten Einsatz braucht eine Vereinbarung mit dem Anbieter. Was es sehr wohl gibt, ist ein übergreifendes Einzahlungslimit: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg als Standard, durchgesetzt über die Limitdatei der LUGAS. Dazu später mehr.
Wer kontrolliert was: GGL, Finanzamt, Gerichte
Die GGL ist Aufsichts-, nicht Steuerbehörde. Die Wettsteuer ist Sache des Finanzamts; sie ergibt sich aus §§ 16–25 RennwLottG und beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – also etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, entscheidet der Anbieter in seinen AGB. Es ist eine unternehmerische Entscheidung, keine gesetzliche Pflicht.
Vor dem Bundesgerichtshof liegt seit dem 25. Juli 2024 die Frage, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23): Ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) die Möglichkeit bejaht, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beide Verfahren sind nicht abgeschlossen; ein Anspruch auf Rückzahlung ergibt sich aus keinem von beiden automatisch. Wer sein Geld bei einem nicht auf der Whitelist stehenden Anbieter verloren hat, hat die Möglichkeit, aber keine Gewissheit, es vor deutschen Gerichten zurückzuholen.
Strafrechtlich bleibt festzuhalten: Wer ohne Erlaubnis Sportwetten veranstaltet, macht sich nach § 284 StGB strafbar (bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe); wer dafür wirbt, nach § 284 ebenfalls (bis zu einem Jahr). Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit (bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe). Dass einzelne Spieler strafrechtlich belangt wurden, ist bisher nicht bekannt.
Spielerschutz: Alter, Konto, Limit, Sperre
Die deutsche Regulierung knüpft die Erlaubnis an umfangreiche Spielerschutzregeln. Vier davon treffen jeden, der auf Volleyball setzt.
Erstens das Mindestalter. Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter verlangt bei der Registrierung die Identitätsprüfung; Minderjährige kommen nicht ins Konto.
Zweitens ein Konto pro Anbieter mit voller Verifizierung (§ 6a). Vor der vollständigen Verifizierung darf der Anbieter für höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Wer in dieser Phase spielt und gewinnt, kann sich das Geld erst auszahlen lassen, wenn die Verifizierung abgeschlossen ist. Wer das Limit in dieser Phase überschreitet, dem wird das Konto gesperrt.
Drittens das übergreifende Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1). 1.000 € pro Kalendermonat, gemessen über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die Limitdatei der LUGAS. Die Anbieter sind verpflichtet, jeden Einzahlungsversuch gegen die Limitdatei zu prüfen, bevor sie Geld annehmen. Ein Anbieter kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 € ohne weitere Bedingung, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler – aber nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
Viertens das Sperrsystem OASIS (§§ 8, 8a). OASIS ist die bundesweite Sperrdatei; jeder Anbieter muss sie bei Registrierung und Login abfragen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer gesperrt ist, wird auch bei keinem anderen lizenzierten Anbieter ein Konto eröffnen können. Zusätzlich gibt es den Panikbutton (§ 6i Abs. 3): Eine 24-Stunden-Sperre, die der Spieler selbst auslösen kann und die sofort greift.
Parallelspiel – das gleichzeitige Spielen bei zwei oder mehr Anbietern – ist nach § 6h verboten; die Aktivitätsdatei der LUGAS prüft, ob parallel ein Konto aktiv ist. Wer den Anbieter wechseln will, schließt erst das Konto beim alten Anbieter und wartet, bis die Aktivitätsdatei das registriert hat.
Wer einen Anbieter außerhalb der Whitelist nutzt, ist an keines dieser Systeme angeschlossen. OASIS gilt dort nicht, LUGAS gilt dort nicht, die deutsche Aufsicht hat dort keine Handhabe. Es ist möglich, dort zu spielen; es ist die persönliche Entscheidung, auf den Schutz der deutschen Regulierung zu verzichten.
Zahlungen, Auszahlungen, Spielergelder
Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von Konten zulässig, die auf den Namen des Spielers laufen und bei einem Institut geführt werden, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel – Prepaid-Karten ohne Identitätsprüfung, Kryptowährungen – sind ausgeschlossen. Welche konkreten Marken ein Anbieter akzeptiert (Überweisung, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, giropay, Klarna, Apple Pay, Google Pay), hängt vom Anbieter ab und steht in seinen AGB.
Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Restguthaben nach § 6b Abs. 6–7 innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Das gilt für lizenzierte Anbieter; offshore ist die Lage eine andere.
Wie Quoten entstehen – und was die Marge bedeutet
Eine Quote ist die Multiplikatorzahl, mit der der Einsatz im Erfolgsfall multipliziert wird. Eine Quote von 1,90 auf einen Heimsieg bedeutet: Wer 10 € setzt und die Heimmannschaft gewinnt tatsächlich, bekommt 19 € zurück, also 10 € Einsatz plus 9 € Gewinn. Bei einer Quote von 2,50 auf dasselbe Ereignis wären es 25 €.
Was eine Quote nicht zeigt, ist die Marge – der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Euro einbehält. Die Marge lässt sich aus den Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes zurückrechnen. Für einen Zwei-Wege-Markt mit den Quoten 1,90 und 1,90 (ein ausgeglichenes Match ohne Heimvorteil im Quotenbild) ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90). Das ist 1 geteilt durch (0,5263 + 0,5263) = 1 / 1,0526, also rund 0,950. Anders gesagt: 95 Cent von jedem gesetzten Euro werden im statistischen Mittel an die Spieler ausgezahlt; die übrigen 5 Cent sind die Marge des Anbieters.
Das ist die Marge des Buchmachers – im Branchenjargon der „Rake“ – und sie ist in jeder einzelnen Quote desselben Marktes enthalten. Bei einem 1X2-Markt im Fußball mit drei Ausgängen ist die Rechnung komplexer, aber das Prinzip ist dasselbe: die Quoten addieren sich zu mehr als 100 %, und der Überschuss ist die Marge. Wer die Quoten verschiedener Anbieter vergleicht, vergleicht implizit auch die Margen. Eine Quote von 1,90 statt 1,85 ist etwa drei Prozentpunkte besser – bezogen auf 10 € Einsatz sind das 50 Cent mehr im Erfolgsfall. Bezogen auf die Marge bedeutet die Differenz 1,90 statt 1,85 einen Buchmacher-Vorteil von ungefähr 5 % statt knapp 6 %; klein in Prozent, im Jahresverlauf vieler Wetten spürbar.
Die Marge ist nicht statisch. Sie schwankt mit dem Wettbewerb zwischen Anbietern, mit dem Zeitpunkt vor oder nach dem Spiel und mit dem Volumen, das ein Anbieter auf einer Partie erwartet. Bei großen Fußballspielen drücken Anbieter die Margen, weil der Markt kompetitiv ist; bei Volleyball, wo das Volumen pro Spiel geringer ist, bleiben die Margen tendenziell höher. Wer auf Volleyball setzt, akzeptiert diesen strukturellen Nachteil – oder er sucht gezielt nach Anbietern, die ihre Volleyball-Margen niedrig halten. Welche das sind, ist nicht in einer Liste dokumentiert; es zeigt sich im Quotenvergleich am Spieltag.
Live-Wetten auf Volleyball in Deutschland
Live-Wetten sind in Deutschland erlaubt, aber beschränkt. Während eines laufenden Spiels sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf den Endausgang sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis zulässig – beschränkt auf Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Volleyball hat seltene Sätze (alle paar Minuten, nicht im Sekundentakt), also ist eine Live-Wette auf den Sieger des nächsten Satzes im Rahmen des Erlaubten. Eine Live-Wette auf den nächsten Punkt, den nächsten Aufschlag oder den nächsten Block ist es nicht.
Was das praktisch heißt: Der Live-Bereich eines deutschen Volleyball-Wettprogramms ist schmal. Sieger des nächsten Satzes, Über/Unter Punkte im aktuellen Satz, gelegentlich ein Handicap auf den laufenden Satz – das ist ungefähr die Bandbreite. Wer aus dem internationalen Wettangebot gewohnt ist, in Echtzeit auf den nächsten Angriff, die nächste Annahme oder den nächsten Wechsel zu setzen, wird in Deutschland nicht fündig. Die Marge auf den erlaubten Live-Märkten ist häufig höher als im Pre-Match-Bereich; das ist eine Funktion der Knappheit des Angebots, nicht der Anbieter.
