Davis Cup Wettanbieter 2026: Wer auf den Länderwettbewerb setzen darf

Updated Oktober 2026
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Der Davis Cup 2026 läuft als 114. Ausgabe vom 5. Februar bis 29. November 2026. Acht Nationen stehen im Final 8, Italien als Titelverteidiger und Gastgeber. Wer auf den Mannschaftswettbewerb wetten will, kann das in Deutschland nur bei Anbietern mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder tun. Zehn solcher Anbieter mit Erlaubnis finden sich in der folgenden Übersicht, die deren Merkmale beim Davis Cup zusammenfasst.

Ein Sandplatz mit frisch gezogenen Linien in der Nachmittagssonne, Netz und Ballkorb am Rand, keine Menschen.
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026.

Stand der Daten: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).

Was der Davis Cup als Wettgegenstand ausmacht

Der Davis Cup ist der älteste und wichtigste Mannschaftswettbewerb im Herren-Tennis. Veranstaltet wird er vom Tennis-Weltverband ITF, die erste Begegnung 1900 war USA gegen Großbritannien in Boston. Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Titeln vor Australien mit 28 Siegen, von denen vier auf die gemeinsame Ära als Australasien entfallen.

Ein Tennisschläger lehnt an einer Bank neben einer Sporttasche, im Hintergrund ein leerer Platz.
Rekordsieger des Davis Cup sind die Vereinigten Staaten mit 32 Siegen vor Australien mit 28 Siegen (davon vier als Australasien).

Anders als bei Grand-Slam-Turnieren stehen sich beim Davis Cup Nationen gegenüber, nicht Einzelspieler. Eine Begegnung im Qualifikations- oder Hauptturnier wird über zwei Tage ausgetragen, mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel, alle Partien im Best-of-Three. Sobald eine Mannschaft drei Siege holt, entfallen die restlichen Partien. Im Final-Turnier dagegen werden pro Begegnung nur drei Partien gespielt: zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Dieses Format prägt die Wettmärkte: Wer auf ein Länderduell setzt, wettet auf den Ausgang einer Begegnung, die vorzeitig entschieden sein kann, was sich auf die Auswertung einzelner Wetten auswirkt.

Der Spielplan 2026 und seine Folgen für die Wettangebote

Der Davis Cup 2026 strukturiert sich in Qualifikationsrunden und eine Endrunde. Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert. Italien tritt als Titelverteidiger an und ist Gastgeber des Finalturniers.

Wetten auf einzelne Begegnungen oder ganze Länderduelle sind über den gesamten Zeitraum möglich, die Quoten legen sich aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten fest. In den Qualifikationsrunden, die im Frühjahr und Herbst stattfinden, bieten Buchmacher ihre Märkte oft schon Wochen vor dem ersten Ballwechsel an, bei weniger prominenten Begegnungen manchmal erst wenige Tage vorher. Im Final-Turnier, das in einer Woche ausgetragen wird, sind die Märkte enger gestaffelt: Wer auf einzelne Sätze oder das nächste Game setzen will, findet diese Angebote in der Regel nur bei den größeren Anbietern mit ausgebautem Tennis-Programm.

Rechtslage: Wer in Deutschland Davis-Cup-Wetten anbieten darf

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) die deutsche Glücksspielaufsicht. Für Sportwetten im Internet ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) zuständig. Sie erteilt die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und beaufsichtigt den Markt. Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Prüfung, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Ordner ohne Beschriftung stehen neben einer Tischlampe auf einem Schreibtisch.
Als Anbieter von bwin führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was die Whitelist zeigt und was sie nicht zeigt

Die Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis, und drei reine Pferdewetten-Anbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis. Die Whitelist zeigt ausschließlich das Datum der erstmaligen Erteilung und das Datum der Folgeerlaubnis, niemals ein Enddatum. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV grundsätzlich fünf Jahre, wird aber bei Folgeerlaubnissen ohne neue Listung verlängert.

Die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten wie etwa Platincasino. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Gültigkeit, ein Anbieter mit solcher Lizenz nimmt in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel entgegen. Die Whitelist ist die einzige Quelle, die zählt.

