Australian Open 2026: Wer in Deutschland wetten darf, was die Quote kostet, wo das Limit beißt
Die Australian Open 2026 sind gespielt. Carlos Alcaraz gewann das Herreneinzel, Jelena Rybakina das Dameneinzel, das Gesamtpreisgeld lag bei 111,5 Millionen AUD. Wer jetzt noch auf das Turnier setzt, wettet rückwirkend auf den abgeschlossenen Wettbewerb oder bereits auf die Ausgabe 2027, die vom 17. bis 31. Januar 2027 in Melbourne geplant ist. Quote, Steuer und ein gesetzliches Monatslimit von 1.000 Euro entscheiden, was am Ende auf dem Wettschein übrig bleibt – nicht der Court in Melbourne.

Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand der Liste 2. Oktober 2026.
Anbieter im Überblick: zehn Wettanbieter mit GGL-Erlaubnis
Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Erlaubnis steht auf einer Whitelist, die die GGL auf ihrer Website führt. Was dort nicht steht, ist in Deutschland nicht erlaubt – gleich, ob die Seite eine .de-Domain trägt, im Fernsehen wirbt oder einen großen Markennamen mitbringt.
Die folgende Tabelle zeigt zehn Anbieter, die auf der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, sortiert nach der Reihenfolge, in der die GGL die Erlaubnis ausgestellt hat. Die Daten sind die der Whitelist, Stand 2. Oktober 2026; die Liste selbst trägt kein Enddatum, eine Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre erteilt.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| NEO.bet | Whitelist GGL · Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Whitelist GGL · Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Wettarena | Whitelist GGL · I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Whitelist GGL · Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist GGL · Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet-at-home | Whitelist GGL · Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Betway | Whitelist GGL · Betway Limited | 09.03.2021 |
| Betano | Whitelist GGL · Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| DAZN Bet | Whitelist GGL · DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Bet3000 | Whitelist GGL · I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
Was die Tabelle zeigt, ist zunächst ein Datum. Die ersten sechs Anbieter bekamen ihre Erlaubnis zwischen Oktober und November 2020, also in der ersten Welle nach Inkrafttreten des GlüStV 2021. Vier folgten im Jahr darauf, einer 2023, einer erst im April 2026. Eine längere Whitelist-Geschichte ist kein Qualitätsurteil, aber sie zeigt, wer den Regulierungsalltag schon länger kennt.
Was die Tabelle nicht zeigt, sind die Konditionen, die Marge, das Tennis-Programm im Detail. Diese Lücke füllen die Einzelabschnitte am Ende dieses Artikels.
Grundlagen des Turniers: Spielformat, Belag und Rekorde
Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Gespielt wird im Melbourne Park auf Hartplatz, der Belag ist seit 2020 GreenSet, ein modifiziertes Plexicushion, das seit 2008 den älteren Rebound Ace abgelöst hat. Der Belag gilt als mittelschnell: Aufschläge kommen durch, der Ball springt berechenbar ab, Ballwechsel sind kürzer als auf Sand, aber länger als auf Rasen.

Das Satzsystem unterscheidet die Geschlechter. Bei den Herren werden drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen zwei. Steht es 6:6, wird ein Tiebreak gespielt; im Entscheidungssatz gilt seit einiger Zeit ein Match-Tiebreak bis zehn Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Das hat zwei praktische Folgen für Wetten: Erstens ist ein Damen-Match statistisch weniger vorhersagbar als ein Herren-Match, weil ein verlorener Satz noch nicht das Match bedeutet. Zweitens verkürzt der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz die durchschnittliche Matchdauer – was bei Live-Wetten den Zeitrahmen verschiebt, in dem eine Wette noch platziert werden kann.
Das Turnier wird seit 1905 ausgetragen, damals noch unter dem Dach der Australasian Lawn Tennis Association, die 1904 gegründet worden war. In der Open Era, also ab 1969, hält Novak Djokovic mit zehn Titeln den Rekord im Herreneinzel; Serena Williams kommt bei den Damen auf sieben Titel. Insgesamt, also über die Open Era hinaus, gewann Margaret Court elf Einzeltitel – ein Rekord, der im Gespräch bleibt, weil Titel vor 1969 unter anderen Bedingungen zustande kamen.
Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis zum 1. Februar 2026. Das Gesamtpreisgeld betrug 111.500.000 AUD, die Einzelsieger erhielten jeweils 4.150.000 AUD. Im Herreneinzel setzte sich Carlos Alcaraz durch, im Dameneinzel Jelena Rybakina. Die Ausgabe 2027 ist nach derzeitigem Stand für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Da sich Spielpläne verschieben können, lohnt sich vor jeder Wette ein Blick auf die offizielle Turnierseite.
Für Wetten heißt das: Wer auf den Turniersieger setzt, wettet auf ein Feld von 128 Spielern bei den Herren und 128 bei den Damen, von denen die meisten vor dem Achtelfinale scheitern. Die Quoten spiegeln die Setzliste, die Form der letzten Wochen und die Marge des Buchmachers. Sie sagen nichts über den Ausgang.
Rechtslage: GGL, Whitelist und Wettsteuer
Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) das Sportwettenangebot in Deutschland. Die Aufsicht liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle an der Saale. Die GGL erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht den Markt und kann Bußgelder verhängen.

Das zentrale Instrument ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Liste ist öffentlich und führt jeden Anbieter, der in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Im Stand vom 2. Oktober 2026 enthält sie 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei weitere, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber umgekehrt beweist eine .de-Domain nichts – ohne Listung ist das Angebot unerlaubt.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt. Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, nie ein Enddatum. Eine Folgeerlaubnis verlängert den Eintrag. Was auf der Whitelist unter „Sportwetten“ steht, gilt nur für diese Domain: Ein Anbieter, der für seine Casino-Marke eine Erlaubnis hat, darf mit dieser Marke nicht ohne weiteres Sportwetten anbieten.
Was darf überhaupt gewettet werden? § 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt feste Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- oder Kombiwette. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zu Esports hat die GGL klargestellt, dass Esports nicht als Sport anerkannt ist – lizenzierte Esports-Wetten gibt es in Deutschland nicht.
Bei Live-Wetten (§ 21 Abs. 4 GlüStV) ist der Spielraum enger. Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse wie den nächsten Satz im Tennis oder das nächste Tor im Fußball. Nicht erlaubt sind Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball – die GGL begründet das mit der Manipulationsanfälligkeit solcher Mikroereignisse. Wer auf Ballwechsel wetten will, findet in Deutschland dafür keine legale Plattform.
Die Wettsteuer ist eigene Sache. Sie steht in den §§ 16-25 RennwLottG und beträgt 5,3 Prozent auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Rechnerisch sind das rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter, nicht vom Spielenden. Ob und wie der Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, entscheidet der Anbieter allein – ein einheitlicher Satz „5,3 Prozent vom Einsatz“ wäre falsch, weil die Bemessungsgrundlage eine andere ist.
Werbung für Sportwetten ist nach § 5 GlüStV erlaubt, aber eingeschränkt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern, keine erfolgsabhängige Vergütung von Affiliates. Die 6-21-Uhr-Sperre aus § 5 Abs. 3 betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casino, nicht Sportwetten. Der GlüStV kennt keine Obergrenze für Bonusbeträge – was ein Anbieter an Umsatz, Mindestquote oder Frist verlangt, steht in seinen eigenen Bedingungen.
Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis fallen unter § 4 Abs. 1 GlüStV. Ihr Angebot ist unerlaubtes Glücksspiel, eine maltesische oder curaçaoische Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat im September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich steht die Organisation solcher Angebote nach § 284 StGB, die Teilnahme nach § 285 StGB – wobei Verfolgungen einzelner Spieler in der Praxis nicht etabliert sind. Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof im Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht; der Generalanwalt hielt es in seinen Schlussanträgen vom März 2026 grundsätzlich für möglich, dass Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Kein Urteil ist ein Freibrief, kein Verfahren eine Garantie.
Spielerschutz: Einzahlungslimit, OASIS und die zwei Wochen Melbourne
Ein Grand-Slam-Turnier läuft über vierzehn Tage. An Spitzentagen stehen mehr als zwanzig Matches auf dem Spielplan, parallel auf mehreren Plätzen. Für Wettende ist das eine besondere Belastung: Die Frequenz ist hoch, die Reaktionszeit kurz, der Tag hat vierundzwanzig Stunden – auch wenn Melbourne im Schlaf liegt.
