Wer in Deutschland legal auf die Tour de France wetten darf
Die Tour de France 2026 ist gefahren. Vom 4. bis 26. Juli 2026 radelten 18 WorldTeams in 21 Etappen von Barcelona nach Paris, 3.245 Kilometer, Gesamtsieger zum fünften Mal Tadej Pogačar. Wer in Deutschland auf die nächste Auflage wettet, braucht einen Anbieter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Zehn Anbieter tragen diese Erlaubnis – und sie unterscheiden sich weniger im Radsport-Programm als in dem, was eine Wette tatsächlich kostet: Lizenz, Marge, Wettsteuer, Einzahlungslimit und der Preis, den Livewetten unter dem Glücksspielvertrag tragen.

Stand: 17. Oktober 2026 | Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder
Tour-de-France-Wettanbieter 2026 im Überblick
Alle zehn Anbieter in der folgenden Tabelle stehen auf der Whitelist der GGL (Snapshot 2. Oktober 2026) und dürfen in Deutschland legal Sportwetten anbieten. Die Erlaubnis ist an die Domain gebunden, nicht an den Firmensitz – sechs der zehn Inhaber sitzen in Malta, einer in Frankreich, die übrigen in Deutschland oder ohne genaue Adresse. Eine Malta-Adresse steht auch auf der Whitelist; eine Curaçao- oder Anjouan-Lizenz steht dort nicht.
| Anbieter | GGL-Whitelist · Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| ODDSET | Eingetragen · ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Tiptorro | Eingetragen · Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| Winamax | Eingetragen · WINAMAX S.A. | 29.06.2021 |
| VBet | Eingetragen · SCGO Limited, Malta | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Eingetragen · Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Eingetragen · Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| NEO.bet | Eingetragen · Greenvest Betting Limited, Malta | 09.10.2020 |
| Betway | Eingetragen · Betway Limited | 09.03.2021 |
| Bet3000 | Eingetragen · I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta | 22.04.2026 |
| Interwetten | Eingetragen · Interwetten Gaming Limited, Malta | 02.11.2020 |
Die Erlaubnisdaten zeigen, wie unterschiedlich alt die Einträge sind. Bet3000 ist mit dem 22. April 2026 der jüngste Neuzugang, VBet folgte am 5. Dezember 2023. Die übrigen acht Anbieter tragen Erstgenehmigungen aus den Jahren 2020 und 2021, die meisten mit einer Folgegenehmigung Ende 2022. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist trägt kein Enddatum, nur das Ausstellungsdatum. Wer eine aktuelle Erlaubnis prüfen will, wirft einen Blick auf die Liste selbst.
Was die Tabelle nicht zeigt: Welche Anbieter tatsächlich Radsport-Märkte führen, wie tief das Programm ist, und wie die Wettsteuer behandelt wird. Die Details dazu folgen in den Einzelporträts der Anbieter. Zuvor die Grundlagen.
Grundlagen: Was Radsportwetten von anderen Märkten unterscheidet
Radsport ist kein Spiel mit zwei Mannschaften und einem Ball. Eine Rundfahrt wie die Tour de France läuft über drei Wochen, 21 Etappen, Tausende Kilometer, mit Dutzenden Wertungen, die sich gegenseitig überlagern. Eine Wette auf den Gesamtsieger ist eine Wette auf ein Ereignis, das sich erst nach der letzten Etappe entscheidet – und auf dem Weg dorthin können Stürze, Defekte, Mannschaftstaktik und Höhenkrankheit jeden Favoriten aus dem Rennen werfen. Eine Wette auf den Etappensieger entscheidet sich in wenigen Stunden. Eine Wette auf das grüne Trikot hängt an den Sprintwertungen jeder einzelnen Etappe. Wer auf Radsport wettet, wettet auf Strukturen, nicht auf Einzelereignisse.