Was beim Davis Cup erlaubt ist und was nicht

Erlaubt sind Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf Abschnitte davon und auf Vorkommnisse während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombiwetten (§ 21 Abs. 1 GlüStV). Welche Wetttypen genau angeboten werden dürfen, legt die GGL im Sportwettprogramm fest (§ 21 Abs. 5). Bei Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) darf während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf Komponenten wie den nächsten Satz gewettet werden, nicht aber auf den nächsten Punkt beim Tennis, der nicht als „seltenes Ereignis“ gilt. Diese Einschränkung gilt für den Davis Cup genauso wie für andere Tennis-Turniere.

Nicht erlaubt sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf manipulationsanfällige Ereignisse sowie auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Auch Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sports-Wetten sind nach GGL-Praxis ausgeschlossen, weil E-Sports nicht als Sport anerkannt ist.

Zivilrechtliche Folgen bei unlizenzierten Anbietern

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, riskiert nach derzeitiger Rechtslage mehr als nur den Verlust des Einsatzes. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, was für den deutschen Sportwettenmarkt bislang nicht der Fall ist.

Diese Verfahren zeigen die Richtung der Rechtsprechung, sie sind kein Versprechen auf Rückzahlung für einzelne Spieler. Wer bei einem Anbieter mit Whitelist-Erlaubnis wettet, hat diese zivilrechtliche Grauzone nicht.

Spielerschutz: Die Regeln, die für alle Anbieter gleich gelten

Auch beim Davis Cup greifen die Schutzregeln des GlüStV, die jeder Anbieter mit Erlaubnis umsetzen muss.

Einzahlungslimit und Verifizierung

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter führt pro Person genau ein Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.

Das übergreifende Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei der GGL. Ein Anbieter darf für einzelne Spieler ein höheres Limit festlegen, bis 10.000 €, oder für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler bis 30.000 €, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Sperrsysteme und Parallelspielverbot

Die Sperrdatei OASIS (§§ 8, 8a) wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Parallelspiel ist verboten (§ 6h), die Aktivitätsdatei LUGAS erkennt, ob ein Spieler bei einem anderen Anbieter parallel aktiv ist.

Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist wettet, hat weder Zugang zu OASIS noch zu LUGAS. Diese Anbieter kennen weder das übergreifende Einzahlungslimit noch die Sperrinfrastruktur, der Schutz endet an der Website des Anbieters.

Zahlungen

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel, also Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten, sind ausgeschlossen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Tennis-Wetten und das deutsche Live-Wetten-Recht

Live-Wetten auf den Davis Cup folgen denselben Regeln wie Live-Wetten auf andere Tennis-Turniere. Erlaubt ist die Wette auf das Endergebnis einer Begegnung, auf den Ausgang des nächsten Satzes, auf das nächste Game bei Grand-Slam-Turnieren und in einigen anderen Fällen, in denen Komponenten im Tennis selten genug sind. Nicht erlaubt ist die Wette auf den nächsten Punkt: Der nächste Punkt im Tennis ist kein seltenes Ereignis im Sinne des GlüStV, er findet mehrmals pro Game statt.

Diese Einschränkung schränkt die In-Play-Märkte beim Davis Cup empfindlich ein. Wer als Spieler in den Sätzen zwischen den Ballwechseln setzen will, hat bei deutschen Anbietern keine legale Möglichkeit dazu. Diese Märkte existieren bei internationalen Anbietern, sind aber in Deutschland nicht erlaubt.

Sportwettensteuer: Wer sie zahlt und wie sie wirkt

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16-25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst.

In der Werbung tauchen zwei Modelle auf: Der Anbieter zieht die Steuer direkt vom Einsatz ab, oder der Anbieter übernimmt die Steuer und schmälert stattdessen den Gewinn. Welches Modell gilt, steht in den AGB des Anbieters. Wer wissen will, was von seinem Einsatz übrig bleibt, liest die AGB des Anbieters, nicht die Werbung. „0 % Wettsteuer“ wie bei Winamax beworben, bedeutet, dass der Anbieter die Steuer selbst trägt, nicht dass keine Steuer anfällt. Die Steuer fällt bei jeder Wette an, die auf deutschem Boden vermittelt wird.

Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an, die Steuerzahlung ist kein Beleg für eine Erlaubnis. Sie ist eine finanzamtliche Pflicht, keine glücksspielrechtliche.

Werbung und Bonus: Was erlaubt ist und was nicht

Werbung für Glücksspiel in Deutschland ist nur Inhabern einer Erlaubnis erlaubt (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Für Sportwetten gilt nicht die 6-21-Uhr-Sperre, die Online-Casinospiele, virtuelle Automatenspiele und Online-Poker betrifft, Sportwetten-Werbung ist ganztägig zulässig. Verboten sind aber Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären sowie Affiliate-Vergütung, die an Umsatz, Einzahlung oder Einsatz gekoppelt ist.

Der GlüStV selbst enthält keine Klausel, die Bonushöhe, Umsatzanforderungen oder Mindestquoten für Sportwetten-Boni festlegt. Solche Bedingungen setzt jeder Anbieter in seinen eigenen AGB. Wer einen Bonus annimmt, sollte die AGB lesen, bevor er die Einzahlung leistet. Der GlüStV garantiert weder einen Bonus noch dessen Höhe.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt die zehn Anbieter mit Erlaubnis, die in diesem Vergleich stehen. Die Spalte „GGL-Whitelist Status“ nennt den Inhaber und das Datum der erstmaligen Erlaubnis, die Spalte „Sportwetten-Erlaubnis seit“ das Datum, an dem die Whitelist die Erlaubnis ausweist.

Anbieter GGL-Whitelist Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipwin Tipwin Limited 09.10.2020
bwin bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
888sport 888 Germany Limited, Holding: 888 Holdings PLC, Gibraltar 30.06.2021
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024

Die Daten stammen aus der Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026. Sieben der zehn Anbieter haben ihre erste Erlaubnis im Herbst 2020 erhalten, als die GGL die ersten Erlaubnisse aus dem Übergangsverfahren umstellte. LeoVegas ist der jüngste Eintrag mit Erlaubnis seit Oktober 2024.

Was die Erlaubnisjahre über die Anbieter verraten

Das Datum der erstmaligen Erlaubnis zeigt, wie lange ein Anbieter schon unter dem aktuellen GlüStV tätig ist. Tipwin, bwin, NEO.bet, Tipico und bet-at-home gehören zur ersten Kohorte, ODDSET und Betway kamen 2020/2021 dazu, 888sport und Betano folgten 2021, LeoVegas erhielt die Erlaubnis erst 2024. Ein jüngeres Erlaubnisdatum heißt nicht automatisch weniger Erfahrung: LeoVegas gehört zur schwedischen LeoVegas Group, die seit 2012 als Online-Casino-Anbieter aktiv ist. Aber eine Erlaubnis für Sportwetten unter deutschem Recht ist ein eigener Schritt, der eine eigene Aufsichtsphase mit sich bringt.

Die Anbieter im Einzelnen

Tipwin: Sportwetten mit deutschem Hintergrund

Tipwin ist auf der Whitelist der GGL mit der Tipwin Limited als Inhaber geführt (Erlaubnis seit Oktober 2020). Tipwin ist seit 2008 als Sportwetten-Anbieter aktiv und betreibt rund 100 Wettshops in Deutschland. Außerhalb des Wettprogramms ist Tipwin Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, die Partnerschaft wurde bis Ende 2026 verlängert.

Das Wettprogramm von Tipwin deckt Tennis inklusive Davis Cup ab, die Quoten legen sich auf Standard-Märkten fest. Die Sportwettensteuer handhabt Tipwin nach den eigenen AGB, die in der jeweiligen Fassung zu prüfen sind. Wer einen Anbieter sucht, der auch jenseits der Website präsent ist, findet in Tipwin eine der wenigen Optionen mit stationärem Vertrieb.

bwin: Der größte Name im Feld

bwin ist einer der bekanntesten Namen im europäischen Sportwetten-Markt. Auf der Whitelist ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, geführt, die Erlaubnis stammt aus dem Oktober 2020. Die Marke gehört zur Entain Group, einem der größten börsennotierten Glücksspielkonzerne weltweit.