Der wichtigste Hebel ist das gesetzliche Einzahlungslimit. Nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt es bei 1.000 Euro pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter, an denen der Spielende ein Konto hat. Die technische Seite heißt LUGAS: Eine Limitdatei führt alle Anbieter zusammen, eine Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen über mehrere Konten. Wer das Limit erhöhen will, braucht einen Anbieter, dessen Erlaubnis das vorsieht, und einen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Dazu kommt die Sperrdatei OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV. Jeder Anbieter prüft bei Registrierung und Login, ob der Spielende gesperrt ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer fremdgesperrt wird, etwa wegen Überschuldung, hat eine längere Frist. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine 24-Stunden-Sperre aus – gedacht als Notbremse für den Moment, in dem das Handy schon in der Hand liegt.
Identitätsprüfung ist Pflicht. § 6a GlüStV schreibt ein Konto pro Anbieter vor, mit voller Verifizierung. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlung. Wer also schnell wetten will, kann es – aber nicht schnell auszahlen. Zahlungen laufen nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird. Bargeld, anonyme Kryptowährungen und nicht registrierte Prepaid-Karten sind damit ausgeschlossen. Das schließt anonyme Wetten aus – und schützt zugleich vor dem, was nach einem Gewinn passieren könnte, wenn die Quelle unklar ist.
Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV). Die Auszahlung ist also keine Wettsteuer-freie Sache, sondern eine garantierte – sofern der Anbieter weiß, wer wettet.
Was das für ein Grand-Slam-Turnier bedeutet, ist schnell gesagt: Wer 1.000 Euro im Monat zur Verfügung hat, kann davon nicht jeden Tag einen Schein setzen und am Ende noch Gewinne auszahlen lassen. Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, wird in der Aktivitätsdatei auffallen. Wer sich sperren lassen will, kann es mit einem Klick tun – und muss dann drei Monate warten, auch wenn der Vorsatz schon nach drei Tagen wankt. Wer spielen will, muss sich ausweisen – und wer das nicht will, hat in diesem Markt keine legale Plattform.
Wettarten, Quoten und Kombiwetten
Die Australian Open bieten fünf große Wettmärkte:
- Turniersieger (Outright): Wette auf den Sieger des gesamten Feldes. Hohe Quote bei Außenseitern, niedrige bei den Favoriten. Die Wette wird erst mit dem Finale entschieden.
- Matchsieger: Wette auf den Sieger eines einzelnen Matches. Die häufigste Wettart, mit Märkten oft schon vor dem Spiel und bis kurz vor dem ersten Aufschlag.
- Satzergebnis: Wette auf den genauen Satzstand (zum Beispiel 2:0 oder 2:1 bei den Herren, 2:0 oder 2:1 bei den Damen). Höhere Quoten, weil mehrere Ausgänge abgedeckt sein müssen.
- Handicap: Wette mit virtuellem Vor- oder Rückstand. Ein Favorit muss mit mehr Sätzen gewinnen als die Quote vorgibt, ein Außenseiter darf mit weniger verlieren.
- Kombiwette: Wette, die mehrere Einzelauswahlen zu einer Quote multipliziert. Alle Auswahlen müssen eintreffen, damit die Wette gewinnt – die Quote ist das Produkt, das Risiko ist es auch.
Dazu kommen Spezialmärkte, die jeder Anbieter anders schneidet: Anzahl der Asse im Match, Tiebreak ja oder nein, erstes Aufschlagspiel, Satz-Reihenfolge. Die Tiebreak-Regel der Australian Open – 6:6 wird Tiebreak, im Entscheidungssatz Match-Tiebreak bis zehn – macht diese Märkte weniger vorhersagbar als auf Belägen, auf denen kein Tiebreak gespielt wird.
Wie entsteht die Quote? Ein Buchmacher bewertet jedes mögliche Ergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit und schlägt eine Marge obendrauf. Bei einem ausgeglichenen Match zweier Spieler ähnlicher Klasse liegen beide Quoten nahe beieinander, zum Beispiel 1,90 und 1,90. In diesem Fall beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = rund 0,95, also 95 Prozent. Die Marge des Buchmachers ist die Differenz: rund 5 Prozent des Umsatzes. Bei drei Ausgängen statt zwei – etwa bei einem Satzmarkt 2:0, 2:1, 1:2 – ist die Marge bei gleicher Verteilung höher, weil der Buchmacher auf jedes der drei Ergebnisse seinen Anteil legt.