Die Tour de France wurde 1903 von der Sportzeitung L’Auto gegründet, die erste Austragung begann am 1. Juli mit 60 Fahrern. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Seit 2018 bestehen die Teams aus acht Fahrern, bis 2017 waren es neun; die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet. Die Streckenlänge schwankt historisch zwischen 2.428 km (1903) und 5.745 km (1926); seit dem Dopingskandal von 1998 pendelt sie um 3.500 km. Die Schlussetappe fällt seit 1967 immer auf einen Sonntag, ein Termin, der sich aus der Logik des Tournee-Formats erklärt: Wer nach drei Wochen noch im gelben Trikot fährt, soll am Sonntag in Paris ankommen.
Bei der Tour stehen vier Trikote für vier Wertungen: Gelb für die Gesamtwertung (addierte Zeiten aller Etappen), Grün für die Punktewertung (Sprintwertungen und Etappenankünfte), Gepunktet für die Bergwertung (Bergwertungen an ausgewählten Anstiegen) und Weiß für die Nachwuchswertung (Fahrer unter 26 Jahren). Jede Wertung hat ihre eigene Dynamik, eigene Favoriten, eigene Märkte. Die Gesamtwertung wird von Kletterern dominiert, die Punktewertung von Sprintern, die Bergwertung von Ausreißern und Puncheurs, die Nachwuchswertung von Fahrern, die noch keine 26 sind. Rekordsieger der Gesamtwertung sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar mit je fünf Siegen. Pogačar gewann 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 statt, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Den Gesamtsieg holte Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG). Das grüne Trikot gewann Mads Pedersen (Lidl-Trek), das gepunktete Richard Carapaz (EF Education-EasyPost). Die Märkte sind abgerechnet. Die nächste Tour folgt 2027, die Strecke ist noch nicht veröffentlicht.
Rechtslage: Wann ist eine Tour-de-France-Wette in Deutschland erlaubt?
In Deutschland braucht jeder Anbieter, der Sportwetten im Internet anbietet, eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL wurde mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 errichtet, der am 1. Juli 2021 in Kraft trat. Sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, überwacht den Markt und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die einzige verlässliche Prüfung ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei weitere nur für Pferdewetten. Alle gelisteten Domains sind .de-Domains, aber eine .de-Domain allein beweist nichts.

Was darf auf eine Tour-de-France-Etappe gewettet werden? Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind feste Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Ereignis erlaubt, einzeln oder in Kombination. Was die GGL genehmigt hat, steht im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Livewetten während eines laufenden Ereignisses sind nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Bei der Tour de France heißt das: Eine Livewette auf das Etappenergebnis ist zulässig, eine Livewette auf den nächsten Sprint, die nächste Attacke oder den Ausreißer des Tages nicht. Das Live-Angebot während einer Etappe ist enger als bei Ballsportarten, und der Grund liegt in der Definition: Die GGL will Zwischenereignisse nur dort zulassen, wo sie selten genug sind, um nicht zu einem Quoten-Flickwerk zu verkommen.
Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als amateurhaft), auf manipulationsanfällige Konstellationen und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Esports ist nach GGL-Auffassung kein Sport; lizenzierte Esports-Wetten existieren in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert; zur Rechtslage schweigt die Behörde. Cash Out ist weder geregelt noch verboten – es ist eine Funktion des Anbieters, keine Eigenschaft des Marktes. Wer Cash Out nutzt, nutzt eine Funktion des Hauses, nicht eine vom Staat garantierte Option.
Eine Gewinnauszahlung erfolgt erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es nicht. Die Obergrenze entsteht indirekt durch das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat, das im Spielerschutz-Abschnitt eine Rolle spielt.
Was passiert, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis tätig wird? Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt und konkret die Plattform Platincasino genannt. Strafrechtlich droht dem Veranstalter nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, dem Werbenden bis zu einem Jahr; die Teilnahme ist nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder einer Geldstrafe bewehrt. Die GGL kann Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzblockaden anordnen.