Das Wettprogramm von bwin umfasst Tennis in voller Breite, mit Märkten auf den Ausgang einzelner Matches, Satzmärkten und im Live-Bereich auf das Endergebnis. Die Quoten bei großen Tennis-Turnieren liegen in der Regel im oberen Drittel des Marktes, was sich auf den Davis Cup mit seinen prominenten Begegnungen überträgt. Die App bietet Live-Streaming für ausgewählte Events, die Verfügbarkeit beim Davis Cup hängt von den Übertragungsrechten ab.

bet-at-home: Solide Auswahl, österreichische Wurzeln

bet-at-home ist auf der Whitelist mit der Bet-at-home.com Internet Limited als Inhaber geführt, die Erlaubnis stammt vom 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. Das Unternehmen hat seinen Ursprung in Österreich und ist seit 2009 an der Frankfurter Börse notiert. Im deutschen Markt zählt bet-at-home zu den älteren Online-Sportwetten-Anbietern.

Das Tennis-Programm deckt die wichtigsten Märkte ab, beim Davis Cup vor allem den Ausgang der Länderduelle und Satz-Märkte. bet-at-home tritt eher zurückhaltend im Marketing auf, was sich in einem schmaleren Bonus-Angebot niederschlägt, aber die Quoten bewegen sich auf Marktniveau.

888sport: Zur 888-Gruppe mit Börsennotiz

888sport ist der Sportwetten-Arm der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Auf der Whitelist ist die 888 Germany Limited mit Erlaubnis seit Juni 2021 als Inhaber geführt. Die 888-Gruppe ist vor allem für Online-Casino und Poker bekannt, 888sport ist das jüngste Standbein.

Das Wettprogramm von 888sport ist vollständig, aber nicht in jedem Markt so tief wie bei reinen Sportwetten-Anbietern. Beim Davis Cup stehen die Standard-Märkte zur Verfügung, Live-Wetten beschränken sich auf das gesetzlich Erlaubte.

Betano: Bet Builder und Live-Streaming im Programm

Betano ist die Marke der Betkick Sportsbetting Limited, die zur Kaizen Gaming Gruppe gehört. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.

Beim Davis Cup heißt das: Live-Streams sind nicht bei jeder Begegnung verfügbar, der Bet Builder erlaubt es, mehrere Märkte einer Partie zu kombinieren, sofern das Angebot diese enthält. Cash Out ist als Funktion verfügbar, der konkrete Wert wird im Wettschein angezeigt.

ODDSET: Vom staatlichen Anbieter zur GmbH

ODDSET hat eine besondere Geschichte. Die Marke gehört heute der ODDSET Sportwetten GmbH, die Erlaubnis wurde durch das Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt, Aufsichtsbehörde ist die GGL. ODDSET war ursprünglich das Sportwetten-Angebot der staatlichen Lotteriegesellschaften und ist in dieser Tradition verwurzelt.

Das Wettprogramm von ODDSET ist auf das deutsche Publikum zugeschnitten, mit Fokus auf Bundesliga, Bundesliga-Tennis und internationale Spitzenturniere. Beim Davis Cup ist die Auswahl an Märkten eher überschaubar, aber stabil. Wer einen Anbieter mit klarer deutscher Aufsichtstradition sucht, findet in ODDSET diese Verlässlichkeit.

NEO.bet: Junger Anbieter mit deutscher Lizenz

NEO.bet ist auf der Whitelist mit der Greenvest Betting Limited als Inhaber geführt (Erlaubnis seit Oktober 2020, Folgeerlaubnis Dezember 2022). Die Marke zählt zu den jüngeren Akteuren im deutschen Markt.

Das Tennis-Programm deckt die Standard-Märkte ab, beim Davis Cup vor allem Match-Wetten und Satzmärkte. Die Quoten bewegen sich im Marktdurchschnitt, ohne besondere Stärke oder Schwäche.

Betway: Cash Out und Wettkonfigurator

Betway ist auf der Whitelist mit der Betway Limited als Inhaber geführt (Erlaubnis seit März 2021, Folgeerlaubnis Dezember 2022). Die Gruppe ist international breit aufgestellt.

Beim Cash Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Zusätzlich bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Beim Tennis und Davis Cup ist der Wettkonfigurator nicht in der gleichen Form verfügbar, Cash Out funktioniert auf den angebotenen Märkten.