Was das für den Spielenden heißt, ist die eine Zahl, die in jeder Werbung fehlt: Von jedem Euro, der auf einem Markt mit 5 Prozent Marge gesetzt wird, fließt im statistischen Mittel 95 Cent zurück, 5 Cent bleiben beim Anbieter. Bei einer Quote von 2,10 gegen 1,70 liegt die Marge höher, bei 1,85 gegen 1,95 niedriger. Die Quote ist die andere Seite der Marge: Eine hohe Quote ist nicht „mehr wert“, sie ist nur eine andere Einschätzung der Wahrscheinlichkeit – und ein anderer Aufschlag des Buchmachers.
Eine Kombiwette multipliziert die Quoten, nicht die Wahrscheinlichkeiten. Eine 2,00-Quote, die für 50 Prozent Wahrscheinlichkeit steht, wird mit einer 3,00-Quote kombiniert, die für 33 Prozent steht. Das Produkt ist 6,00, die kombinierte Wahrscheinlichkeit aber nur 16,7 Prozent. Die Differenz zwischen Multiplikation und Wahrscheinlichkeit ist die Marge, die der Buchmacher auf jeder Auswahl drauflegt – summiert über alle Beine. Eine Kombiwette mit vier Beinen hat im Schnitt eine höhere Marge als jede Einzelwette, die man aus den Beinen bauen könnte.
Wer auf die Australian Open wettet, wettet also auf eine Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher eingeschätzt hat. Die Quote ist seine Meinung, der Einsatz des Spielenden ist die Gegenmeinung. Treffen beide daneben, gewinnt der Buchmacher die Marge. Treffen sie richtig, gewinnt der Spielende – abzüglich Marge, abzüglich Wettsteuer, abzüglich der Monatsgrenze, die jeder legale Anbieter prüft.
Spielplan Melbourne: Hartplatz, Hitze und Quotenbewegung
Melbourne im Januar ist Sommer. Die Hitze ist Teil der Australian Open – sie ist Teil der Bedingungen, unter denen die Matches gespielt werden, und damit Teil der Bedingungen, unter denen die Quoten sich bewegen. Bei Temperaturen über 35 Grad greift die „Extreme Heat Policy“: Matches können unterbrochen, in geschlossene Hallen verlegt oder verschoben werden. Das verändert die Wettmärkte, weil die Spieler, die bei Hitze besser abschneiden, plötzlich unter anderen Bedingungen spielen.
Der Spielplan ist dicht. Erste Runde und zweite Runde bringen viele Matches pro Tag, oft parallel auf mehreren Plätzen. Die dritte Runde lichtet das Feld, Achtelfinale und Viertelfinale werden zu eigenen Sessions. Das Herren- und das Damen-Halbfinale liegen traditionell am vorletzten Tag, die Finals am letzten. Wer auf den Turniersieger wettet, sieht die Quote sich über zwei Wochen bewegen: Mit jedem gewonnenen Match steigt der Spieler im Tableau auf, die Quote sinkt, der Einsatz muss höher sein, um den gleichen Gewinn zu erzielen.
Die Quotenbewegung folgt der Spielerform, aber auch der Nachfrage. Auf den Favoriten – bei den Herren in der jüngeren Vergangenheit Djokovic, Alcaraz oder Sinner – wird viel Geld gesetzt, die Quote sinkt, der Buchmacher gleicht nach. Auf Außenseiter fließt weniger, die Quote bleibt länger stabil, kann aber kurz vor dem Match noch einmal nach oben gehen, wenn neue Informationen kommen – eine Verletzung, ein Aufwärm-Problem, eine Verschiebung. Live-Wetten sind in Deutschland auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse wie den nächsten Satz beschränkt (siehe Abschnitt „Rechtslage“ oben), was den Spielraum für kurzfristige Wetten kleiner macht als in anderen Märkten.
Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis zum 1. Februar 2026, mit Finale am Sonntag. Das Gesamtpreisgeld lag bei 111.500.000 AUD, was die Australian Open nach Wimbledon zum bestdotierten Grand-Slam-Turnier macht. Für die Ausgabe 2027 sind die Daten 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt – ein Tag später im Kalender als 2026, was den Spielern einen zusätzlichen Ruhetag vor den Australian Open beschert. Ob der Plan so bleibt, hängt an der ATP- und WTA-Kalenderplanung, die jährlich nachjustiert wird.