Zivilrechtlich ist die Lage im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Eine Garantie ist das nicht – die Schlussanträge sind kein Urteil, und der EuGH kann abweichen. Was bleibt, ist die Richtung: Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist spielt, spielt ohne Sicherheitsnetz.
Spielerschutz bei dreiwöchigen Rundfahrten
Die Tour de France dauert drei Wochen. Drei Wochen mit täglichen Etappen, Live-Quoten, Sonderwetten auf jede Sprintwertung. Wer in dieser Zeit unkontrolliert setzt, ist mit den üblichen Schutzmechanismen eines Bundesliga-Wochenendes unterversorgt. Das Glücksspielrecht hat darauf eine Antwort, die über das hinausgeht, was einzelne Anbieter freiwillig regeln.
Teilnehmen darf, wer 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt, vollständige Verifizierung vorausgesetzt (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Wer nach 72 Stunden nicht verifiziert ist, wird gesperrt – das Konto bleibt technisch, der Zugang endet. Die 72-Stunden-Frist ist kein Werbegeschenk, sie ist eine Übergangsphase, in der der Anbieter den Spieler kennenlernen muss.
Das zentrale Schutzinstrument ist das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg. Die Durchsetzung läuft über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festlegen – bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 €, aber nur für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler und nur gegen nachweisbaren Einkommensnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Die Logik dahinter: Wer mehr setzen will, muss warten, wer weniger setzen will, kann sofort aufhören.
Parallel-Spiel ist verboten (§ 6h). Die LUGAS-Aktivitätsdatei verhindert, dass ein Spieler bei mehreren Anbietern gleichzeitig Konten unterhält, um Limits zu umgehen. Das ist der Punkt, an dem das 1.000-€-Limit wirklich greift: Es ist nicht pro Anbieter, sondern pro Person. Wer versucht, über zwei Konten mehr einzuzahlen, scheitert an der Limitdatei – und riskiert, dass beide Konten gesperrt werden.
Wer sich selbst ausschließen will, nutzt OASIS (§§ 8, 8a). OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login geprüft wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Aufhebung ist erst nach Ablauf und nach einer Sperrfrist möglich. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – ein Notstopp für den Moment, in dem die nächste Wette sonst doch gesetzt würde.
Zahlungen laufen nach § 6b Abs. 4 nur über ein Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – das schließt Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte aus dem lizenzierten Markt aus. Die Spielergelder stehen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Das ist der Unterschied zwischen einem lizenzierten Anbieter und einem Offshore-Anbieter, der das Geld auf einem normalen Geschäftskonto führt.
Was Offshore-Anbieter davon unterscheidet, ist nicht das Versprechen, sondern die Infrastruktur. Kein OASIS, kein LUGAS, keine eigene Treuhand, keine deutsche Aufsicht. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Ansprechpartner – und im Verlustfall keine Garantie, dass ausgezahlt wird. Die Whitelist ist kein Werbegag, sie ist die einzige Prüfung, die zählt.
Wettarten und Quoten bei der Tour de France
Die Buchmacher bieten auf die Tour de France drei Klassen von Märkten an. Langfristige Märkte: Gesamtsieg, Top-3, Top-10, Trikotwertungen, Head-to-Head-Duelle über die gesamte Rundfahrt. Diese Quoten stehen vor dem Grand Départ fest und ändern sich nur, wenn ein Fahrer aussteigt. Etappenmärkte: Etappensieger, Etappen-Podium, Head-to-Head auf eine bestimmte Etappe. Diese Quoten werden täglich neu gestellt und sind in der Regel weniger margenstark als die Voraus-Märkte, weil der Anbieter mehr Zeit hat, die Quoten zu kalibrieren. Sondermärkte: Anzahl der Etappensiege eines Fahrers, Ausreißer des Tages, Kombiwetten aus mehreren Etappenergebnissen.