Boni und Gratiswetten – was sie kosten
Jeder größere Anbieter wirbt mit einem Willkommensbonus, Gratiswetten oder „boosted odds“. Drei Dinge sind dabei zu unterscheiden.
Erstens: Der GlüStV setzt keinen Bonusdeckel und keine Mindestumsatzvorgabe für Sportwetten. Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist und maximale Auszahlung aus einem Bonus stammen allein aus den AGB des Anbieters. Wer einen Bonus annimmt, sollte diese vier Werte kennen: Wie viel Bonus gibt es (oder wie hoch ist die Gratiswette)? Wie oft muss der Bonus umgesetzt werden? Mit welcher Mindestquote zählt eine Wette? Bis wann muss alles erfüllt sein? Ein 100 %-Bonus auf 100 € klingt nach 100 € geschenkt; bei einem 5-fachen Umsatz mit Mindestquote 1,80 und einer 30-Tage-Frist sind das 500 € Einsatz, der zu einem erheblichen Teil in Wetten mit Quote 1,80 oder höher fließen muss – in Wetten, in denen die Marge des Buchmachers eingepreist ist.
Zweitens: Eine Gratiswette ist keine Gratiswette. Der Einsatz wird im Erfolgsfall in der Regel nicht zurückgezahlt. Eine 10-€-Gratiswette auf Quote 2,00 bringt im Gewinnfall 20 € zurück, nicht 30 €. Die erwartete Auszahlung liegt unter dem Nennwert der Gratiswette, weil die Marge des Marktes einbehalten wird. In der Mechanik ist eine Gratiswette ein Marketing-Instrument des Anbieters, kein Geschenk an den Spieler.
Drittens: Werbung mit Bonus ist nur Anbietern mit Erlaubnis erlaubt (§ 5 Abs. 7). Wer auf einer Plattform ohne Whitelist-Eintrag einen „100 % Bonus bis 500 €“ sieht, sieht einen Anbieter, der gegen deutsches Recht verstößt – und die Bedingungen, die er auf der Seite auflistet, haben vor einem deutschen Gericht keine Garantie.
Die zehn Anbieter im Detail
Die folgende Übersicht greift die Tabelle des Vergleichs auf und ordnet die Anbieter einzeln ein. Es geht nicht um Empfehlungen; es geht darum, was die Whitelist über jeden Anbieter verrät und welche Eigenheiten die Marke in ihrem Wettprogramm und ihrer App-Architektur mitbringt.
ODDSET
ODDSET gehört zur Oddset Sportwetten GmbH, einer Tochter der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg und damit eng an den öffentlich-rechtlichen Glücksspielsektor angebunden. Die Erlaubnis der GGL geht zurück auf den 18.11.2020 und wurde mit Bescheid vom 15.12.2022 durch das Regierungspräsidium Darmstadt bestätigt; aufsichtsführend ist die GGL in Halle (Saale). Das Volleyball-Programm von ODDSET ist schmal: Es deckt Bundesliga, Champions League und die wichtigsten europäischen Ligen ab, ist aber selten so tief wie das großer Privatanbieter. Wer Wert auf ein Wettprogramm mit vielen Märkten pro Spiel legt, ist bei ODDSET nicht ideal aufgehoben. Wer einen konservativen, in Staatshand befindlichen Anbieter sucht, der die OASIS-Pflichten vorbildlich umsetzt, schon.
Bet3000
Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, veranstaltet. Die Erlaubnis der GGL ist mit Datum 22.04.2026 verzeichnet – sie ist unter den hier aufgeführten Anbietern die jüngste. Bet3000 ist im deutschen Sportwetten-Markt vor allem für hohe Quoten bei Top-Fußballspielen bekannt; das Volleyball-Programm ist im Schnitt solider Durchschnitt. Wettlimits sind vergleichsweise eng, was für Volleyball-Spieler mit kleinerem Budget ein Vorteil sein kann.