Was das alles für eine Wette bedeutet, ist eine Frage der Vorbereitung. Wer auf das Turnier setzt, sollte den Spielplan kennen, die Tageszeit beachten (Melbourne ist Deutschland neun bis zehn Stunden voraus), die Belag-Eigenschaften von GreenSet im Kopf haben und wissen, dass die Quoten sich nicht gleichmäßig über zwei Wochen bewegen, sondern in Sprüngen – nach großen Matches, nach Verletzungen, nach den ersten Überraschungen.
Die zehn Anbieter im Detail
NEO.bet – einer der ersten Erlaubnisinhaber im deutschen Markt
NEO.bet gehört zur ersten Welle der Whitelist-Erlaubnisse. Die Greenvest Betting Limited ist als Betreiberin eingetragen, die Erstgenehmigung datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Eine Folgeerlaubnis zeigt, dass die GGL den Anbieter nach fünf Jahren erneut geprüft hat – was kein Qualitätsurteil ist, aber eine Mindestschwelle.
Was die Whitelist über NEO.bet verrät, ist die Hülle. Was sie nicht verrät, ist das Programm im Detail: Welche Tennis-Märkte NEO.bet schneidet, ob es einen Konfigurator gibt, wie tief die Live-Wetten ins Match gehen, all das steht nicht in der Liste. Wer NEO.bet für die Australian Open in Betracht zieht, prüft das im Wettprogramm selbst – und vergleicht mit den anderen Anbietern dieses Feldes.
Wer einen Anbieter mit länger Whitelist-Geschichte sucht, findet hier den ältesten Eintrag des Feldes – neben bet-at-home, Sportingbet, Wettarena und bpremium, alle ebenfalls mit Erstgenehmigung vom 9. Oktober 2020. NEO.bet ist unter ihnen keiner mit Alleinstellung, aber einer mit nachgewiesener Beständigkeit.
Sportingbet – Tennis, Konfigurator+ und Live-Wetten im Programm
Sportingbet gehört zur selben Erlaubnis-Welle wie NEO.bet – Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Was Sportingbet von der Whitelist-Information abhebt, ist die Eigenangabe zum Wettprogramm: Tennis ist als Sportart namentlich aufgeführt, dazu kommen Fußball, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Die Eigenangabe nennt zudem einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten. Ein Konfigurator erlaubt es, mehrere Märkte aus verschiedenen Partien zu kombinieren – was bei einem Grand-Slam-Turnier mit vielen parallelen Matches nützlich ist, wenn der Spielende auf die Form mehrerer Spieler gleichzeitig setzen will. Live-Wetten sind nach dem GlüStV auf das Endergebnis und seltene Ereignisse beschränkt; was Sportingbet darüber hinaus anbietet, sagt die Whitelist nicht.
Für Tennisfans ist Sportingbet die direkteste Wahl im Feld: Tennis steht namentlich im Programm, der Konfigurator+ ergänzt das Angebot, die Erlaubnis ist seit fünf Jahren erneuert. Wer auf den Turniersieger setzt, hat hier denselben Markt wie überall – und die Wahl, ob die Quote zum eigenen Modell passt.
DAZN Bet – jüngere Erlaubnis, maltesische Holding
DAZN Bet ist der Anbieter mit der zweitjüngsten Sportwetten-Erlaubnis im Feld. Die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, ist als Betreiberin eingetragen, die Erlaubnis datiert auf den 22. August 2023. Eine Folgeerlaubnis ist in der Whitelist nicht verzeichnet – was bei einer erst dreijährigen Erlaubnis nicht überrascht, aber bedeutet, dass die erste Fünf-Jahres-Frist noch läuft.
DAZN Bet bringt den Markennamen eines Sport-Streaming-Dienstes mit. Was die Whitelist dazu sagt, ist die Erlaubnis als solche. Was die Erlaubnis nicht sagt, ist, ob das Tennis-Programm an den Streaming-Katalog anknüpft oder eigenständig kuratiert wird – das ist eine Frage, die das Wettprogramm selbst beantwortet, nicht die Liste.
Der jüngste sportwetten-spezifische Erlaubnis-Schnitt im Feld – drei Jahre Whitelist – macht DAZN Bet zum Newcomer unter den Etablierten. Für Wettende, die den Markennamen kennen, ist das ein vertrauter Einstieg; für alle, die nur auf das Programm schauen, zählt dasselbe wie bei jedem anderen Anbieter: Welche Märkte, welche Quoten, welche Live-Optionen.