Was kostet das? Die Marge. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit zwei Ergebnissen und identischen Quoten von 1,90 auf beide Seiten zahlt der Markt rechnerisch 1 dividiert durch (1/1,90 plus 1/1,90), also 95 Cent pro Euro Einsatz zurück. Die restlichen 5 Cent sind die Marge des Buchmachers – das, was von jedem eingesetzten Euro im Durchschnitt beim Anbieter bleibt. In der Praxis schwankt die Marge je nach Markt, Anbieter und Zeitpunkt: Außenseiter-Wetten tragen höhere Margen, Favoriten-Wetten niedrigere. Bei Drei-Wege-Märkten wie Sieg, Platz und Show eines Etappenrennens ist die Marge höher, weil die Auszahlungsquote auf drei Ergebnisse verteilt wird. Kombiwetten multiplizieren die Quoten, aber auch die Margen – vier Wetten zu 1,90 ergeben eine Kombi-Quote von rund 13,03, die eingebaute Marge liegt bei etwa 18,5 %.
Eine Wette auf den Gesamtsieger zu Quote 4,00 mit 10 € Einsatz zahlt bei Gewinn 40 € aus, davon 30 € Gewinn. Bei einer Kombiwette auf Gesamtsieg und Etappensieg zu kombinierten 12,00 mit 10 € Einsatz sind es 120 € Auszahlung, 110 € Gewinn – und eine deutlich höhere Marge. Die Marge ist der Preis der Quote, und sie steht nirgends auf dem Wettschein. Wer die Marge vergleichen will, muss die Auszahlungsquote rechnen oder dem Anbieter beim Wort nehmen.
Hinzu kommt die Wettsteuer. Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Bei 100 € Einsatz, von denen 5,03 € Steuer abgezogen werden, liegt die effektive Belastung bei 5,03 % des Einsatzes. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter. Winamax wirbt mit „0 % Wettsteuer“ und trägt die 5,3 % selbst. Bei den meisten anderen Anbietern wird die Steuer vom Bruttogewinn abgezogen, bei einigen direkt vom Einsatz. Das Kleingedruckte jedes Anbieters regelt das – und wer nicht hinschaut, zahlt mehr, als die Quote verspricht. Die Steuer ist kein Argument gegen das Wetten, aber sie ist ein Argument, die Anbieter zu vergleichen.
Livewetten während einer Etappe sind, wie im Rechtslage-Abschnitt beschrieben, auf das Endergebnis und auf seltene Zwischenereignisse beschränkt. Eine Wette auf den nächsten Sprint innerhalb einer Bergetappe ist auf dem lizenzierten Markt nicht zulässig – der Anbieter darf sie gar nicht anbieten, und wer sie anderswo findet, spielt bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Wer auf die Tour setzt, setzt langfristig: Voraus-Märkte vor dem Grand Départ, Etappenmärkte am Vorabend, und am Etappentag selbst nur das Endergebnis. Das ist weniger, als die Werbung verspricht, und mehr, als das strenge Livewetten-Verbot vermuten lässt.
Spielplan, Etappen und Wertungen der Tour de France
Die Tour de France folgt einem Rhythmus, den kein anderer Sport kennt. Nach dem Grand Départ, dem ersten Start einer Etappe, folgen meist rund 20 Etappen – 2026 waren es 21. Jede Etappe hat ein eigenes Profil: Flachetappe mit Massensprint, hügeliges Terrain für Ausreißer, Hochgebirge mit kategorisierten Anstiegen, Einzelzeitfahren, Mannschaftszeitfahren. Die Abfolge ist kein Zufall. Flachetappen am Anfang geben den Sprintern Bühnen, Bergetappen in der zweiten Woche sortieren das Gesamtklassement, das Zeitfahren vor dem Schlusstag setzt den letzten Schliff. Die Schlussetappe auf den Champs-Élysées in Paris ist seit 1967 immer ein Sonntag und gilt als Ehrenrunde des Gesamtsiegers.