Sportingbet
Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben; die GGL-Erlaubnis geht auf den 09.10.2020 zurück und wurde am 21.12.2022 erneuert. Die Marke gehört zu Entain, einem der größten börsennotierten Glücksspielkonzerne. Das Volleyball-Programm deckt die Bundesliga, internationale Top-Ligen und die Beach-Tour ab; im Wettangebot findet sich ein „Konfigurator+“, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, sowie Live-Wetten. Die App-Architektur ist für iOS und Android verfügbar; Sportarten im Hauptprogramm sind Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Wer eine App mit breitem Sportangebot sucht, wird hier fündig; wer ein Volleyball-Spezialprogramm erwartet, sollte das Wettprogramm am Spieltag prüfen.
Betano
Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited veranstaltet, der deutschen Tochter der griechischen Kaizen Gaming. Die GGL-Erlaubnis datiert auf den 19.02.2021, erneuert am 16.12.2022. In der App-Beschreibung des Apple App Stores nennt der Anbieter einen Bet Builder (Kombination mehrerer Märkte eines Spiels), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Volleyball ist im Streaming-Programm nicht erwähnt, was nicht heißt, dass keine Märkte bestehen – es heißt nur, dass kein Live-Bild übertragen wird. Das Sportwetten-Programm deckt Bundesliga, Champions League und Beach-Turniere ab. Die Marge im Volleyball-Bereich ist, soweit am Spieltag sichtbar, konkurrenzfähig.
NEO.bet
NEO.bet.de wird von der Greenvest Betting Limited veranstaltet, mit GGL-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Erneuerung vom 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter für erfahrene Spieler – das Wettprogramm ist eher kuratiert als breit, die Quoten auf ausgewählten Märkten tendenziell scharf. Volleyball ist Teil des Programms, aber nicht der Schwerpunkt; wer eine reine Volleyball-Tiefe sucht, wird hier nicht bedient. Wer ein übersichtliches Wettprogramm mit klarer Linie schätzt, ist richtig.
Tiptorro
Tiptorro ist die deutsche Marke des maltesischen Anbieters Torro Tec Limited. Die GGL-Erlaubnis wurde am 30.06.2021 erteilt und am 27.12.2022 erneuert. Die Marke ist im deutschen Markt weniger bekannt als Tipico, aber operativ verwandt: Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL (Whitelist)“ beschreibt. Volleyball-Programm: solide im Mainstream, eher zurückhaltend in der Tiefe.
VBet
VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, veranstaltet. Die GGL-Erlaubnis ist mit Datum 05.12.2023 verzeichnet. VBet ist im osteuropäischen Raum stark und bringt eine Volleyball-Affinität mit, die bei anderen Anbietern fehlt: Die Marke ist in Märkten wie Polen, der Ukraine und Russland historisch gewachsen, in denen Volleyball eine höhere Aufmerksamkeit genießt als in Deutschland. Das schlägt sich in der Wettprogramm-Tiefe nieder – polnische PlusLiga, russische Superliga, ukrainische Superliga sind tendenziell besser abgedeckt als bei Mitbewerbern. Die deutsche Volleyball-Bundesliga und die Champions League sind Standard.
Tipico
Tipico wird von der Tipico Co. Limited veranstaltet. Die GGL-Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020, erneuert am 09.12.2022. Tipico ist der mit Abstand bekannteste deutsche Sportwetten-Anbieter – Werbung im Stadion, Kioske in jeder größeren Stadt, hohe Bekanntheit auch bei Spielern, die sonst wenig wetten. Die App-Beschreibung im App Store nennt „Tipico Cashout“ und Live-Wetten auch während laufender Fußballspiele; das Volleyball-Programm ist im Vergleich zum Fußball-Programm schmaler, aber solide. Die Marge auf Bundesliga-Volleyball ist konkurrenzfähig; bei kleineren Ligen wird das Programm dünner.
Tipwin
Tipwin wird von der Tipwin Limited veranstaltet, mit GGL-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, erneuert am 27.12.2022 und erneut am 09.01.2024. Tipwin ist im deutschen Markt über seine Partnerschaft mit dem Deutschen Basketball Bund bekannt; die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Basketball, nicht Volleyball, ist die Sportart, in der Tipwin traditionell stark aufgestellt ist. Volleyball ist im Programm, ohne sportartspezifische Tiefe zu beanspruchen. Wer einen Anbieter mit solider deutscher Historie sucht, ist hier richtig.