Betway – Cash Out und Wettkonfigurator als sichtbare Stärken
Betway ist seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Inhaber ist die Betway Limited. Was die App-Beschreibung des Anbieters nennt, sind zwei Funktionen, die im Tennis-Alltag eine Rolle spielen: Cash Out und ein Wettkonfigurator.
Cash Out bedeutet, dass der Anbieter eine laufende Wette vorzeitig zurückkauft – zu einem Betrag, den er selbst festlegt. Bei einem Tennismatch, das nach Satz 1 noch offen ist, kann das eine Möglichkeit sein, einen Verlust zu begrenzen oder einen Teilgewinn mitzunehmen, bevor der zweite Satz die Lage kippt. Der Wettkonfigurator erlaubt es, mehrere Märkte aus einem Spiel zu kombinieren, etwa Sieger und Satzergebnis. Beide Funktionen sind Anbieter-Features, keine gesetzlichen Ansprüche – sie stehen in den Bedingungen, nicht im GlüStV.
Cash Out und Wettkonfigurator stehen sichtbar in der App, der Rest ist Standard. Das ist hier die ehrliche Bilanz: Wer diese Funktionen schätzt, findet sie dokumentiert; wer sie nicht braucht, zahlt dafür keinen Aufpreis.
bet-at-home – klassische Marke mit langer Whitelist-Geschichte
bet-at-home ist seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Inhaber ist die Bet-at-home.com Internet Limited. Die Marke gehört zu den etablierten Namen im europäischen Sportwettenmarkt – älter als die deutsche Erlaubnis, weil das Unternehmen bereits vor 2020 in anderen Märkten tätig war.
Die Whitelist führt für bet-at-home zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 – das ist eine andere Erlaubnis als die Sportwetten-Erlaubnis und steht unter eigenen Regeln. Für Tennis-Wetten zählt nur die Sportwetten-Erlaubnis; das Casino-Programm ist ein separates Feld.
Nüchtern betrachtet ist bet-at-home ein Anbieter ohne besondere Stärke, aber auch ohne Schwäche im Dokumentierten. Die Erlaubnis ist seit 2020 erneuert, die Marke ist bekannt, das Programm ist Standard. Was fehlt, ist eine Eigenangabe, die über das hinausgeht, was jeder andere Anbieter auch hat – und das ist hier kein Makel, sondern ein Hinweis: Wer auf Tennis setzt, vergleicht am Wettschein, nicht am Markennamen.
Bet3000 – Erlaubnis erst seit April 2026
Bet3000 ist der Anbieter mit der kürzesten Whitelist-Geschichte im Feld. Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, ist als Betreiberin eingetragen, die Erstgenehmigung datiert auf den 22. April 2026. Eine Folgeerlaubnis ist nicht verzeichnet – was bei einer erst halbjährigen Erlaubnis nicht überrascht.
Die I.B.C. Sportsbetting Limited ist im Feld nicht unbekannt: Sie ist auch Betreiberin von Wettarena (siehe unten), beide Marken teilen sich die Holding und damit den Compliance-Rahmen. Für den Spielenden heißt das: Wer bei einem wettet, wettet unter demselben regulatorischen Dach wie beim anderen – nur unter anderer Marke, mit anderem Wettprogramm, anderer Quote.
Bet3000 ist der Anbieter mit der kürzesten Whitelist-Geschichte im Feld – die Erlaubnis ist kein Jahr alt. Das schmälert weder das Programm noch die Sicherheit, ist aber ein Datum, das in jede Bewertung einfließt. Wer eine längere Historie schätzt, findet sie anderswo.
Betano – Live-Streaming der Grand Slams als Unterscheidungsmerkmal
Betano ist seit dem 19. Februar 2021 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited. Die App-Beschreibung nennt drei Funktionen, die für Tennis-Wetten relevant sind: Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming.
Das Live-Streaming hebt Betano von den anderen Anbietern dieses Feldes ab, weil die App-Beschreibung es namentlich für die Tennis-Grand-Slams ankündigt – neben LaLiga, FA Cup, NBA, EuroLeague und NFL. Wer auf die Australian Open wettet und die Matches nebenher sehen will, hat hier einen dokumentierten Vorteil gegenüber den anderen neun Anbietern. Was die anderen neun im Programm haben, sagt die Whitelist nicht; was Betano hat, steht in der App-Beschreibung.