Die 2026er-Auflage begann am 4. Juli in Barcelona – das erste Mal seit der Tour 1992, dass die Runde in Spanien startete – und endete am 26. Juli in Paris. 21 Etappen, 3.245 km, darunter Bergetappen in den Pyrenäen und Alpen sowie ein Einzelzeitfahren. Die 18 WorldTeams waren gesetzt; acht Fahrer pro Team, 144 Starter. Die Gesamtwertung addiert die Zeiten aller Etappen, getrennt gewertet wird nach Sprintwertungen, Bergwertungen und Nachwuchsklassement.
Die Geschichte der Tour misst sich an Zahlen. 1903 startete die erste Auflage mit 60 Fahrern auf 2.428 km. 1926 war die längste Tour mit 5.745 km. Seit 1998 pendelt die Distanz um 3.500 km. Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar. Pogačars fünfter Sieg 2026 stellt ihn in eine Reihe, die sonst nur eine Generation kannte. Merckx und Hinault fuhren in den 1970ern, Anquetil in den 1960ern, Indurain in den 1990ern – Pogačar ist der Erste, der im 21. Jahrhundert in diesen Klub aufgestiegen ist.
Für Wetten bedeutet der Spielplan: Die Voraus-Märkte auf Gesamtsieg und Trikote schließen mit dem Grand Départ. Etappenmärkte werden täglich neu gestellt, oft am Vorabend, manchmal erst am Morgen der Etappe. Livewetten während der Etappe sind, wie beschrieben, eingeschränkt. Wer auf die nächste Tour 2027 setzen will, wartet auf die Streckenpräsentation – üblicherweise im Oktober des Vorjahres – und auf die ersten Team-Listen. Bis dahin sind die Voraus-Märkte geschlossen, und die Buchmacher zeigen nur „Turnier startet in …“. Wer vorausplanen will, plant nach dem Kalender, nicht nach der Quote.
Die zehn Anbieter im Einzelporträt
ODDSET: Der behördliche Anker
ODDSET trägt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 18. November 2020, die Folgeerlaubnis datiert auf den 15. Dezember 2022. Erteilt wurde sie vom Regierungspräsidium Darmstadt, Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. Inhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH. Damit ist ODDSET der Anbieter mit der ausgeprägtesten staatlichen Konnotation im Vergleich – die Marke gehört zum Lotto-Konzern, die Erlaubnis läuft über ein Regierungspräsidium, und die Aufsicht sitzt in Halle, nicht in Sliema.
Was das für Radsportwetten bedeutet: ODDSET führt das Standardprogramm, Gesamtsieg, Etappensieg und Trikotwertungen sind Standard. Die Wettsteuer wird, wie bei den meisten Anbietern, vom Gewinn abgezogen. ODDSET konzentriert sich auf die Standard-Radsportmärkte und bietet ein bewährtes Angebot ohne komplexe Sonderwetten. Die Stärke liegt in der Position: Wer einen Anbieter sucht, der seinen Stempel von einer Landesbehörde trägt, findet ihn hier.
ODDSET ist der Anker für Spieler, die eine deutsche Erlaubnis über den staatlichen Weg erwarten – mit allen Konsequenzen eines behördlich geprägten Anbieters, der nicht versucht, mit Feature-Flut zu glänzen.
Tiptorro: Tipicos deutsche Spielwiese
Tiptorro trägt die Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, die Folgeerlaubnis seit dem 27. Dezember 2022. Inhaber ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Hinter dem Namen steht der Tipico-Konzern, der in Deutschland unter Tiptorro auftritt, seit die deutsche Regulierung eine eigene Domain-Pflicht mit sich brachte. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich als behördlich zugelassener Veranstalter unter GGL-Aufsicht beschreibt.