Tipico: Der bekannteste Name in Deutschland

Tipico ist auf der Whitelist mit der Tipico Co. Limited als Inhaber geführt (Erlaubnis seit Oktober 2020). Der Anbieter ist im deutschen Markt sehr bekannt, mit vielen Wettshops und einer starken Online-Präsenz. Die App „Tipico Sportwetten“ wird vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, mit Cashout und Live-Wetten auch während des Spiels.

Das Wettprogramm ist vollständig und breit, beim Davis Cup mit allen Standard-Märkten. Die Quoten bewegen sich im oberen Marktbereich, was sich auf die großen Tennis-Events überträgt. Tipico trägt die Sportwettensteuer selbst, der Einsatz kommt vollständig zur Wette. Das laufende BGH-Verfahren betrifft Wetten aus den Jahren 2013 bis 2018, die vor dem aktuellen GlüStV lagen, und hat keine direkte Auswirkung auf Wetten unter der heutigen Erlaubnis.

LeoVegas: Neueste Erlaubnis im Feld

LeoVegas ist auf der Whitelist mit der LVSports Limited als Inhaber geführt, die Erlaubnis für Sportwetten stammt aus dem Oktober 2024, eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele bereits seit Februar 2023. Die LeoVegas-Gruppe ist vor allem als Online-Casino-Anbieter bekannt und tritt mit LeoVegas Sport als zweitem Standbein auf.

Beim Davis Cup ist das Angebot an Tennis-Märkten noch im Aufbau, die Standard-Märkte sind verfügbar. Wer einen Anbieter sucht, der mit deutscher Erlaubnis neu am Start ist, findet in LeoVegas diese Frische, muss aber mit einem schmaleren Wettprogramm rechnen.

Quoten verstehen: Was die Marge über den Buchmacher verrät

Die Marge des Buchmachers ist der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Euro behält. Sie ist das, was die Quote unter den fairen Preis drückt, und sie ist der Grund, warum zwei Buchmacher für denselben Ausgang unterschiedliche Quoten anbieten. Die Marge versteckt sich in den Quoten und wird nirgendwo ausgewiesen, sie lässt sich aber ausrechnen.

Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei Quote 1,90 ist die Auszahlungsquote 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90), also etwa 0,95. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also rund 5 %. Bei einer Quote von 1,80 auf beiden Seiten sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 0,90, die Marge steigt auf etwa 10 %. Bei einer Quote von 1,95 auf beiden Seiten liegt die Auszahlungsquote bei etwa 0,97, die Marge nur bei etwa 3 %.

Ein konkretes Beispiel mit Quoten 1,90 / 1,90: Von 100 €, die insgesamt auf den Markt gesetzt werden, zahlt der Buchmacher im langfristigen Durchschnitt etwa 95 € an die Gewinner aus. Die restlichen 5 € sind die Marge, das ist der Gewinn des Buchmachers vor Steuern und Betriebskosten. Die Marge eines Marktes ist nicht die Marge des Anbieters insgesamt, sie gilt nur für diesen einen Markt.

Die Marge variiert zwischen Märkten, zwischen Anbietern und zwischen Zeitpunkten. Bei großen Tennis-Turnieren wie Grand Slams ist die Marge oft niedriger, weil mehr Volumen gespielt wird. Bei kleineren Turnieren oder einzelnen Qualifikationsbegegnungen kann sie höher sein, weil weniger Marktteilnehmer den Preis disziplinieren. Wer die Quoten mehrerer Anbieter für denselben Ausgang vergleicht, sieht die Marge direkt: Der Anbieter mit der höheren Quote auf beiden Seiten hat die niedrigere Marge und damit den besseren Preis für den Spieler.

Welcher Anbieter für welchen Davis-Cup-Spieler

Die zehn Anbieter in diesem Vergleich sind alle auf der Whitelist der GGL, sie unterscheiden sich aber in der Breite des Angebots, in den Quoten und in der Art, wie sie Tennis positionieren. Wer einen Anbieter mit stationärem Vertrieb sucht, findet ihn bei Tipwin oder Tipico. Wer Live-Streams für Tennis sehen will, ist bei bwin oder Betano richtig. Wer die höchsten Quoten bei großen Tennis-Events will, vergleicht bwin, Tipico und Betano. Wer einen schmalen, aber stabilen Anbieter sucht, ist bei bet-at-home oder NEO.bet gut aufgehoben. Wer einen Anbieter mit langer deutscher Tradition sucht, findet ihn bei ODDSET.