Das Live-Streaming der Grand Slams ist der eine dokumentierte Tennis-Vorteil gegenüber den anderen neun Anbietern. Den Rest muss der Wettende selbst prüfen – Quote, Konfigurator, Tennis-Märkte im Detail.
ODDSET – deutscher Anbieter unter hessischer Aufsicht
ODDSET ist der einzige Anbieter im Feld, dessen Erlaubnis nicht von der GGL in Halle, sondern vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt wurde – mit Bescheid vom 15. Dezember 2022. Aufsichtsbehörde ist die GGL, aber die Erlaubnis selbst stammt aus Hessen. Inhaber ist die Oddset Sportwetten GmbH – eine deutsche Gesellschaftsform, anders als die maltesischen Limiteds, die im Feld vorherrschen.
ODDSET gehört zum staatlichen Glücksspielportfolio, ist in den Annahmestellen der Lotto-Gesellschaften präsent und im Internet unter der Whitelist-Domain erreichbar. Die deutsche Gesellschaftsform und die hessische Erlaubnis machen ODDSET zum strukturell anderen Anbieter im Feld – nicht inhaltlich, weil das Wettprogramm am Markt gemessen wird, aber organisatorisch.
ODDSET ist der einzige Anbieter im Feld, dessen Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt stammt und dessen Betreiber eine deutsche GmbH ist. Das ist ein struktureller Unterschied, kein wetttechnischer – wer auf Quote und Tennis-Programm schaut, vergleicht am Wettschein.
Wettarena – gleiche Holding wie Bet3000, andere Marke
Wettarena gehört zur selben Holding wie Bet3000: Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, ist Betreiberin beider Marken. Die Erstgenehmigung für Wettarena datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis auf den 15. Dezember 2022 – Wettarena gehört damit zur ersten Welle, Bet3000 zur jüngsten.
Die Marken unterscheiden sich im Wettprogramm, in der Aufmachung, in der Kundenansprache. Was sie teilen, ist der Compliance-Rahmen: dieselbe Holding, dieselbe Erlaubnis-Logik, dieselbe Aufsicht durch die GGL. Für den Spielenden heißt das: Wer bei Wettarena wettet, wettet unter denselben Voraussetzungen wie bei Bet3000 – nur unter anderer Marke, mit anderer Quote, anderem Programm.
Hinter Wettarena steht dieselbe maltesische Holding wie hinter Bet3000. Wer dort wettet, wettet unter demselben Compliance-Rahmen, nur unter anderer Marke. Welche der beiden Marken das bessere Tennis-Programm hat, sagt die Whitelist nicht.
bpremium – Ladbrokes-Holding mit Malta-Sitz
bpremium ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Inhaber ist die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Die Marke gehört zum internationalen Entain-Konzern, der auch hinter Sportingbet steht – beide teilen sich die Holding-Struktur, wenn auch unter verschiedenen Marken und mit verschiedenen Erlaubnis-Daten.
Die Nutzungsbedingungen von bpremium sind auf den 3. April 2023 datiert, was nichts über die Erlaubnis selbst sagt, aber zeigt, dass die AGB in jüngerer Zeit überarbeitet wurden. Für den Spielenden ist das ein Hinweis, kein Versprechen: AGB können sich ändern, ohne dass die Erlaubnis berührt wird.
Die bpremium-Erlaubnis ist genauso alt wie die von NEO.bet, Sportingbet und Wettarena – Erstgenehmigung 9. Oktober 2020. Der Unterschied liegt im Markennamen und im Malta-Sitz der Holding; am Wettschein entscheidet das Programm, nicht der Firmensitz.
Die Marge im Beispiel: was der Buchmacher von einem 1,90/1,90-Markt behält
Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher eingeschätzt hat, plus ein Aufschlag. Bei einem ausgeglichenen Match zweier Spieler ähnlicher Klasse – beide mit Quote 1,90 – liegt die implizite Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs bei etwa 52,6 Prozent. Zusammen sind das 105,3 Prozent. Die fehlenden 5,3 Prozentpunkte sind die Marge des Buchmachers: Von jedem Euro, der auf diesem Markt gesetzt wird, fließen im statistischen Mittel rund 95 Cent an die Spielenden zurück, etwa 5 Cent bleiben beim Anbieter.