Tiptorro liefert das, was Tipico auf dem europäischen Markt liefert: volle Marktbreite, Livewetten, Kombiwetten, Cash Out. Für Radsport heißt das: Voraus-Märkte auf Gesamtsieg und Trikote, Etappenmärkte täglich, Head-to-Head-Duelle auf jeder Etappe. Die Wettsteuer wird nach dem üblichen Muster behandelt. Was Tiptorro von Tipico unterscheidet, ist vor allem der Domain-Name; das Wettprogramm ist deckungsgleich. Die Konzernmutter ist dieselbe, die Lizenz ist auf Tiptorro ausgestellt, der Markenauftritt ist eigenständig.
Was Tipico auf dem deutschen Markt ist, ist Tiptorro unter neuem Namen – die Marktbreite bleibt, die Erlaubnis ist neu datiert, die Konzernmutter dieselbe.
Winamax: Der Null-Prozent-Anbieter
Winamax trägt die Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021, die Folgeerlaubnis seit dem 8. Dezember 2022. Inhaber ist die WINAMAX S.A., ein französischer Sportwetten-Anbieter mit Wurzeln im Poker. Im Footer der deutschen Seite wirbt Winamax mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Quoten-Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.
Was das für Radsportwetten bedeutet: Winamax schluckt die 5,3 % Wettsteuer, die andere Anbieter vom Gewinn abziehen. Bei einer Wette zu Quote 4,00 mit 10 € Einsatz zahlt Winamax 40 € brutto aus, andere Anbieter 37,88 € netto. Der Unterschied ist bei Außenseitern größer als bei Favoriten – bei Quote 1,50 sind es 15,00 € statt 14,21 €, bei Quote 10,00 sind es 100 € statt 94,70 €. Die „besten Quoten“ der Odoxa-Studie bezogen sich nicht auf Radsport, sondern auf die drei genannten Ballsportarten; ob Winamax auch auf der Tour die Nase vorn hat, hängt vom jeweiligen Markt ab. Die „0 % Wettsteuer“ gilt unabhängig vom Markt.
Die 5,3 %, die Winamax schluckt, schlagen erst dann durch, wenn die Quote stimmt – bei Außenseitern mehr als bei Favoriten.
VBet: Der Nachzügler unter den Älteren
VBet trägt die Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Inhaber ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Damit ist VBet der Anbieter mit der jüngsten Erlaubnis unter den zehn hier verglichenen – drei Jahre nach dem großen Schwung der 2020er-Erlaubnisse, aber noch vor Bet3000.
Was das für Radsportwetten bedeutet: VBet führt das Standardprogramm an Radsport-Märkten, ohne dass die Tiefe im Wettprogramm in den verfügbaren Quellen dokumentiert ist. Die Wettsteuer wird nach dem üblichen Muster behandelt. VBet ist kleiner als die etablierten Marken, die Lizenz ist jung, und die Radsport-Tiefe muss sich im Wettprogramm selbst zeigen – ein Blick in die App vor dem Grand Départ klärt, welche Etappenmärkte und Sonderwetten tatsächlich verfügbar sind. Wer einen Newcomer mit Whitelist-Eintrag sucht, findet ihn hier; wer Tiefe erwartet, muss prüfen.
VBet ist der Anbieter, der mit der jüngsten Erlaubnis unter den älteren Whitelist-Einträgen dasteht – das Radsport-Programm ist die offene Frage.
Sportingbet: Der Konfigurator-Spezialist
Sportingbet trägt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis seit dem 21. Dezember 2022. Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Hinter der Marke steht die Entain-Gruppe, zu der auch bwin und PartyPoker gehören. Das Wettangebot umfasst einen „Konfigurator+“, mit dem sich Auswahlen aus verschiedenen Partien kombinieren lassen, sowie Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Was das für Radsportwetten bedeutet: Der Konfigurator+ ist für Kombinationen gebaut, die über ein einzelnes Ereignis hinausgehen – wer auf Etappensieger aus drei verschiedenen Etappen setzen will, kann das in einem Wettschein bündeln. Die Quote multipliziert sich, die Marge wächst mit, wie im Wettarten-Abschnitt beschrieben. Radsport ist Teil des Standardprogramms; die Tiefe der Etappenmärkte zeigt das Wettprogramm vor dem Grand Départ. Wer Kombinationen über die drei Wochen bauen will, findet hier das Werkzeug.