DAZN Bet
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, veranstaltet; die GGL-Erlaubnis datiert auf den 22.08.2023. DAZN Bet ist die Wett-Marke des Sport-Streaming-Anbieters DAZN; die Verzahnung mit dem Live-Stream ist das Verkaufsargument. Volleyball-Übertragungen sind im DAZN-Programm selten; die Wett-Tiefe ist es auch. Wer einen Anbieter mit Verzahnung zu Live-Übertragungen schätzt, ist bei DAZN Bet in Fußball, Basketball und Tennis besser aufgehoben als in Volleyball.
Volleyball-Wettmärkte im Detail: Sieger, Sätze, Handicaps
Das Standardprogramm eines Volleyball-Spiels in einem deutschen Wettangebot besteht aus vier bis sechs Märkten. Die genaue Zahl hängt vom Anbieter und von der Wichtigkeit des Spiels ab. Im Folgenden die Märkte, die ein Leser am Wettschein findet – und was sie bedeuten.
Der Sieger des Spiels ist der einfachste Markt: Wer gewinnt das Spiel? In den meisten Anbieteroberflächen als „1“ (Heimsieg) und „2“ (Auswärtssieg) abgebildet; ein Unentschieden ist im Volleyball nicht möglich, weil „Best of five“ immer einen Sieger produziert. Die Quote schwankt je nach Stärkeunterschied; bei einem klaren Favoriten kann sie bei 1,20 liegen, bei einem ausgeglichenen Match zwischen 1,80 und 2,00.
Sieger eines Satzes. Wetten auf den Sieger des ersten, zweiten, dritten, vierten oder fünften Satzes. Bei einem 3:0-Sieg ist nur Satz eins, zwei und drei wettbar; bei einem 3:2-Sieg alle fünf. Quoten sind im Vergleich zum Gesamtsieger volatiler, weil die Formkurve innerhalb eines Spiels schwanken kann.
Über/Unter Sätze. Setzt man auf „mehr als 3,5 Sätze“ oder „weniger als 3,5 Sätze“? Bei einem ausgeglichenen Match spricht die Wahrscheinlichkeit für vier oder fünf Sätze; die Quote für „über 3,5“ liegt dann bei knapp unter 2,00.
Über/Unter Gesamt-Punkte. Wie viele Punkte fallen im Spiel insgesamt? In einem 3:0-Satz-Sieg gegen einen klar schwächeren Gegner können 150 Punkte fallen; in einem 3:2-Krimi über 200. Die Quote hängt von der Annahme ab.
Handicap auf Sätze. Setzt der Favorit mit -1,5 Sätzen Handicap an, muss er 3:0 oder 3:1 gewinnen, damit die Wette gewinnt. Bei einem 3:2-Sieg verliert die Handicap-Wette. Quoten sind höher als auf den reinen Sieger.
Handicap auf Punkte. Auf einen bestimmten Satz bezogen, etwa „Heim -3,5 Punkte im ersten Satz“ – der Favorit muss den ersten Satz mit mindestens vier Punkten Differenz gewinnen. Mikromärkte, die in kleineren Programmen nicht angeboten werden.
Genaues Satzergebnis. „Heim 3:0“, „Heim 3:1“, „Heim 3:2“ und umgekehrt. Ein Wettmarkt, der bei Großereignissen ins Programm genommen wird, bei kleineren Spielen fehlt.
Punktzahl eines Satzes. „Erster Satz 25:20“ – exakte Punktzahl eines Satzes. Hohe Quote, niedrige Wahrscheinlichkeit, in kleineren Programmen selten.
Wer auf Volleyball setzt, sollte mit den ersten vier bis fünf Märkten beginnen. Märkte jenseits davon sind Spezialmärkte; sie tragen höhere Margen, weil weniger Marktteilnehmer sie spielen.