In der Praxis schwankt die Marge je nach Anbieter, Marktphase und Turnierphase. Bei großen Tennisturnieren ist eine Spanne von etwa 4 bis 6 Prozent für Zwei-Wege-Märkte realistisch. Bei Drei-Wege-Märkten – etwa einem Satzmarkt mit den Ausgängen 2:0, 2:1, 1:2 – liegt die Marge höher, weil der Buchmacher auf jedes der drei Ergebnisse seinen Anteil legt. Bei Spezialmärkten – Anzahl der Asse, Tiebreak ja oder nein – hängt die Marge an der Tiefe des Marktes: Je mehr Spielende auf einen Markt setzen, desto enger kann der Buchmacher kalkulieren.
Was das für eine Wette auf die Australian Open bedeutet, ist eine einfache Rechnung: Wer 100 Euro auf einen Spieler zu Quote 1,90 setzt, gewinnt im Erfolgsfall 190 Euro (inklusive Einsatz), im Verlustfall 0. Über viele Wetten auf einem Markt mit 5 Prozent Marge verliert der Spielende im Schnitt 5 Euro pro 100 Euro Einsatz – das ist der Preis, den er für die Möglichkeit zahlt, überhaupt zu wetten. Dazu kommt die Wettsteuer, die der Anbieter nach seinen Regeln weitergeben oder selbst tragen kann, und das Monatslimit, das unabhängig von der Marge bei 1.000 Euro liegt.
Die Marge ist kein Geheimnis. Sie steht nicht auf der Website, aber sie lässt sich aus den Quoten rechnen. Wer zwei Spieler mit Quote 1,90 sieht, weiß: Der Buchmacher behält rund 5 Prozent. Wer Quote 1,85 gegen 1,95 sieht, rechnet: 1 ÷ (1/1,85 + 1/1,95) ≈ 0,95, also ebenfalls rund 5 Prozent. Wer Quote 2,10 gegen 1,70 sieht, rechnet: 1 ÷ (1/2,10 + 1/1,70) ≈ 0,93, also rund 7 Prozent. Die Quote verrät die Marge, wenn man weiß, wie man rechnet.
Häufige Fragen
Wann liefen die Australian Open 2026, und wann ist die Ausgabe 2027 geplant?
Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis zum 1. Februar 2026 in Melbourne. Die Ausgabe 2027 ist nach derzeitigem Stand für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt – ein Tag später im Kalender als 2026. Spielpläne können sich verschieben; vor jeder Wette lohnt sich ein Blick auf die offizielle Turnierseite.
Welche Satzregel gilt bei den Australian Open, und was heißt das für Wetten?
Bei den Herren werden drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis zehn Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Für Wetten heißt das: Damen-Matches sind statistisch weniger vorhersagbar, weil ein verlorener Satz nicht das Match entscheidet; Satzwetten hängen am Tiebreak-Verhalten.
Welche Live-Wetten sind bei einem laufenden Tennismatch in Deutschland erlaubt?
Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse wie den nächsten Satz erlaubt. Wetten auf den nächsten Punkt, den nächsten Ballwechsel oder den nächsten Aufschlag sind in Deutschland nicht zulässig – die GGL begründet das mit der Manipulationsanfälligkeit solcher Mikroereignisse. Wer auf Ballwechsel wetten will, findet dafür in Deutschland keine legale Plattform.
Wie entsteht eine Prognose zu einem Grand-Slam-Turnier, und warum ist kein Tipp sicher?
Eine Prognose stützt sich auf Setzliste, Form der letzten Wochen, Belag und direkte Vergleiche. Daraus ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit, keine Sicherheit: Verletzungen, Wetterumschwung, Tagesform und der Tiebreak entscheiden Matches, die nach Quote keiner entscheiden sollte. Wer tippt, wettet auf eine Wahrscheinlichkeit – der Ausgang ist offen, bis der letzte Punkt gespielt ist.
Wie prüft man, ob ein Anbieter für Wetten auf die Australian Open in Deutschland legal ist?
Die Whitelist der GGL auf der Website der Behörde listet alle Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis. Wer prüfen will, ob ein Anbieter legal ist, sucht dort den Domain-Namen. Nur wer auf der Whitelist steht, darf in Deutschland Sportwetten anbieten – eine .de-Domain allein beweist nichts, ein großer Markenname ebenso wenig. Die Liste ist öffentlich und wird regelmäßig aktualisiert.
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