Sportingbets Konfigurator+ ist für Etappen-Kombinationen gebaut, nicht für Einzelwetten – wer über drei Wochen denkt, findet hier das Werkzeug.
Betano: Die gebündelte Feature-Palette
Betano trägt die Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021, die Folgeerlaubnis seit dem 16. Dezember 2022. Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited. Hinter Betano steht die Kaizen Gaming International Limited, die im App Store die App „Betano Sportwetten und Slots“ anbietet. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Was das für Radsportwetten bedeutet: Bet Builder und Cash Out sind auf Radsport übertragbar, soweit das Wettprogramm die Märkte hergibt. Live-Streaming von LaLiga oder NBA hilft auf der Tour nicht – die Übertragungsrechte liegen bei den Rundfunkanstalten und bei discovery+. Der Radsport-Player bei Betano ist solide, aber kein Spezialgebiet; der Vorteil liegt in der Feature-Bündelung für Sportarten, die Betano voll abdeckt. Wer auf Radsport und auf Ballsportarten gleichzeitig setzt, bekommt hier beides aus einer Hand.
Betano bündelt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming in einer App – der Radsport-Kalender muss zeigen, ob das Programm die Funktionen füllt.
NEO.bet: Die leisere Alternative
NEO.bet trägt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis seit dem 22. Dezember 2022. Inhaber ist die Greenvest Betting Limited mit Sitz in Malta. NEO.bet positioniert sich als deutschsprachiger Anbieter mit Fokus auf den deutschen Markt; die Erlaubnis ist da, die Marke ist kleiner als die der großen internationalen Konzerne.
Was das für Radsportwetten bedeutet: NEO.bet führt das Standardprogramm an Radsport-Märkten, ohne dass die Tiefe im Wettprogramm in den verfügbaren Quellen dokumentiert ist. Die Wettsteuer wird nach dem üblichen Muster behandelt. NEO.bet ist die Alternative für Spieler, die einen deutschsprachigen Anbieter ohne den internationalen Konzern-Overhead suchen – das Wettprogramm ist schlanker, die App ist auf Deutsch, die Lizenz ist sauber. Wer das Übliche sucht und keine Streaming-Versprechen braucht, wird hier fündig.
NEO.bet ist die leisere Alternative unter den Whitelist-Anbietern – wer den Feature-Overhead der Großen nicht braucht, wird hier fündig.
Betway: Der Cross-Match-Konfigurator
Betway trägt die Erlaubnis seit dem 9. März 2021, die Folgeerlaubnis seit dem 23. Dezember 2022. Inhaber ist die Betway Limited. Die App im App Store beschreibt den Cash Out: Unter „Meine Wetten“ erscheint ein grünes Symbol, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, und der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.
Was das für Radsportwetten bedeutet: Der Cash Out ist auf Radsport-Märkte anwendbar, soweit das Wettprogramm die Funktion freischaltet – der grüne Button erscheint, wenn der Anbieter die Wette als cash-out-fähig markiert. Der Konfigurator+ ist für Kombinationen aus verschiedenen Rennen oder Runden gedacht; auf der Tour können Etappen- und Gesamtsieg-Märkte in einem Wettschein landen. Radsport ist Teil des Standardprogramms; ein Blick ins Wettprogramm vor dem Grand Départ zeigt, welche Märkte tatsächlich verfügbar sind. Die Stärke liegt in der Flexibilität: Wer seine Wette vorzeitig aussteigen will, findet das Werkzeug.
Betways Konfigurator+ geht über Partien hinweg – wer Kombinationen aus verschiedenen Rennen bauen will, findet hier das passende Werkzeug.