Quoten, Auszahlung, Wettsteuer: ein Rechenbeispiel
Wie viel bekommt ein Spieler am Ende ausgezahlt, und was ändert die Wettsteuer? Hier eine Beispielrechnung, die jeder Spieler selbst nachvollziehen kann.
Einsatz 10 €, Quote 1,90 auf Heimsieg, Wette gewinnt. Der Spieler bekommt 19 € zurück: 10 € Einsatz plus 9 € Nettogewinn. Bucht der Anbieter die Wettsteuer an den Spieler weiter, werden vom Bruttogewinn 5,03 % abgezogen – 9 € × 5,03 % = rund 0,45 €. Übrig bleiben 18,55 €: 10 € Einsatz plus 8,55 € Nettogewinn. Entscheidet der Anbieter, die Wettsteuer selbst zu tragen, was im Marketing oft mit „0 % Wettsteuer“ beworben wird, bekommt der Spieler die vollen 19 €.
„0 % Wettsteuer“ heißt nicht, dass keine Steuer anfällt – sie heißt, dass der Anbieter sie nicht an den Spieler weitergibt. Die Steuer entsteht beim Anbieter; sie ist Teil seiner Marge, die in jeder Quote eingepreist ist. Anbieter, die mit „0 % Wettsteuer“ werben, verschenken nichts – sie nehmen die Marge aus der Quote und verzichten auf einen Teil davon, um den Spieler mit der „0 %“-Aussage anzuziehen. Im Effekt sind die Quoten vergleichbar; in der Wahrnehmung ist der Anbieter „günstiger“.
Wie verhält sich die Marge zur Quote? Dazu das eingangs gerechnete Beispiel: Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten. Auszahlungsquote = 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / 1,0526 = 0,9500. Marge = 1 − 0,9500 = 0,0500, also 5 %. Bei Quote 1,85 auf beiden Seiten wäre die Auszahlungsquote 1 / (1/1,85 + 1/1,85) = 1 / 1,0811 = 0,9250, die Marge also 7,5 %. Der Unterschied von 0,05 in der Quote macht 2,5 Prozentpunkte Marge aus – nicht wenig, wenn man über die Saison hunderte Wetten platziert.
Das Rechenbeispiel zeigt, wie zwei Quoten auf den ersten Blick ähnlich wirken, aber strukturell verschieden sind. Wer Wetten vergleicht, vergleicht nicht die Endziffern, sondern die Marge dahinter.
Wann Volleyball-Wetten funktionieren – und wann nicht
Drei ehrliche Einschränkungen zum Schluss dieses Abschnitts, bevor die rechtlichen und organisatorischen Themen in eigenen Abschnitten folgen.
Erstens: Volleyball-Wetten leben von der Datenbasis. Fußball hat eine lückenlose Statistik-Infrastruktur – Ballbesitz, Schüsse, erwartete Tore. Volleyball hat das in Ansätzen, aber weniger standardisiert. Aufschlagquote, Annahme-Effizienz, Angriffs-Effizienz, Block-Effizienz sind in den Datenbanken einiger weniger Anbieter verfügbar; sie sind nicht so breit dokumentiert wie Fußball-Daten. Wer datengetrieben wetten will, findet im Volleyball weniger Material – und was es gibt, ist schwerer zu vergleichen.
Zweitens: Die Spielstärke-Unterschiede in der Bundesliga sind nicht so groß wie im Fußball. Es gibt vier oder fünf Teams, die um die Meisterschaft spielen, und vier oder fünf, die gegen den Abstieg arbeiten; dazwischen liegt eine breite Mittelfeldzone. Die Quoten in der Bundesliga sind darum tendenziell enger als in vergleichbaren Fußball-Ligen. Das ist gut für die Vorhersagbarkeit und schlecht für die Quoten.
Drittens: Verletzungen und Sperren sind im Volleyball weniger öffentlich dokumentiert als im Fußball. Wer auf Bundesliga setzt, weiß oft nicht, ob ein Schlüsselspieler ausfällt. Das ist ein Vorteil für Buchmacher, die über mehr Informationen verfügen, und ein Nachteil für den informierten Spieler.