Die Wahl des Anbieters hängt davon ab, was der Spieler sucht. Wer vor allem auf die Quoten schaut, vergleicht vor dem Spiel die Märkte und wählt den Anbieter mit der höchsten Quote auf der gewünschten Seite. Wer auf das Live-Erlebnis setzt, achtet auf Streams und Cash Out. Wer einen Bonus annimmt, liest die Umsatzbedingungen, bevor er einzahlt, und prüft, ob der Bonus zum eigenen Wettverhalten passt.

Häufige Fragen zum Davis Cup und zu Wetten darauf

Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?

Der Davis Cup 2026 läuft als 114. Ausgabe vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert. Italien tritt als Titelverteidiger und Gastgeber an.

Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?

Wetten auf das Endergebnis einer Begegnung werden ausgewertet, sobald das Ergebnis feststeht. Bei einem Davis-Cup-Match kann das früher sein als bei anderen Tennis-Matches: Sobald eine Mannschaft drei Siege holt, entfallen die restlichen Partien. Wer auf das Endergebnis gesetzt hat, gewinnt oder verliert mit dem dritten Sieg der Mannschaft, unabhängig davon, ob die verbleibenden Partien noch gespielt werden. Wetten auf einzelne Spieler oder Sätze aus den entfallenden Partien werden in der Regel erstattet, weil diese Partien nicht stattfinden. Die genauen Regeln zur Erstattung stehen in den AGB des Anbieters.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?

Die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die einzige verlässliche Prüfung. Sie führt jeden Anbieter mit Erlaubnis, dem Inhaber der Erlaubnis und dem Datum der Erteilung auf. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Gültigkeit. Die Whitelist ist öffentlich und wird regelmäßig aktualisiert, der aktuelle Stand ist 2. Oktober 2026.

Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?

Erlaubt sind Live-Wetten auf das Endergebnis einer Begegnung sowie auf Komponenten wie den nächsten Satz, sofern diese Komponenten selten genug sind, um nicht manipulationsanfällig zu sein. Der nächste Punkt beim Tennis ist kein seltenes Ereignis im Sinne des GlüStV, er findet mehrmals pro Game statt. Daher sind Wetten auf den nächsten Punkt in Deutschland nicht erlaubt, beim Davis Cup genauso wie bei anderen Tennis-Turnieren. Märkte, die internationale Anbieter anbieten, sind in Deutschland nicht legal.

Was bedeutet die Marge des Buchmachers, wenn Quoten bei Länderduellen verglichen werden, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Euro Einsatz behält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei 1,90 liegt die Auszahlungsquote bei etwa 95 %, die Marge bei rund 5 %. Wer die Quoten mehrerer Anbieter vergleicht, sieht die Marge direkt: Der Anbieter mit der höheren Quote auf beiden Seiten hat die niedrigere Marge. Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst berechnet, also auf rund 95 % des Einsatzes, und macht etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags aus. Ob der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, steht in seinen AGB.

Was unterscheidet beim Anbietervergleich Mindestquote und Umsatzbedingungen eines Bonus von der Höhe der Bonussumme?

Die Bonussumme ist nur ein Teil des Bonus. Die Umsatzbedingungen legen fest, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist, und die Mindestquote legt fest, welche Wetten für den Umsatz zählen. Ein 100-€-Bonus mit 5-fachem Umsatz und Mindestquote 1,80 kostet 500 € Einsatz bei Wetten zu Quoten ab 1,80. Wer den Bonus annimmt, sollte prüfen, ob das eigene Wettverhalten diese Bedingungen erfüllt, und die Frist beachten, innerhalb derer der Umsatz erfolgen muss. Die Bonussumme allein sagt nichts über den tatsächlichen Wert des Angebots.

Inhalt erstellt vom Team «footballwetteninfo.com»