Bet3000: Der Neuzugang
Bet3000 trägt die Erlaubnis seit dem 22. April 2026. Inhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, Sliema, Malta. Damit ist Bet3000 der Anbieter mit der jüngsten Erlaubnis auf der Whitelist überhaupt – der Eintrag ist wenige Monate alt. Die Marke hat deutsche Wurzeln, der Inhaber sitzt in Malta.
Was das für Radsportwetten bedeutet: Bet3000 ist auf der Whitelist, die Erlaubnis ist da, das Wettprogramm ist Standard. Die Radsport-Tiefe zeigt sich erst im Wettprogramm selbst; der Neuzugang muss beweisen, dass er die Etappenmärkte und Trikotwertungen vollständig abbildet, die andere Anbieter seit Jahren im Programm haben. Die Wettsteuer wird nach dem üblichen Muster behandelt. Wer dem jüngsten Eintrag eine Chance geben will, findet hier die Lizenz – das Wettprogramm ist der Test.
Bet3000 ist der Neuzugang auf der Whitelist – die Erlaubnis datiert vom April 2026, das Radsport-Programm ist die offene Frage.
Interwetten: Der Veteran
Interwetten trägt die Erlaubnis seit dem 2. November 2020, die Folgeerlaubnis seit dem 27. Dezember 2022. Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Interwetten gehört zu den älteren Marken auf dem europäischen Sportwetten-Markt und ist seit Langem in Deutschland präsent.
Was das für Radsportwetten bedeutet: Interwetten führt das Standardprogramm an Radsport-Märkten, ohne dass die Tiefe im Wettprogramm in den verfügbaren Quellen dokumentiert ist. Die Wettsteuer wird nach dem üblichen Muster behandelt. Interwetten ist die schlanke, beständige Alternative – keine Streaming-Versprechen, kein Feature-Overhead, aber eine saubere Whitelist-Erlaubnis und ein Wettprogramm, das die üblichen Märkte abdeckt. Wer einen Anbieter sucht, der seit zwei Jahrzehnten im Geschäft ist, findet ihn hier.
Interwetten ist der Veteran auf der Whitelist – die längste Historie, eine schlanke Oberfläche, keine Streaming-Versprechen.
Häufige Fragen zur Tour de France
Wo kann in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?
Erlaubt sind Wetten nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Geprüft wird der Domain-Eintrag unter der Sportwetten-Erlaubnis, nicht der Firmensitz. Eine Malta-Adresse kann auf der Whitelist stehen, eine Curaçao- oder Anjouan-Lizenz nicht. Die Liste wird laufend aktualisiert.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?
Langfristige Märkte auf Gesamtsieg, Top-3 und die Trikotwertungen; Etappenmärkte auf Tagessiege und Duelle; Sondermärkte auf Etappensiege pro Fahrer und Ausreißer. Kombiwetten kombinieren mehrere Auswahlen, die Quote multipliziert sich, die Marge wächst mit. Livemärkte während einer Etappe sind auf das Endergebnis und seltene Zwischenereignisse beschränkt.
Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?
Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen über 3.245 km. Gesamtsieger war Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Die Märkte sind abgerechnet. Die nächste Tour folgt 2027, die Strecke ist noch nicht veröffentlicht.
Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe zulässig?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Zwischenereignisse erlaubt – bei der Tour also auf den Tagessieg, nicht auf einzelne Sprints, Attacken oder Ausreißer. Damit ist das Live-Angebot enger als bei Ballsportarten.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette, und was bedeutet die Marge?
Auszahlung = Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 4,00 kommen 40 € zurück, 30 € Gewinn. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher einbehält. Bei einer Zwei-Wege-Wette zu 1,90/1,90 ergibt sich rechnerisch 95 % Auszahlung und damit eine Marge von rund 5 %. In der Praxis variiert die Marge je nach Markt und Anbieter.
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