Was dieser Text bewusst nicht leistet
Wer Volleyball-Wetten als System versteht, mit dem man zuverlässig Geld verdient, sucht anderswo. Niemand kann den Ausgang eines Sportereignisses vorhersagen; die Quoten sind so kalibriert, dass der Buchmacher langfristig einen Vorteil hat. Was ein Spieler tun kann, ist, die Marge zu minimieren, die Anbieter zu vergleichen und sein eigenes Verhalten zu kontrollieren – Einsatzlimits, Sperrdatei, Pausen. Dieser Text soll das Rüstzeug dafür liefern.
Wer eine konkrete Empfehlung sucht, „welcher Anbieter der beste ist“, findet sie hier nicht – und das mit Absicht. Die Whitelist enthält zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis; sie sind alle legal. Welcher die beste Quote auf ein bestimmtes Spiel hat, wechselt von Woche zu Woche. Welcher die beste App hat, hängt vom Gerät ab. Welcher den höchsten Bonus auszahlt, hängt von den Bedingungen ab, die der Anbieter daran knüpft. Eine generelle Empfehlung wäre eine Lüge.
Häufige Fragen
Welche Anbieter in Deutschland listen Volleyball im Programm?
Die GGL schreibt kein Sportprogramm vor. Welche Ligen und Wettbewerbe ein Anbieter listet – Bundesliga, Champions League, italienische SuperLega, polnische PlusLiga, Beach-Tour –, ist Sache seines Wettprogramms und ändert sich saisonal. Wer vor der Anmeldung prüfen will, ob ein Anbieter Volleyball führt, öffnet das Sportprogramm und sucht die Sportart; eine Anmeldung ist dafür nicht nötig.
Wie funktionieren Volleyball-Wetten?
Die Standardmärkte sind Sieger des Spiels, Sieger eines Satzes, Über/Unter Sätze, Über/Unter Punkte, Handicap auf Sätze und Handicap auf Punkte. Volleyball hat kein Unentschieden; das Spiel endet nach „Best of five“ mit einem Sieger. Live-Wetten sind in Deutschland nur auf den Endausgang oder den nächsten Satz zulässig; Mikromärkte auf den nächsten Punkt sind es nicht.
Welche Live-Wetten sind bei Volleyball in Deutschland erlaubt?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf den Endausgang sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis, beschränkt auf Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Volleyball erfüllt diese Bedingung; eine Live-Wette auf den Sieger des nächsten Satzes ist damit erlaubt. Eine Live-Wette auf den nächsten Punkt oder den nächsten Aufschlag ist es nicht.
Wie berechnet sich die Auszahlung?
Einsatz mal Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 1,90 erhält der Spieler im Erfolgsfall 19 € zurück, davon 9 € Nettogewinn. Bucht der Anbieter die Wettsteuer an den Spieler weiter, werden 5,03 % vom Nettogewinn abgezogen. Die Wettsteuer entsteht beim Anbieter; ob und wie er sie weitergibt, steht in seinen AGB. „0 % Wettsteuer“ heißt nicht, dass keine Steuer anfällt – der Anbieter trägt sie in diesem Fall selbst.
Woran erkenne ich, ob ein Anbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist ist auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffentlich einsehbar. Sie führt zu jedem Eintrag den Inhaber der Erlaubnis, die Domain und das Datum der Erteilung. Eine .de-Domain allein beweist nichts; der Eintrag in der Whitelist ist der einzige Test. Der Snapshot vom 02.10.2026 enthält 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Wer einen Anbieter auf der Whitelist nicht findet, sollte dort kein Konto eröffnen.
Was ist eine Value-Wette im Volleyball?
Eine Value-Wette liegt vor, wenn die vom Spieler angenommene Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs höher ist als die in der Quote implizierte Wahrscheinlichkeit. Die implizierte Wahrscheinlichkeit einer Quote 1,90 ist 52,6 % (1 / 1,90). Schätzt der Spieler die tatsächliche Wahrscheinlichkeit auf 60 %, liegt eine Value-Wette vor. Die Schätzung ist das Schwierige; Volleyball hat weniger öffentliche Statistiken als Fußball, was die Schätzung unsicherer macht. „Value“ ist ein Konzept der Wettanalyse, keine Garantie.
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